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» Peter Lundt » 010) und der Dreiklang des Bösen

Cover - und der Dreiklang des Bösen

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» Jede Nacht weht geisterhafte Musik durch das alte Kapitänshaus im Blankeneser Treppenviertel. Ist es wirklich der Fluch der Papageienmumie, den ein Vorfahr der heutigen Bewohnerin vermacht hat? Oder sind es profanere Gründe, aus denen man die rüstige Kapitänswitwe in den Wahnsinn treiben will? Hat es jemand auf die Immobilie abgesehen? Peter Lundt glaubt jedenfalls nicht, dass Übersinnliches im Spiel ist. Schon gar nicht, als die berüchtigten Geisterjäger der "Detektei Drilling" das Spielfeld betreten. Was führen Lundts Kollegen Jonas, Robert und Pedro Jost im Schilde?
» Regie: Klaus Lauer-Wilms
» Musik: Stefan Ziethen
» Buch/Script: Arne Sommer
» Umfang (CDs): 1
» ISBN: 9783785738719

» VÖ: 2009-05-12
» eine Produktion von Lübbe AudioWebseite des Labels
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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Peter Lundt (010) und der Dreiklang des BösenAnna Schmidt tut einen neuen Fall auf, der im Hinblick auf das finanzielle endlich einmal wieder lukrativer erscheint. Eine alte Dame erlebt in regnerischen Nächten gruseliges. Seltsame Dreiklänge einer Geige dringen aus dem Dachboden des Hauses. Was steckt hinter dem eigenartigen Spuk? Legt es jemand darauf an die alte Frau aus dem Hause zu treiben? Das scheint ein naheliegender Verdacht zu sein, denn deren Tochter ist wohl daran interessiert, das Haus zu verkaufen und ihre Mutter in ein Altenheim zu bringen.

Natürlich stürzt sich auch Peter Lundt, der von dem Fall anfangs so gar nicht begeistert ist, zuallerst auf dieses altbekannte Motiv. Doch wäre er nicht der blinde Detektiv, wenn er seinen Blick nur stur geradeaus richten würde.
Allerhand skurille Gestalten laufen dem Ermittlerduo diesmal über den Weg. Zum einen ein Nachbar, dessen liebstes Hobby es ist, irgendwelche Texte auf offener Straße in Form von Selbstgesprächen zu rezitieren, zum anderen drei paranormale Ermittler der besonderen Art, die extra aus dem Süden Deutschlands angereist sind und in den Vorfällen ihre große Chance sehen.
Bei letzteren sind die amerikanischen Vorbilder kaum zu verkennen. Ein Wohnwagen, wenngleich auch ein rollender, das Trio in noch recht jugendlichem Alter und dann auch noch selbstentworfene Visitenkarten mit interessanten Texten. Zum Glück übertreibt man es mit den parodistischen Anleihen allerdings nicht und gibt sich somit nicht der Lächerlichkeit preis. So sind es Parallelen über die man genüßlich schmunzeln kann. Die drei Jost-Brüder bieten aber genug, um auch als eigenständige Charaktere zu unterhalten.

Die trocken-direkte Art und die köstlichen Dialoge sind bereits von der allerersten Minute an das Kennzeichen der Serie gewesen. Ohne wäre sie wohl längst nicht so einzigartig und besonders. Es macht einfach riesengroßen Spaß, wie Peter Lundt und seine Assistentin Anna Schmidt miteinander kommunizieren.

Die Atmosphäre dieser Episode kommt ziemlich gemütlich rüber und dennoch vergeht die Zeit beim Hören wie im Fluge. Schöne Locations (ein staubiger Dachboden mit leicht exotischem Flair, ein Schrottplatz und nicht zuletzt die Nähe zum Wasser) sowie die bereits erwähnte Charakterenvielfalt, die auch durch die entsprechend überzeugenden Sprecherbesetzungen ihren Ausdruck finden, zeichnen sich dafür hauptverantwortlich.

Der Fall ist gar nicht mal so außergewöhnlich, auch wenn er nett aufgezogen ist und einige schöne Ideen mit sich bringt. Am interessantesten wird es eigentlich immer dann, wenn man gerade nicht mehr weiß, was der blinde Detektiv denn nun genau vorhat. Allerdings hat mich das Motiv für den Spuk am Ende dann doch nicht völlig überzeugen können. So sonderlich wahrscheinlich hört sich das nicht an.
Dennoch, über diesen Makel kann man hinwegsehen, da man die ganze restliche Zeit sonst wirklich prima unterhalten wird - mit einem Fall, der ansonsten sehr stimmig aufgezogen ist.

Elena Wilms und Mark Bremer stehlen den anderen Akteuren beinahe komplett die Show. Allenfalls die drei Jungs aus Freiburg (Tammo Kaulbarsch, Tobias Schmidt, Leonhard Mahlich) haben ein Wörtchen mehr mitzureden. Die restlichen Rollen geraten da fast schon ein wenig ins Hintertreffen, obgleich Leute wie Tetje Mierendorf, Angela Quast, Astrivd Kollex oder Rosemarie Wohlbauer ihre Sache wirklich prima machen. Gestört hat mich einzig der Auftritt von Sabine Hahn, allerdings nicht etwa aufgrund einer schlechten Darbietung, mich stören einfach markanten Doppelbesetzungen innerhalb einer Serie. Die letzte bedeutende Rolle in der vorherigen Folge ist mir jedenfalls noch zu gut im Ohr.

Die Musik ist an vielen Stellen leider noch immer zu wiederholungslastig, heißt man bekommt im Prinzip schon seit den Anfängen etwas zu oft immer wieder die gleichen Klänge zu hören. Diese sind zwar grundsätzlich klasse und fallen einem so auch nie auf die Nerven, aber man lässt damit natürlich unglaublich viel Luft nach oben.

Fazit: Peter Lundt versteht es weiterhin mich bestens zu unterhalten. Der Fall ist an sich nicht herausragend und weißt sogar kleinere Schwächen bei der Glaubwürdigkeit des Motivs auf, ist aber ansprechend genug aufgezogen, um über die komplette Spielzeit prima bei Laune zu halten.

Note 2+


4


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Sprecher

SprecherRolle
Mark Bremer Peter Lundt
Elena Wilms Anna Schmidt
Tetje Mierendorf Oliver Zornvogel
Angela Quast Sally Vation
Tammo Kaulbarsch Jonas Jost
Tobias Schmidt Pedro Jost
Leonhard Mahlich Roberto Jost
Rosemarie Wohlbauer Henriette Hansen
Astrid Kollex Karin Hansen
Gustav-Adolph Artz Erich Zann
Oliver Rohrbeck Torsten Tafelbach
Kerstin Draeger Kellnerin
Sabine Hahn Ältere Dame
Jürgen Holdorf Museumsmitarbeiter
Klaus Lauer Verkehrsfunk


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