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Cover - Staffel 2


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Es geht spannend weiter - mit der zweiten Staffel von Darkside Park. Sechs verschiedene Menschen, sechs verschiedene Schicksale und ein Geheimnis, das alles miteinander verbindet...

» Produktion: Ivar Leon Menger
» Buch/Script: Hendrik Buchna, Raimon Weber, Simon X. Rost, John Beckmann, Christoph Zachariae
» Umfang (CDs): 6

» ISBN: 9783942261012

» VÖ: 01.03.2010
» eine Produktion von Psychothriller GmbHWebseite des Labels


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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Zusammen mit der ersten Staffel der Mystery-Reihe "Darkside Park" ist bereits auch die zweite erschienen. Nachdem man als Hörer anfangs etwas länger hat warten müssen, geht es mit dem neuen Konzept direkt in die vollen.

Die verbotene Lichtung
Die zweite Staffel startet mit einer Geschichte aus der Feder von Hendrik Buchna. Dieser ermöglicht uns hier eine gänzlich neue Perspektive auf die Ereignisse. Allerdings ist diese auf den ersten Blick recht weit von dem entfernt, was wir in den ersten sechs Teilen zu hören bekommen haben, so dass das Interpretationsspektrum recht umfassend ist.

Ein Indianerstamm, der in den Wäldern lebt, die heute wohl in etwa die Gegend von Porterville eingrenzen, steht kurz vor dem Ende. Der lange Winter will kein Ende nehmen und zerrt mit brutaler Macht an den Kräften des Stammes. Doch scheint es nicht allein das eisige Wetter zu sein, irgendein Geheimnis, das besser unausgesprochen bleibt, zollt ebenfalls seinen Tribut.
Der junge Lay-Tohan ist verzweifelt. Als ein junges Mädchen zu dem Stamm vorstößt und den Schamanen nach der verbotenen Lichtung befragt, kann er nicht mehr länger zuschauen. Er muss selbst etwas unternehmen.

Diese Geschichte weist schon fast Lovecraftsche Züge auf - ob sich dieser Eindruck eher aus dem hochgeheimnisvollen und verwirrenden Inhalt oder aber mehr von der Interpretation durch David Nathan lebt, vermag ich nicht genau zu sagen. Die Erzählung ist aber, ähnlich den Lovecraftschen Werken, mit allerlei Andeutungen und subtilen Umschreibungen behaftet, die einen schnell in ihren Bann ziehen.

Ich kann mir wahrlich keinen besseren Interpreten für eine solche Geschichte als David Nathan vorstellen. Es gelingt ihm perfekt, die Verzweiflung, Angst und Ungewissheit zu transportieren und stets etwas unterschwellig bedrohliches in seine Stimme zu legen. Vor allem, wenn er ansetzt, die geheimnisvolle Stimme aus dem Nichts zu intonieren, läuft einem mehr als nur ein Schauer über den Rücken. Das ist einfach nur großartig und genau der Grund, weshalb ich Nathan nach wie vor zu den Favoriten unter den Hörbuchsprechern zähle.

So sanft wie die Geschichte mit tierischen Lauten untermalt wird, endet sie schließlich wieder. Eine schöne Idee, die durchaus ausbaufähig ist.


Porterville Steaks
Er macht sich umgehend von New York auf nach Porterville, als er den Hilferuf von Sarah Freeman erhält. Auf dem Rücksitz schreit sein Sohn im Schlaf während er von der Fahrbahn abkommt.
Wenig später in der Wohnung von Sarah Freeman und ihrem Verlobten: niemand, nichts. Es muss die richtige Adresse sein, doch von den beiden ist nicht die geringste Spur zu entdecken. Haben sie jemals hier gelebt? Waren die beiden überhaupt jemals in Porterville? Glaubt man den Aussagen der Bewohner, so haben sie hier niemals existiert. Doch Douglas hat einen Beweis, der das Gegenteil beweist.

