Erneut bereiten sich die Mächte der Finsternis zu einem großen Schlag vor. Das bekommen vor allem John Sinclair und seine Freunde zu spüren. Ein neuer, sehr mächtiger Gegenspieler scheint die Bühne betreten zu wollen. Doch davon ahnen die Kämpfer für das Gute zunächst noch nichts. Eine geheimnisvolle Höllenkutsche, die allnächtlich kurz nach Mitternacht am Fuße des Berges eines Schlosses mit einer schauerlichen Geschichte auftaucht, erregt die Aufmerksamkeit. Wer steckt dahinter? Dämonen der Hölle oder vielleicht doch nur Dorfbewohner, die ein wenig für Gruselstimmung sorgen wollen? Beim Austieg zum Schloss erleben John und Bill so einige Überraschungen.
Erneut eine Episode, die es vortrefflich versteht Gruselatmosphäre und eine actionreiche Handlung miteinander zu verknüpfen. Nach einer recht langen, fast schon ein wenig untypischen, aber sehr atmosphärischen Schilderung über die Geschichte der Burg, verweilt man zusammen mit John Sinclair, Bill und dem ehemaligen Diener des Burggrafen am Fuße des Berges, um die Ankunft der Höllenkutsche abzuwarten. Zur gleichen Zeit spielt sich auf Londons Friedhöfen eigenartiges ab und es deutet alles darauf hin, dass die Ghouls unter der Führung Grimes wieder zugeschlagen haben. Suko und Shao, die sich der Sache annehmen laufen schnurstraks in eine Falle.
Das Tempo zieht nach dem bewusst gemächlichen Beginn deutlich an und so gelingt es auch kleinere Schwächen bei der Story zu überbrücken. Insgesamt geht es sehr spannend zur Sache und wer nach kurzweiligem Grusel-Fast-Food sucht ist mit dieser Serie weiterhin goldrichtig.
Hinsichtlich einiger Nebenrollen dürfte sich die Serie zwar noch etwas abwechslungsreicher präsentieren, alles in allem fallen die wiederholten Besetzungen aber kaum störend ins Gewicht. Neben den Hauptrollen John Sinclair (Frank Glaubrecht), Bill Conolly (Detlef Bierstedt), Suko (Martin May) und Shao (Silke Haupt) trifft man auf Sprecher wie Peter Groeger, Jörg Hengstler, Klaus Sonnenschein oder Walter Gontermann.
Übermäßig viel Tiefgang offenbart erwartungsgemäß keine der Rollen, aber hinsichtlich der erbrachten Leistungen gibt es nichts zu beanstanden.
Ebensowenig beim Einsatz von Musik und Effekten. Oliver Döring und sein Team wissen ganz genau, wie man dies am treffsichersten einsetzt, um dem Hörer einen ordentlichen Schreck einzujagen oder eine sanfte Gänsehaut über den Rücken laufen zu lassen.
Fazit: prima Unterhaltung. Sinclair-Fans dürften zufrieden sein. Man findet das richtige Mittelmaß aus Grusel und Action, dazu noch eine gelungene Bearbeitung - ich denke mehr braucht und erwartet man bei/von der Serie nicht.
Note 2+
