Die Alster-Detektive melden sich mit einem neuen Fall zurück.
Kevin, der Freund und Bandkollege von Kokos Bruder, ist Opfer eines Kampfhundangriffs geworden. Der Hundehalter hat sich anschließend sofort aus dem Staub gemacht. Eine Ungeheuerlichkeit, welche die Alster-Detektive natürlich nicht auf sich beruhen lassen können. Und so nehmen sie die Fährte am Ort des Geschehens auf und finden tatsächlich eine heiße Spur...
Ähnlich wie beim Erstling hat man sich ein heißes Brennpunktthema aus dem Alltag heraus gegriffen, das immer wieder auch mal durch die Medien geistert. Bei der Diskussionsfrage Maulkorbpflicht contra Tierschutz kommt man erfreulicherweise ohne Plattitüden aus.
Das Hörspiel ist diesmal um einiges kürzer ausgefallen, was sich schon dadurch erklären lässt, dass man die vier Detektive bereits kennt und nicht mehr großartig vorstellen muss. So kann man sich diesmal noch direkter ins Abenteuer stürzen.
Dieses verläuft sehr linear und bietet wenig Wendungen und auch nicht wirklich Überraschungen. Es ist schnell klar, wer dahinter stecken könnte, und es geht im Prinzip nur noch darum, diesen zu überführen. Großer Vorteil dabei ist, dass der Fall nicht künstlich aufgeblasen wird und somit sehr authentisch bleibt. Dies gilt ebenfalls für die Handlungen und Dialoge der vier Nachwuchsdetektive. So möchte ich die Linearität im Handlungsverlauf auch gar nicht als Schwachpunkt werten, denn insgesamt betrachtet ist das Hörspiel wenn schon nicht hochspannend doch stets sehr unterhaltsam.
Natürlich wird auch diesmal wieder das Hamburgische Parlament in den Fall eingestreut. Diesmal erfährt man unter anderem, was eine Bürgerinitiative ist. So unaufdringlich eingestreut macht politische Bildung auf jeden Fall Spaß.
Der Sprechercast ist für eine kostenlos erhältliche Produktion schon beeindruckend. Leute wie David Nathan mal eben in einer kleinen Nebenrollen unterzubringen kann sich natürlich nur die Lauscherlounge erlauben, wenn sie die entsprechenden Sprecher ohnehin schon im Studio hat. Ein Wiederhören gibt es selbstverständlich mit den vier talentierten Nachwuchssprechern, Jochen Schröder als Opa Jost, Konstantin Bösherz als Konstantin, Yoshij Grimm als Kevin und Dietmar Wunder als Kommissar Bredeke.
Nebendem fällt vor allem die großartige Luise Lunow in einer größeren Rolle auf.
Musik und Geräusche sind erneut sehr stimmig eingefügt und so ist auch akkustisch für eine ansprechende Kulisse gesorgt.
Fazit: einfache schöne, entspannte Unterhaltung für junge aber auch ältere Hörer, die Spaß an solchen Jugendkrimis haben. Den Vergleich mit kommerziellen Produktionen braucht man keineswegs zu scheuen. Was aber auch nicht verwundert, wenn sich ein Profi wie Oliver Rohrbeck für die Regie verantwortlich zeigt und auch der Rest der Produktion von geübten Leuten aus der Lauscherlounge übernommen werden.
Note 2

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