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Doppelsieg für “Moment, das wird sie interessieren!”


Der Deutsche Hörspielpreis der ARD und der Publikumspreis ARD-Online Award gehen in diesem Jahr an Stefan Weigl (Autor, 2.v.re.) und Thomas Wolfertz (Regisseur, 2.v.li.) für das WDR Hörspiel "Moment, das wird Sie interessieren!". Verliehen wurden die Auszeichnungen im Rahmen der ARD Hörspieltage im ZKM Karlsruhe durch den SWR-Intendanten und ARD-Vorsitzenden Peter Boudgoust (re.) sowie dem Hörfunkdirektor des SWR Bernhard Hermann (li.).

Der Deutsche Hörspielpreis der ARD und der Publikumspreis ARD-Online Award gehen in diesem Jahr an Stefan Weigl (Autor, 2.v.re.) und Thomas Wolfertz (Regisseur, 2.v.li.) für das WDR Hörspiel "Moment, das wird Sie interessieren!". Verliehen wurden die Auszeichnungen im Rahmen der ARD Hörspieltage im ZKM Karlsruhe durch den SWR-Intendanten und ARD-Vorsitzenden Peter Boudgoust (re.) sowie dem Hörfunkdirektor des SWR Bernhard Hermann (li.). - Bild: SWR/Peter A. Schmidt

Stefan Weigl heißt der große Sieger in Karlsruhe. Auf den ARD-Hörspieltagen, die vom 4. -8.11. stattfanden, schickten die Sendeanstalten ihre Kandidaten für den Deutschen Hörspielpreis ins Rennen. Neben dieser Jury-Auszeichnung stimmten auch die Hörer im Internet über ihre Favoriten zum ARD-Online-Award ab. Beide Auszeichnungen gingen an “Moment, das wird sie interessieren!” von Stefan Weigl. Produziert wurde dieses Hörspiel vom WDR. Die Preise sind mit 5000 bzw. 2500 Euro dotiert, zusätzlich gibt es eine Übernahmegarantie für alle ARD-Radiosender.

Auch die freie Hörspielszene konnte im Wettbewerb “Premiere im Netz” einen Preis gewinnen. Unter rund 150 Einsendungen setzte sich hier “030 – Der Anrufbeantworter” durch, Autor und Produzent Benjamin Kloß gewann hiermit die Möglichkeit zu einer professionellen Hörspielproduktion in einem ARD-Studio.

Die Auszeichnungen wurden am Samstag, den 7.11. im Rahmen der ARD Hörspieltage im Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) Karlsruhe durch den Intendanten des Südwestrundfunks (SWR) und ARD-Vorsitzenden Peter Boudgoust sowie die Hörfunkdirektoren Heinz Sommer (HR) und Bernhard Hermann (SWR) verliehen.

SWR2 sendete das Gewinnerstück am Sonntag, 8. November, die Ausstrahlung in hr2-kultur folgt am Mittwoch, 11. November, um 21.30 Uhr. Die anderen ARD-Anstalten senden dann im nächsten Jahr.


Moment, das wird Sie interessieren!”

von Stefan Weigl
Produktion: WDR 2008
Regie: Thomas Wolfertz
Musik: Holosus
Länge: 38 Min.

Mitwirkende:
Matthias Matschke, Boris Aljinovic, Susanne Reuter, Silke Lindehaus

Allzeit bereit ­ immer nah ­ dem Kunden verbunden: Die 24-Stunden-Hotlines der großen Kommunikationsunternehmen helfen sofort bei technischen Schwierigkeiten, Vertragsangelegenheiten, Informationsfragen. Freundlich, schnell, gründlich. Sie wünschen einen Tarifwechsel? Rufen Sie einfach sofort an, auch um Mitternacht, denn morgen könnten Sie es schon vergessen haben. Sie kommen mit Ihrem Anschluss nicht klar? Ihre neuen Freunde navigieren Sie durch alle Rettungsmaßnahmen, selbst wenn Sie vollkommen kenntnisfrei sind.

Sie möchten Ihren Account kündigen? ­ Nein, tun Sie’s nicht. Sonst landen Sie am letzten Ort, an dem Sie jemals sein wollten, tief unten in der Hölle der Accountkündiger, wo keine Sonne mehr scheint und Sie in absurden Dialogschleifen verzweifeln. Dichtung und Wahrheit, Theorie und Praxis, Vernunft und Wahnsinn liegen dicht beieinander. Und wenn es bereits zu spät ist, dann verlieren Sie bloß nicht die Nerven. Sagen Sie einfach: “kühles Moos … kühles Moos … kühles Moos … – Oder rufen Sie den Notarzt.

Stefan Weigl, geboren 1962 in München, lebt dort als freier Autor. Er schreibt Prosa, Drehbücher und Hörspiele, zuletzt “Todesroman On/Off” (WDR 2007). Für “TRIPPED – Ein Leben in Kontoauszügen” (WDR 2004) wurde er mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet.

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1 Kommentare

  1. Martin Stelzle, 10. November 2009:

    Da hats nich nen falschen getroffen. Glückwunsch zu den Preisen, aber auch zu diesem feinen, unglaublich nervtötenden, dabei wunderbar ekelhaft realistischen Hörspiel! …wusste gar nich, dass Herr Weigl auch den ebenso hervorragenden “Todesroman” verfasst hat – das fand ich emso stark!


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