Nachdem sich die letzte Geschichte einem etwas anderem Kapitel zugewandt hatte, beginnt man nun wieder die bisher angebrochenen Handlungsstränge weiter zu verknüpfen und aus neuen Perspektive zu beleuchten. Genau dieses Konzept, das einem nach und nach immer neue Details enthüllt, einen aber doch in vielen Punkten noch immer völlig in unklarem zurücklässt, macht den größten Reiz dieser Mystery-Thriller-Reihe aus.
Mit dem Vorwissen, das man als Hörer inzwischen besitzt, spürt man das Unheil an allen Ecken und Enden förmlich hervorkriechen und möchte dem Protagonisten am liebsten entgegenschreien, so schnell wie möglich den Rückwärtsgang einzulegen und Porterville zu verlassen solange dies noch möglich ist. Wie erwartet, kommt es schlussendlich aber zu der erwarteten bösen Entwicklung. Doch konnte man keineswegs dieses verwirrenden Ende absehen, mit dem es einem Raimon Weber nicht gerade leicht macht. Da werden doch gewisse Erinnerung an Webers Hoch-Zeit in Gabriel Burns wach.
Das ganze hätte ich mir prinzipiell auch gut als Hörspiel vorstellen können. Nun hat man sich aber für die reine Hörbuchumsetzung entschieden. Und wenn man Leute wie Simon Jäger ans Mikro holt, darf man im Prinzip ohnehin schon beinahe von einem Ein-Mann-Hörspiel sprechen. Besonders beeindruckt war ich von seiner Darbietung als Jerry. Wenn dieser mit "Hallo, hier ist Jerry" das Haus von Sarah Freeman betritt, gibt es nicht den geringsten Zweifel, dass im nächsten Moment ein kleiner Junge vor einem stehen wird, würde man um die Ecke blicken, die einem aktuell noch den Blick verstellt.


"Das kalte Licht"
ist die erste Geschichte innerhalb des Darkside Park Kosmos aus der Feder von Simon X. Rost. Und zugleich eine, die inhaltlich wieder einiges an neuen Erkenntnissen, aber auch Fragen, aufwirft.

Das Konzept, dass man mit jeder Folge ein wenig mehr vom großen Mysterium in Porterville erfährt, wird beibehalten. Zudem geht man zusätzlich daran, die einzelnen Fäden immer mehr miteinander zu verquicken und so ein großes Netz zu spannen, das einen immer weiter ins Zentrum hineinzieht.
Diesmal sind es erneut die Kühlschränke, die im Kern der Geschichte stehen. Eine perfide Idee, die ungewöhnlich wie unheimlich zugleich ist.

Chips Erzählung unterhält von der ersten Minute an. Das Schicksal des Kleinkriminellen macht einfach neugierig. Wüsste man nicht schon von den lauerenden Gefahren, die von Chips neuem Job ausgehen, würde man die Geschichte anfangs als unterhaltsames, aber harmloses Kapitel abhaken. Doch wie erwartet geht die Sache alles andere als gut aus. Doch die Art und Weise, wie sich die Dinge hier zuspitzen, bietet so manche faustdicke Überraschung. Richtig fies ist aber das Ende, welches einen inmitten des Höhepunkts aus der Erzählung herausreißt.

Gelesen wird dieses Kapitel von Martin Kessler. Zwar ist mir dieser in verschiedenen Hörspielrollen bereits begegnet, ihn als Hörbuchsprecher zu hören, war jedoch eine neue Erfahrung. In den allerersten Minuten noch ein klein wenig ungewohnt, anschließend aber einfach nur enorm unterhaltsam und vor allem sehr passend zum Charakter der Geschichte. So verblasst Kessler keineswegs im Schatten seiner namhaften Vorgänger - im Gegenteil, vermag er dem großen ganze eine weitere neue interessante Facette hinzuzufügen.


Lauter nette Damen
lautet der Titel der zweiten Geschichte von John Beckmann. Dass diese weitaus weniger nett sind, als das im ersten Moment suggeriert wird, war zu erahnen. Doch die Selbstverständlichkeit mit der bestimmte Taten der Damenschaft geschildert werden ist schlicht perfide. Dies führt im ersten Moment oftmals nur zu leichten Irritationen und man ist sich nicht wirklich sicher, ob man die Sätze vielleicht nur in den falschen Kontext gestellt hat. Doch dem ist nicht so.
Die Damen verfügen über ein Wissen, das den bislang größten Einblick in das Geheimnis von Porterville bietet. Zumindest wäre dies theoretisch möglich. Denn praktisch ist man als Hörer vielfach einfach nur verwirrt, obgleich so manche weitere Querverstrebung gezimmert wird. So kommt es, dass man letztlich mit tiefen Grübelfalten aus der teils schon fast surreal anmutenden Erzählung aussteigt ohne letztlich wirklich viel schlauer zu sein.

Das nicht wahrhaben wollen bestimmter am Rande immer wieder aufs neue eingestreuter Absonderlichkeiten, weil es schlichtweg nicht zum suggerierten Bild passen kann, ja gar nicht passen darf, sorgt nicht nur für Verwirrung sondern für Faszination gleichermaßen.
Das neueste Kapitel ist wiederum ganz anders als das bislang gehörte - und dennoch fügt es sich perfekt in den großen Kosmos ein.

Luise Lunow ist diejenige, welche diese Erzählung vorträgt. Sie agiert sehr bemüht und passt auch gut zu den im Mittelpunkt stehenden Rollen. Gerade die Selbstverständlichkeit und Gelassenheit mit der sie bestimmte Ereignisse schildert trägt maßgeblich zum im vorherigen Absatz geschilderten Effekt während des Hörens bei.


to be continued...



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