In der letzten Episode der dritten Staffel steht das Thema Hochzeit ganz im Mittelpunkt. Das wird schon bei einem flüchtigen Blick auf das Cover klar.
Man nähert sich dem Thema auf verschiedenerlei Weise und letztlich doch immer nur mit einem Ziel: Wann endlich wird Anne wissen, was sie will?
Für Annes Busenfreundin ist endlich der große Tag gekommen. Ein großes Fest steht an und Diana platzt geradezu vor Nervosität. In den Sommerferien nimmt Anne vorübergehend eine Aushilfslehrerstelle in einem entfernten Ort an und wird auch dort wieder mit dem Thema Heiraten konfrontiert.
Ohne Frage, die letzten Sommerferien und das abschließende Jahr auf dem Redmond-College in Kingsport kann man als ziemlich Turbulent für Anne bezeichnen. Von amüsanten bis hochemotionalen Szenen ist wieder einmal alles dabei. Vor allem zum Ende hin, erlebt man als Hörer eine wahre Gefühlsachterbahn. Eine solche kann natürlich nur so funktionieren wie hier, wenn man mit den unterschiedlichen Leuten mitfiebern kann - und das kann man nach dem, was man mit Anne nun schon alles erlebt hat, mittlerweile wirklich. Selbst wenn es manchmal darauf hinausläuft, dass man bei so viel Unentschlossenheit verzweifelt mit den Augen rollt.
Ob das Staffelfinale mit einem Happy-End abschließen kann oder nicht, das sei an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Jedenfalls sind gewisse Entwicklungen diesmal voll nach meinem Geschmack und so ist dies auch die für mich beste der vier neuen Folgen.
Die freundliche und warme Atmosphäre, die einem das Herz warm werden lässt (dagegen kann man sich selbst als hartgesottener Kerl nur schwer erwehren ;) ), ergibt sich sowohl aus der Klangkulisse, ebenso aber durch die Akteure.
Unter der Führung von Marc Gruppe und Stephan Bosenius tauchen hier alle Beteiligten völlig in ihre Rollen ein und es gibt nicht den kleinsten Moment der Unsicherheit, dass Marie Bierstedt nicht Anne, Dagmar von Kurmin nicht Marilla, Regina Lemnitz nicht Rachel Lynde, Simon Jäger nicht Gil und Uschi Hugo nicht Diana sein könnten. Auch wenn ich damit sicherlich nichts neues sage, aber diese Authenzität der einzelnen fiktiven Personen, die man genauso beim Gruselkabinett vorfindet, ist eine der allergrößten Stärken von Titania Medien.
Fazit: Schöner Abschluss der dritten Staffel, die insgesamt wieder einige lustige und emotionale Szenen aufzubieten hatte, selbst wenn es mir manchmals etwas an entscheidenden Entwicklungen gefehlt hatte. Diese bekommt man nun hier geboten und das gerade noch zur rechten Zeit. Ich hatte beim Hören ja fast schon ein bißchen Angst, dass die Folge unvermittelt mal abbricht und uns für lange Zeit weiter im Unklaren lässt.
Note 2+

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