Eine Bande von Verbrechern hat ein Mädchen gekidnappt, um auf diesem Wege an Geld zu kommen. Allerdings haben sie nicht mit der Hartnäckigkeit des Mittelsmannes gerechnet, den die Eltern des Kindes eingeschaltet haben. Ein äußerst erfahrener und tougher Typ. Allerdings lässt auch diesen die Begegnung am Galgenberg nicht kalt, wo ein erstes Treffen vereinbart worden ist. Denn wer legt sich auch schon gerne mit den Mächten der Hölle an?
Diese treten hier in Gestalt von Höllenwurm Izzy auf. Wenngleich dieser auch noch nicht ganz direkt in Erscheinung tritt. Sehr wohl aber seine Helfer und Helfershelfer. So darf man sich schon recht früh auf eine gruselige Wende auf dem Galgenberg freuen. Wahrhaft eine gelungene Szene und die Vorstellung von Würmern, die einen Körper bei lebendigem Leib auffressen hat schon mehr als nur Gänsehaut-Qualitäten. Da ist es allerdings etwas schade, dass man nach diesem gelungenen Start in Sachen Grusel im weiteren Verlauf eher abbaut statt noch einen drauf zu setzen. Denn mit verzerrten Stimmen werden die eher plumpen Dialogtexte der Befallenen nicht unbedingt unheimlicher.
„Sie haben es diesmal nicht nur mit Dämonen zu tun, sondern auch mit Verbrechern aus Fleisch und Blut“. So der Wortlaut von James Powell. Das lässt vermuten, dass dieses Abenteuer für den Geisterjäger von einer ganz besonderen Qualität ist. Ist es allerdings nur bedingt, denn als wirklich große Gefahr erweisen sich die Kidnapper nicht gerade.
Mit 43 Minuten ist das Hörspiel eher kurz gehalten und damit ein Spiegelbild der eher einfachen Geschichte. Arg viel mehr hätte man hier kaum herausholen können ohne riskieren zu müssen, dass sich Langeweile einstellt.
Die gelungene Akustik und hochkarätiger Cast bleiben weiterhin eine der großen Stärke der Serie, auf die man sich blind verlassen kann. Damit vermag man ebenfalls nochmals ein paar Pluspunkte zu sammeln.
Denn schlecht ist dieses Abenteuer nicht. Wenn auch inhaltlich nicht besonders ausgefeilt und damit auch nur mäßig spannend. Allerdings gibt es ein paar ziemlich gelungene Szenen.
Fazit: Stärken und Schwächen halten sich hier die Waage. Zum einen vermag man mit gruseligen Ideen zu punkten, andererseits ist die Entführungsgeschichte nicht so ergiebig, wie man sich das anfangs erhofft. Die direkte Konfrontation des Sohn des Lichts mit den Helfern des Höllenwurms dagegen ist eher plump geraten und ist absolut austauschbar.
Note 3+

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