Für viel Wirbel in Avonlea sorgt diesmal die angekündigte Ankunft einer berühmten Schriftstellerin, die Anne unbedingt zu sich nach Hause einladen will. Die Vorbereitungen sind im vollen Gange und alles scheint glatt zu laufen. Dann aber kommt manches ganz anders als gedacht. Im Zuge dieses Tages gelingt es Davy Keith einmal mehr auf vortrefflichste Art und Weise für weitere Probleme zu sorgen, deren Auswirkungen Anne wenig später in eine äußerst missliche Lage stürzen. Von Langweile sind diese Sommerferien gewiss nicht gerade geprägt.
Von sonderlich hoher Spannung jedoch genausowenig. Derartiges darf man bei dieser Serie nicht erwarten. Hier stehen unterhaltsame Episoden in Annes Leben im Mittelpunkt, deren Grad an Aufregung recht unterschiedliche Dimensionen einnimmt. Diesmal sind es zuvorderst Geschichten von nur sehr geringer Relevanz für das große Ganze. Das Tempo erweist sich im Vergleich zu den ersten vier Folgen der Reihe als deutlich niedriger. Die Zeit verstreicht um einiges langsamer und es gibt weit weniger Sprünge und drastische Einschnitte. Anne wird langsam erwachsen und genießt ihre letzten Jugendtage in vollen Zügen.
Ein Thema, das sich nun anzubahnen beginnt und auf welches sich auch das Cover bezieht ist die tiefergehende Beziehung zu Gilbert Blythe. Allerdings erlangt dieses erst in der allerletzten Szene an Relevanz. Das lässt auf die letzte der aktuellen vier Folgen hoffen.
Wenngleich also der Unterhaltungswert gegeben ist, kommt mir manches doch etwas zu lang und unrelevant vor. Mir persönlich fehlen da aktuell ein wenig die Geschehnisse von bedeutsamerer Tragweite.
Sprecherrollen im Fokus: Diana Barry
Diese steht innerhalb der Geschichte zwar immer ein wenig im Schatten von Anne Shirley, doch in Bezug auf die gebotene Sprecherleistung muss sich Uschi Hugo ganz und gar nicht vor Marie Bierstedt verstecken. Als Busenfreundin begleitet sie Anne bei zahlreichen Unternehmungen und gerät damit gerade in dieser Episode etwas mehr in den Mittelpunkt. Genauso wie ihre Kolleginnen glänzt Uschi Hugo schon seit dem Beginn der Serie mit ihrer Stimme und ihrem Können und ist eine vortreffliche Wahl für diese Rolle.
Kleine ganz groß - diese Serie hält eine breite Palette an Nachwuchstalenten parat, die unter der Regie der Titanen eine vortreffliche Darbietung abliefern. Da wird man von einigen zukünftig ganz sicher noch mehr hören.
Die Atmosphäre ist sich von Folge zu Folge zwar sehr ähnlich, passt aber nach wie vor wie die Faust aufs Auge. Und selbst wenn man sich nach dem nicht enden wollenden Vogelgezwitscher durchaus nach einer anderen Jahreszeit als dem Sommer sehnt, so wird man durch Arrangements wie dem des aufziehenden Gewitters immer wieder "entschädigt".
Fazit:
+ Herausragend ausgearbeitete Charaktere, die man mittlerweile fast allesamt in sein Herz geschlossen hat.
+ Dazu eine exzellente Darbietung durch alle Sprecher.
+ Atmosphäre: Musik und Geräuschkulisse
- Episoden von zu geringer Bedeutung und Tragweite
Note 2

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