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» Gruselkabinett » 039) Der Tempel

Cover - Der Tempel

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13 / 15

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» In den Kriegswirren eskaliert die Situation an Bord des deutschen U-Bootes U29. Hat das merkwürdig aggressive Verhalten der Mannschaft etwas mit einer aus Elfenbein gefertigten Statue eines Lorbeer-bekränzten Jünglingshauptes zu tun, die der Hand eines toten feindlichen Seemannes entwunden wurde…?
» Produktion: Stephan Bosenius, Marc Gruppe
» Regie: Stephan Bosenius, Marc Gruppe
» Buch/Script: H. P. Lovecraft, Marc Gruppe
» Umfang (CDs): 1
» ISBN: 9783785741443

» VÖ: 2009-11-06
» eine Produktion von Titania MedienWebseite des Labels
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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Gruselkabinett (039) Der TempelEr ist der letzte. Doch bevor er es wagt an die Meeresoberfläche zu gelangen, will der Kapitänleutnant unbedingt dokumentieren, was ihm und seiner Mannschaft wiederfahren ist und was sie am Ende ihrer Reise entdeckt haben. Unglaubliches!

Die deutsche U-Boot-Besatzung der U29 kreuzt 1917 zur Zeit des ersten Weltkriegs vor der mexikanischen Halbinsel Yukatan, um dort feindliche Transportschiffe zu torpedieren, um auf diese Weise den Nachschub für die gegnerischen Truppen zu verhindern. Während des Einsatzes gegen die Victory wird beim Auftauchen ein Toter auf das Deck des U-Boots geschwemmt. Augenscheinlich gehört er allerdings nicht zur Besatzung der Victory. Das einzige, was die Männer bei ihm finden ist ein eigenartiger Anhänger aus Elfenbein, den sie an sich nehmen, bevor sie den Toten wieder den Fluten übergeben. Doch bereits dabei geschieht das Seltsame.

Und genau dies soll dafür sorgen, dass der Rest des Einsatzes noch unangenehmer verläuft als es aufgrund der Ferne von der Heimat und der Einsamkeit und nahezu ständigen Dunkelheit unter dem Wasser ohnehin schon der Fall ist. Die Unruhe innerhalb der Mannschaft nimmt von Tag zu Tag weiter zu, der Aberglaube einiger Mitglieder fällt auf äußerst fruchtbaren Boden, so sehr der Kapitän auch versucht, seine Leute in den Griff zu bekommen. Doch all dies ist erst der Beginn.

Eine bessere Kulisse kann man für solch eine Geschichte eigentlich gar nicht wählen. Der klaustrophobische Raum des U-Boots wird ständig genährt von der eindrucksvollen Untermalung. Steter Begleiter ist vor allem in der zweiten Hälfte der Geschichte ein tiefes Dröhnen und Brummen, das dann und wann zu einem die Beklemmung nur noch mehr untermauerenden unbehaglichen Klangmix anschwillt.
Titania kostet den besonderen Raum gekonnt aus, verzichtet auf die sonst oftmals vorherrschenden eher freundlich gestimmten Klänge, sondern packt die volle Palette an unangenehmen und kalten Intonationen aus, die zusätzlich noch mit einer grandiosen Geräuschkulisse garniert werden. Seien es die Momente, wenn sich die Mannschaft oberhalb der Wasseroberfläche befindet oder noch viel eindrucksvoller, wenn das dröhende Klopfen einer unbekannten Kreatur an den Außenwände des U-Boots im Inneren wiederhallt.

Langsam aber stetig steigert die Erzählung H.P. Lovecrafts die Unerträglichkeit der Situation, um in einem fulminanten Finale die Spannung auf ein nahezu unerträglicher Maß hinaufzuschrauben. Wahrhaftig zählt Lovecraft nicht umsonst noch heute zu den Meistern des Horrorsuspense.
Dass auch diese Erzählung im Rückblick stattfindet und man das Ende somit bereits von Anfang an kennt, kann dem Spannungsgrad absolut nichts anhaben.

Eine Gruselkabinett-Geschichte voll nach meinem Geschmack, welche endlich auch dem Reihennamen vollauf Rechnung trägt.
Mit der Basis von Lovecrafts großartiger Erzählung, erhält dieses Hörspiel seinen vollen Reiz aber erst durch die bereits geschilderte erstklassige Atmosphäre und die phantastischen Sprecher. Insbesondere Erich Räuker als Kapitänleutnant ist eine absolut würdige Besetzung. Neben diesem hat Dennis Schmidt-Foss die größte Rolle inne, die er mindestens ebenso eindrucksvoll spielt. Beim Rest der Bes(e)atzung trifft man auf Sprecher, die man innerhalb des Gruselkabinetts in letzter Zeit häufiger mal gehört hat. Doch stört diese Wiederholung hier nicht weiter.

So man denn überhaupt etwas kritisieren kann, dann dass Szenen wie die Explosion unter Deck im Dialogbuch noch etwas lebendiger (beispielsweise mit einer rotierenden Mannschaft, die dem Problem Herr zu werden versucht) und weniger distanziert hätten umgesetzt werden können.

Fazit: Eine Geschichte, die einen von der ersten Minute an in ihren Bann schließt und nicht mehr loslässt. Der klaustrophobische Raum, in dem sich diese Erzählung abspielt ist wie geschaffen für großes Grauen und dank der eindrucksvollen akkustischen Umsetzung der Titanen, die diesmal nicht viel mit den sonst häufig vorherrschenden freundlich-schaurigen Klängen zu tun haben, wird dieses Hörspiel zu einem absoluten Genuß. Ein Muss!

Note 1


5


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Sprecher

SprecherRolle
Erich Räuker Kapitänleutnant
Dennis Schmidt-Foss Leutnant Klenze
Andreas Mannkopff Bootsmann Müller
Tommy Morgenstern Seemann Böhm
Bodo Wolf Seemann Schmidt
Tom Vogt Seemann Zimmer
David Turba Seemann Traube


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» Hörer-Meinungen (1)
Daniel Klages (www.hoerspiel-freunde.de) schrieb am 17.11.2010 10:58:31 Uhr
Bewertung: 13 / 15

Mir gefiel der Tempel sehr gut. Nach dem Finden der Figur zieht sich für mein Empfinden die Ausdünnung der Board-Crew ein wenig und kommt durch die sachliche Art des Kaleus recht trocken rüber. An anderer Stelle, nämlich genau beim Auftauchen der Figur bekommt man den Grusel fast schon vorgeschrieben. Entsetzt verzweifelte Sprecher, schaurige Musik... das ist wie das Klatschen bei einer SitCom - bitte schaudern sie sich jetzt. Das schöne ist, dass man sich in dieser Folge auch mal wieder schaudern kann und die gennanten Punkte von mir nur Haare in der Suppe sind....in der tiefen Suppe... in der düsteren abgrundtiefen Suppe.
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