Der junge Kantiran, der bei seinen Pflegeeltern wohnt, bekommt Besuch von zwei Gesandten des Imperiums. Die beiden wollen ihm eine Ausbildung in einer anerkannten Kadettenschule zukommen lassen. Doch weshalb ausgerechnet ihm, einem Arkoniden, in dessen Adern terranisches Blut fließt?
Dass der namensgebende Serienheld in diesem ersten Hörspiel nur einem sehr kurzen Auftritt zu verzeichnen hat, schadet der Folge nicht im geringsten. Über 3000 Jahre liegt die erste Begegnung der Terraner mit den Arkoniden zurück, mit deren genauem Verlauf sich seinerseits die Perry Rhodan-Serie von Europa aus den 80er Jahren beschäftigte. Im Mittelpunkt der Geschehnisse steht der junge Sternenbastard Kantiran. Zwar gibt es diesmal noch nicht den totalen Allround-Rundumschlag was Action und Spannung betrifft, dennoch vermag das Abenteuer den Hörer auf einer anderen Ebene zu fesseln. Dadurch, dass viele der Hintergründe im Dunkeln bleiben, man aber dennoch gerne wissen möchte, was es denn nun genau damit auf sich hat, kommt eigentlich nie Langeweile auf. Die Laufzeit ist mit über 70 Minuten recht lang, bietet aber doch viele Aspekte und vor allem interessante Schauplatzwechsel. Von seiten der Story ist sicherlich noch etwas Steigerungspotential vorhanden, dennoch wird man bereits hier recht gut unterhalten. Und gerade da der Plot sehr episch veranlagt zu sein scheint, darf man sich nach dem fiesen Cliffhanger, wirklich auf die nächsten Folgen freuen.
Joachim Höppner führt als Erzähler durch das Geschehen und diesen Job erledigt er bravourös. Christian Stark hinterlässt in der bedeutenden Rolle des jungen Kantirans einen seinem Namen entsprechenden sehr starken Eindruck. Den hier nur kurzen Auftritt Perry Rhodans übernimmt Volker Lechtenbrink, der sich in der Rolle durchaus empfehlen kann. Spaß macht auch der Rest des Sprechercasts, der sich unter anderem aus Namen wie Norbert Langer, Christian Rode, Jürgen Kluckert, Manfred Lehmann und Daniela Hoffmann zusammensetzt. Hier bekommt man wirklich eine erstklassige Besetzung geboten, bei der nicht nur die Namen Gold sind, sondern ebenso die erbrachten Leistungen.
Die eingesetzte Musik ist wahrlich bombastisch. Diese wurde exclusiv für die Serie komponiert und vom Berliner Filmorchester unter der Leitung von Christian Hagitte live eingespielt. Und da merkt man eben doch den Unterschied zu irgendwelchem belanglosem Zwischengedudel. Die Klänge würden auch jedem Kinofilm perfekt zu Gesicht stehen. Bei dieser derart liebevoll gezauberten Atmosphäre bleibt einem echt die Sprache weg. Die Titelmelodie ist in verschiedenen Variationen immer wieder während des Hörspiels zu hören und brennt sich so immer mehr in die Gehörgänge der Lauscher ein. Und auch bei den Effekten lassen sich die Jungs und Mädels von Stil nicht lumpen. Detailreich und eigens für die Serie wurden hier die Szenen mittels Computertechnik untermalt und da braucht man auch den Vergleich zu Filmen wie "Star Wars III" keineswegs zu scheuen.
Fazit: Inhaltlich ist zwar noch Steigerungspotential vorhanden, aber das macht man durch die Musik, Effekte und Sprecher locker wieder wett. Insbesondere die technische Seite der Produktion spielt mindestens auf einer Liga mit "Edgar Allan Poe" und "Gabriel Burns". Ich freue mich auf jeden Fall jetzt schon auf die nächste Episode und daran hat der böse Cliffhanger sicherlich mit Schuld.
Note 1

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