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» Radio Tatort » 001) Der Emir

Cover - Der Emir

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Durchschnitts-Kurzwertung:

10 / 15

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» Der 28-jährige Nadir Taraki hat zwar eine deutsche Mutter, trägt seinen afghanischen Namen jedoch mit Stolz und spricht neben der Sprache seines Vaters auch noch arabisch. Sein letzter Einsatz als Undercoveragent endete allerdings in einer Katastrophe. Seitdem wertet er im LKA alte Fälle aus und gibt sich zum Leidwesen seiner Freundin frustriert dem Backgammonspiel hin. Dann aber gerät der Emir, der Chef eines libanesischen Menschenhändlerrings erneut ins Fadenkreuz des LKA und Nadir erkennt seine Chance. Ein riskantes Unternehmen, denn normalerweise gilt im Agentengeschäft: Wer einmal ,verbrannt' ist, kriegt keine zweite Chance.
» Produktion: Westdeutscher Rundfunk 2008
» Regie: Thomas Leutzbach
» Musik: Andreas Hornschuh, Matthias Hornschuh
» Buch/Script: Peter Meisenberg

» VÖ: 2008-08-15
» eine Produktion von HörverlagWebseite des Labels
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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Radio Tatort (001) Der EmirDen Radio Tatort gibt es nun auch auf CD. Einen ganz leichten Start dürfte diese Reihe nicht haben, nachdem einige der Tatorts jeweils kurz nach Ausstrahlung zum kostenlosen Download im Netz bereitstanden. Dazu kommt der etwas hohe Preis, der im ersten Moment zusätzlich abschreckend wirken dürfte.
Andererseits ist der "Tatort" eine Marke, die sich auf dem Markt durchaus etablieren könnte. Insbesondere die Sammler spricht der Hörverlag mit der edlen Aufmachung des Digi-Packs an. Im ausführlichen Booklet findet man neben verschiedenen Informationen zu den in diesem Hörspiel agierenden Charakteren Sprecherfotos und Einblicke ins Studio. Dieser so betriebene Mehraufwand schlägt letztlich natürlich auch mit Kosten zu Buche. Wer den Radiotatort nicht nur als MP3 in durchschnittlicher Qualität auf der Festplatte liegen haben mag, sondern sich über ansprechendes im Regal freut oder sowieso rein auf CDs schwört, für den dürfte diese edle Auflage sicherlich nicht ganz uninteressant sein.

Bleibt die Frage, ob es sich denn inhaltlich lohnt?
Leicht gestaltet sich der Einstieg in dieses Hörspiel nicht gerade. Der Erzählstil wirkt leicht wirr. Verbunden mit allerlei schnellen Sprüngen und dem fehlenden Background über das, worum es eigentlich genau gehen soll und den bereits in den ersten Minuten recht zahlreich auftretenden bis dato unbekannten Personen sorgt das für einen Start, der nicht unbedingt nach Maß ist.
Dazu kommt eine sehr eigenwillige Atmosphäre. So fällt es insgesamt schwer den richtigen Zugang zu diesem Hörspiel zu finden und vollständig in das Geschehen einzutauchen. Im Verlauf der Geschichte kristallisiert sich vieles klarer heraus und die Zielrichtung lüftet sich aus einem dunstigen Schleier.
Der Plot selbst - so man ihn denn mal auf das Minimum reduziert und die Aufbereitung außen vor lässt - ist solide ausgefallen. Vielleicht eine Spur zu unspektakulär. Genau dies versucht man durch die Inszenierung, die gespickt ist mit vielen Rückblenden, Milieu-Einblicken über das Privatleben des Kommissars und schnellen Wechseln, auszugleichen, was durchaus nicht uninteressant ist, mich aber in seiner Gesamtheit nicht völlig überzeugt hat.

Die erzeugte Stimmung ist wie schon erwähnt gewöhnungsbedürftig. Man baut vornehmlich auf ein musikalisches Kernthema auf, das geprägt ist von Disharmonie und kalt und bohrend die Handlungsabschnitte unterbricht. Im Hintergrund gibt es - wie es sich gehört - mit musikalisch angehauchter Musik das entsprechende Milieu-Flair. Als sonderlich angenehm lässt sich diese Art Atmosphäre nicht unbedingt beschreiben, zum gewählten Stil der Produktion passt es allerdings ziemlich gut.

Bei den Sprechern regieren vornehmlich die leiseren Töne. Die ausgewählten Akteure vor dem Mikrophonen überzeugen durchgängig. Anhand der Namen lässt sich vermuten, dass einige Sprecher aufgrund des inhaltlich passenden sozialen Hintergrundes so ausgewählt wurden. Diese haben keinerlei Probleme das soziale Umfeld authentisch zu transportieren. Ferner trifft man auf den ein oder anderen Schauspieler aus deutschen Fernsehproduktionen. Alles in allem eine gut zusammengestellte Mischung.

Fazit: Inhaltlich ist dieser Tatort-Auftakt okay, wenngleich alles andere als bahnbrechend. Der Erzählstil überzeugte mich leider nicht vollständig, wenngleich einige gute Ideen erkennbar sind und der Versuch sich etwas von den ganz bieder linearen Produktionsweisen abzuheben erkennbar ist. Man tut sich allerdings schwer richtig in die Handlung einzutauchen.

Note 3+


3


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Sprecher

SprecherRolle
Baki Davrak Nadir Taraki
Meriam Abbas Sima Khalidi
Rudolf Kowalski Wilfried Suttner
Tatjana Clasing Leonore Nadolny
Matthias Leja Felix Lenz
Tayfun Bademsoy Rafik Lahoud
Omar El-Saeidi Ziad Lahoud
Mohammad-Ali Behboudi Muhammad Karim
Hilmar Eichhorn Jost Fischer
Ludger Burmann Johan Breukelen
Markus Scheumann Killer
Gandi Mukli Arabischer Dealer
Vittorio Alfieri Spieler 1
Ill-Young Kim Spieler 2
Abed Othman Spieler 3
Martin Bross Polizist 1
Axel Häfner Polizist 2
Christian Schramm Polizist 3


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» Hörer-Meinungen (1)
Porsche-Hubi schrieb am 07.09.2009 23:02:08 Uhr
Bewertung: 10 / 15

Ich kann der Rezension vollinhaltlich zustimmen. Ein solider Einstieg in die Reihe, wobei die ersten Minuten gewöhnungsbedürftig ausfallen. Ohne großartige Einführung geht es gleich direkt zur Sache, woran man sich nach kurzer Zeit aber gewöhnt hat.
Durchschnittliche Userwertung: 10 | User-Top-Liste

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