Finnis und Rios sind noch längst nicht am Ziel angekommen. Und so geht die Reise weiter.
Nach einem kurzen Aufenthalt in einer prachtvollen Stadt geht es mit einer Karavane direkt ins Ödland der Wüste, in welcher nicht nur die Hitze eine tödliche Gefahr darstellt. Den beiden gelingt es auf findige Weise noch einen Platz in der begehrtesten Gruppe zu ergattern. Auch wenn die Reise anfangs zwar strapaziös verläuft, tut sie das doch auf ruhige Art und Weise. Erst als sich ein undurchschauberer Zwischenfall ereignet wird es deutlich ungemütlicher...
Die Reihe bleibt in vielerlei Hinsicht weiterhin reizvoll. Die schwelenden Mysterien, die sich nur zögernd offenbaren, und vor allem die im Mittelpunkt stehenden Charaktere sind vielschichtig ausgearbeitet und so findet sich in den Dialogen immer wieder interessantes. Obwohl man erwähnen muss, dass einiges so langsam aber sicher auch schon mal leicht überstrapaziert erscheint. Und damit sind wir eigentlich bereits beim großen Problem angelangt, welches sich vor allem in den letzten Folgen immer breiter gemacht hat, zwar schon von Beginn an latent vorhanden war, sich dort aber aufgrund der vielen neuen Entwicklungen noch nicht derart entfaltet hat. Jetzt spürt man aber umso deutlicher wie langgestreckt vieles ist. Vor allem hinsichtlich des Aufbaus ähnelt diese Episode stark dem Vorgänger, mit einem eher bedächtigen Beginn und vielen Dialogen, die einen mit neuen Reisegefährten bekannt machen, und der spannendsten Entwicklung im letzten Drittel des Hörspiels. Das letzte Drittel bricht bei einer Laufzeit von knapp 80 Minuten natürlich recht spät an. Bis dahin geht es zwar nicht unbedingt langweilig, für meine Begriffe aber doch eher ereignislos und nur bedingt spannend zu.
Hinsichtlich der Sprecherleistungen verharrt man weiterhin auf einem soliden, aber nicht völlig überzeugenden Niveau. Am Spiel der einzelnen Sprecher lässt sich noch gehörig arbeiten, auch wenn die beiden Protagonisten ihre Sache schon recht ordentlich machen. Die meisten Dialoge kann man aber genießen ohne ständig aus dem Hörfluss gerissen zu werden. Nichtsdestotrotz wartet da noch ein gehöriges Stück Arbeit für die nächsten Hörspiele.
Die Musikuntermalung empfinde ich dagegen als gelungen. Atmosphärische und passende Klänge machen einem dieses Fantasy-Abenteuer immer wieder schmackhaft. Mein Wunsch an die nächste Staffel sind dennoch neue Stücke und eine somit noch eine bessere Möglichkeit der Variation.
Fazit: Man verbleibt auf einem soliden Niveau, dennoch ist mein Interesse in den letzten beiden Hörspielen doch ein gewisses Stück abgesackt. Da darf man demnächst doch ein wenig an Tempo zulegen und vor allem am "Sprecherproblem" arbeiten.
Note 3+

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