Ein Orkan fegt nachts übers Land und richtet schwere Schäden in der Stadt der Teufelskicker an. Morgens um 6 klingelt bei Moritz das Telefon. Tasman, das neue Maskottchen der Kicker ist verschwunden. Doch es kommt noch schlimmer. Die Suche führt auch auf den Sportplatz der Teufelskicker und dort sieht es richtig übel aus. Die Versicherung übernimmt nicht alle Kosten und so müssen Ideen her, wie man an Geld kommt, um den Platz wieder in den alten Zustand zu versetzen. Und tatsächlich hat Niko eine Idee.
Und diese führt die Serie in Richtung Cross-Marketing. Im Zuge der Fußball-EM macht das auf jeden Fall Sinn. Mittlerweile dürfte wohl auch jeder Fußballbegeisterte den Song "Helden 2008" der Revolverhelden kennen und der darf bei den Teufelskickern natürlich nicht fehlen. In meinen Augen geht die Idee prima auf und die Einbindung der Band wirkt keineswegs nur wie mit dem Holzhammer in die Handlung geprügelt, sondern es fügt sich alles prima zu einem ganzen zusammen.
Allerdings muss man der Episode doch bescheinigen, dass das inhaltlich eher dünn ist. Inhaltlich dreht es sich um genau zwei Themen: der entlaufene Tasman und die Wiedererrichtung des Fußballplatzes mit Hilfe der Revolverhelden. Die 57 Minuten Spieldauer erscheinen da leider nicht immer kurzweilig, denn es gibt deutlich zu wenig Überraschungen.
Was in diesem Zusammenhang auch wenig förderlich ist: die Spielschilderungen Ulli Potofskis. Dieser macht das ganze zwar erneut mit viel Einsatzfreude und man merkt ihm den Spaß an der Sache an. Doch den ersten Spielbericht hätte man deutlicher kürzen sollen - so zieht sich das etwas arg, denn allzuviele Optionen Abwechslung zu bringen gibt es dort eben doch nicht.
Letztlich wird man zwar immer noch recht nett unterhalten, aber das ganze spielt schon am untersten Ende der Gut-Skala.
Einige Szenen wirken nicht natürlich genug. Da merkt man gewisse Unerfahrenheiten eben doch noch. Insgesamt macht es aber schon viel Spaß den Sprechern zu lauschen. Insbesondere weil man auf junge Stimmen setzt, verleiht dies der Serie eine ziemliche Authenzität, welche die Unerfahrenheiten durchaus wegzubügeln wissen. Zudem gesellen sich noch ein paar namhafte Sprechergrößen wie Oliver Rohrbeck, Klaus Dittmann oder Thomas Karallus hinzu.
Richtig Mühe gegeben hat man sich diesmal wieder bei der Gestaltung der Sprecherliste im Inlay. Der Fußballplatz passt sich ganz den neuesten Ereignissen in der Folge an. Das ist natürlich tausendmal interessanter als nur eine schlichte Auflistung der Beteiligten.
Wie erwartet gibt es einige Lieder der Revolverhelden, die aber größtenteils nur angeschnitten und dann in den Hintergrund ausgeblendet werden. Dadurch müssen die bekannten Serienklänge etwas zurückstecken, was als Abwechslung aber keineswegs schlimm ist.
Fazit: Inhaltlich leider etwas dünn geraten und da tut man sich mit der Spielzeit von fast 60 Minuten keinen Gefallen. Dadurch wirkt manches arg gezogen. Alles in allem reicht es aber noch für solide, nette Unterhaltung. Gerade aber bei den Spielberichten wird man sich jedoch langsam etwas einfallen lassen müssen, denn auf Dauer könnte dies sogar für eine gewisse Zähigkeit im Handlungsfluss sorgen.
Note 2-
