Alles beginnt auf dem Schrottplatz der Familie Jonas. Justus, Peter und Bob sind gerade dabei die Theaterrequisiten zu verräumen, die Onkel Titus eben erst zu einem Spottpreis eingekauft hat, als Mr. Pritchard vom Theater auftaucht und vom Kauf der Kulissen plötzlich nichts mehr zu wissen scheint. Wer aber, wenn nicht Mr. Pritchard hat Onkel Titus die Kulissen so kurz vor Beginn der Proben telefonisch verkauft? Will hier jemand dem Theater schaden?
Die drei ??? stellen nicht nur Recherchen an, sondern statten den Proben auch direkt einen persönlichen Besuch ab.
Fängt die Erzählung mit der kurzen Episode auf dem Gebrauchtwarencenter recht ordentlich an, ließe sich der Erzählfluss in den darauffolgenden Szenen deutlich verbessern. Allein die Proben am Theater, denen wir dort lauschen, hätte man problemlos auf ein Minimum zusammenkürzen können, denn sonderlich spannend ist das, was uns dort geboten wird, nicht. Immerhin haben wir es mit einem absoluten Laientheater zu tun. Um dies deutlich zu machen, hätten jedoch wesentlich kürzere Ausschnitte aus dem Probenalltag genügt. Der Fokussierung auf die handlungsmäßigen Highlights, die beispielsweise mit dem Auftritt des Phantoms durchaus vorhanden sind, hätte dies letztlich nur genutzt. Blickt man ein wenig zurück, findet man mehrere Geschichten der drei ???, in denen die Bühne im Mittelpunkt steht. Vergleicht man die Umsetzung dort mit dem heutigen Stand, so fallen einige Unterschiede auf. Unterschiede, die dafür sorgen, dass die damaligen Ergebnisse meist um einiges kurzweiliger erscheinen.
Warum muss beispielsweise der Erzähler für Zusammenfassung herhalten, wenn man solche problemlos in aller Kürze in Dialoge einbetten könnte.
Trotz erwähnter Lichtblicke fällt die Geschichte durch die zu wenig zielgerichtete Inszenierung farblos aus. Dass die Ideen nach fast 140 Folgen nicht mehr ganz neu sind, mag man verzeihen. Ebenso, dass die Pläne der Diva zugegebenermaßen etwas eigenwillig erscheinen - aber da gab es zugegebenermaßen auch schon deutlich konstruierter Plots.
Rein von der Grundsubstanz wäre also - wenn wohl auch nur knapp - ein gutes Hörspiel möglich gewesen. Doch so richtig will das Ganze nicht zünden. Andererseits muss ich wiederum gestehen, auch schon deutlich schlechtere Hörspiele innerhalb dieser Serie gehört zu haben.
Die Untermalung mit Musik kann man wohlwollend als okay bezeichnen, man muss jedoch konstatieren, dass das Ergebnis insgesamt sehr nichtssagend ist. Da bleibt nicht viel an besonderer Atmosphäre im Ohr hängen. Das war zweifellos schon einmal anders.
Lichtblicke finden sich am ehesten beim Sprechercast. Schauspieler wie Sascha Rotermund und Simona Pahl vermögen sich gut in ihre Rollen zu versetzen.
Fazit: zahlreiche Passagen, die sich problemlos zugunsten eines höheren Tempos hätten stutzen bzw. lebendiger hätten gestalten lassen, ein Fall, der zwar solide, aber nicht bis ins letzte überzeugend ist, eine Untermalung, die kaum über die Beschreibung zweckdienlich hinauskommt, macht insgesamt ein recht mäßiges Abenteuer. Nicht wirklich schlecht, aber eben auch nicht wirklich gut.
Note 3

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