Justus und Peter wundern sich über Bobs seltsam aggressives Verhalten. Weshalb belügt er seine Freunde und reagiert auf Nachfragen äußerst gereizt? Die beiden heften sich an die Fersen des für Recherchen und Archiv zuständigen dritten Detektivs und stoßen dabei auf eine geschlossene Gesellschaft, in der ein Geiger seine Stücke präsentiert. Also eigentlich kein Grund für Bob seinen Freunden nichts davon zu erzählen. Doch irgendetwas seltsames geht bei diesen Auftritten vor, wie Justus und Peter schnell am eigenen Leib erfahren. Mit welchen Mitteln schafft es der Teufelsgeiger sein Publikum derart mit seiner Musik zu beeinflussen und welche Ziele verfolgt er damit?
Der ganze Fall beginnt eigentlich recht ruhig. Gut ein Viertel des Hörspiels dreht sich um Bobs auffälliges Verhalten, was jedoch zu keiner Minute langweilig wird, da man als Hörer ebenfalls wissen möchte, was da genau vor sich geht. Schnell gewinnt der Fall dann auch an Fahrt und es bietet sich eine verdammt knifflige Kriminalgeschichte, bei der sich dem Hörer zu jeder Minute die Möglichkeit bietet mitzurätseln. Denn lange Zeit bleibt völlig unklar hinter wem oder was Vaderhell eigentlich her ist. Das Finale stellt dann fast so etwas wie einen Gegenpart zum ruhigen Beginn dar, denn dort wird dann durchaus einiges an Action geboten. Für mich eine der absolut besten Geschichten aus der Feder von André Marx. Und die Umsetzung erweist sich trotz des eher trägen Beginns als sehr gelungen und bietet von der ersten bis zur letzten Minute beste Unterhaltung, bei der sich die Spannung immer weiter steigert.
Die drei ??? sind absolut in Topform. Vor allem Bob kommt diesmal eine nicht unbedeutende Rolle zu. Bekommt man von den dreien also die gewohnt gute Leistung geboten, stellt sich natürlich die Frage, wie sich die Gastsprecher machen. Und da möchte ich an erster Stelle Lutz Mackensy erwähnen, der als Vanderhell eine absolut brilliante Figur abgibt. Er spricht den Teufelsgeiger mal im freundlich säuselnden Tonfall und an anderer Stelle mit der unverstellten, harschen, fordernden Stimme eines Fieslings, der keine Skrupel zu kennen scheint. Viel Spaß macht auch Alexandra Doerk als Jelena, mit der Justus aufgrund ihrer anfänglich arrogant wirkenden Art überhaupt nicht warm wird. Überzeugend ebenso der Auftritt von Klaus Dittmann als Mr. Charkov.
Eine nicht unbedeutende Rolle kommt in dieser Folge der musikalischen Untermalung zu, was ja bereits der Titel vermuten lässt. Und da brennt man absolut nichts an. Zusätzlich zu den passenden Zwischensequenzen gibt es hier viele klassische Violinstücke zu hören, die das Geschehen sehr gut unterstreichen und ihre Wirkung nicht verfehlen. Klasse ist dabei vor allem die Szene gegen Ende, in welcher der Teufelsgeiger seinen Auftritt mithilfe seines Instruments ankündigt. Klasse gemacht. Und über die Effekte gibt es auch nichts negatives zu berichten, denn es werden Geräusche aufgeboten, welche die Handlung realitätsnah untermalen.
Fazit: Eine Folge, bei der alle Versatzstücke sehr gut harmonieren. Angefangen vom überzeugenden Plot, über die sehr gut agierenden Sprecher bis zur passend eingesetzten Musik. Das Hörspiel unterhält mich wirklich immer wieder sehr gut und landet nicht gerade selten in meinem Player. Auf jeden Fall eine Empfehlung an alle ???-Fans.
Note 1

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