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Cover - Die Bibliothek der Leiden / Alles aus Liebe / Völlig vertiert

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Durchschnitts-Kurzwertung:

14 / 15

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» Ein Profiler mit einem implantierten, photographischen Gedächtnis wird von der Last der unaufhörlichen Bilderflut erdrückt; ein junges Künstlerpaar muss feststellen, was es heißt, eine lebendige Installation an einen rüden Geschäftsmann zu verkaufen und ein Einsatzkommando hat einen außerirdischen Tierhändler zu stellen, ohne auch nur im Geringsten zu wissen, wie dieser aussieht.
» Produktion: Lausch - Phantastische Hörspiele
» Regie: Günter Merlau
» Musik: Günter Merlau

» VÖ: 2008-03-29
» eine Produktion von LauschWebseite des Labels
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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Punktown (001) Die Bibliothek der Leiden / Alles aus Liebe / Völlig vertiertPunktown - das ist das neueste Hörstück aus dem Hause Lausch, eine Mischung aus Erzählung und Hörspiel - drei düstere Geschichten auf drei CDs.

Die Bibliothek der Leiden
Der dichte, beklemmende Klangteppich brandet einem bereits in den ersten Minuten an die Ohren. Eine Welt, so fremd und gänzlich anders als diejenige, die man gemeinhin zu kennen scheint. Eine Szenerie, die nur aus grau, schwarz und knalligstem blutrot zu bestehen scheint - genauso wie es schon die optische Aufmachung suggeriert. Grausam, unmenschlich und zugleich doch elegant emotional, so präsentiert sich die Schilderung des Polizisten Mac Diaz, der neben seiner verstörenden Arbeit noch mit ganz anderen Problemen aus seinem Privatleben zu kämpfen hat.
Obgleich sich der Teil des Erzählens am umfangreichsten darstellt, gelingt es mit kurzen Hörspielsequenzen zusätzlich das Unheimliche zu verstärken. Insbesondere die leicht verzerrte Stimme Elga Schütz lässt einem hier eine dicke Gänsehaut über den Rücken kriechen.
Wer sich mehr bei Hörspielen denn bei Lesungen zuhause fühlt, der könnte sich mit dem Einstieg in dieses Genre etwas schwer tun. Allerdings macht Bernd Hölscher als Ich-Erzähler einen absolut herausragenden Job.

Alles aus Liebe
Mit knapp 65 Minuten nimmt sich diese Geschichte einiges an Zeit für die Entwicklung. Dabei steuert die Handlung immer mehr in eine Richtung, die man anfangs so nicht vermutet. In wechselnden Sequenzen schildern Simona Pahl und Martin Schleiß die Geschehnisse, Gedanken und Gefühle eines Paares, angefangen vom ersten Kennenlernen bis hin zu einem künstlerischem Experiment, das ohne gleichen zu sein scheint, ganz der Geschichte entsprechend gleichermaßen faszinierend wie verstörend erscheint und bei der die sexuelle Komponente zwar einen wesentlichen, aber nicht den entscheidensten Teil spielt. Ein Schrecken, der feinfühlig seine Fäden ins heimische Wohnzimmer ausstreckt und sich dort zu einem dichten Netz verflechtet.
Eine gänzlich andere Darstellung. Abwechslungsreicher, vielschichtiger und damit auch die stärkste dieser Sammlung an Kurzgeschichten aus der Feder Jeffrey Thomas. Die Inszenierung lässt das ganze zusätzlich zu einem pulsierenden Fremdkörper werden, der in gewisser Weise dem Realen doch verdammt nahe kommt. Ganz stark!

Völlig vertiert
Die dritte Geschichte schließlich bietet den höchsten Thrill-Faktor. Eine Jagd durch ein Wohnhaus, wilde Kreaturen und die Ungewissheit, was hinter der nächsten Ecke lauert. Mit knapp 30 Minuten allerdings die kürzeste Episode, dennoch nicht weniger faszinierend. An die Tiefe der vorhergehenden Geschichte knüpft man aber nicht ganz an.
Die Inszenierung ähnlich "Die Bibliothek der Leiden". Die Atmosphäre des kulturellen Schmelztiegels wird dabei in besonders gelungener Weise eingefangen. Allerdings ist auch hier der Erzähleranteil deutlich höher als die Hörspielszenen. Da aber ebenfalls phantastisch agiert, steht dem Hörvergnügen insgesamt nichts im Wege.

Fazit: Kein ganz leichter Stoff für Jedermann, aber das ist man von den Lauschern ja gewohnt. Hier steht das Wort Hörkunst im Mittelpunkt und wird mit verschiedenen Experimenten immer wieder neu interpretiert. Großartige Inszenierung, fesselnde Erzählungen. Einzig den Hörspielanteil könnte man für meinen Geschmack insgesamt vielleicht noch etwas erhöhen.

Note 1-


4


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Ja Nein



Sprecher

SprecherRolle
Bernd Hölscher Erzähler / MacDiaz
Jürgen Holdorf Knickers
Elga Schütz Mutter Diaz
Helmut Gentsch Alter Mann
Günter Merlau Arzt
Heike Schrötter Altenpflegerin
Simona Pahl Ärztin
Simona Pahl Erzählerin / Nimbus
Martin Schleiß Erzähler / Teal
Jürgen Holdorf Onkel
Helmut Gentsch Chase Power
Michael Prelle Darik Stuul
Günter Merlau Mechaniker
Jan Spitzer Erzähler / Yu
Gerrit Schmidt-Foss Russet
Bernd Hölscher Choom-Mann


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» Hörer-Meinungen (1)
Daniel Klages (www.hoerspiel-freunde.de) schrieb am 15.02.2009 14:18:08 Uhr
Bewertung: 14 / 15

Die Kurzgeschichtensammlung die der Vertonung zu Grunde liegt kannte ich vorher nicht, habe aber mit dem Roman "Punktown" schon einen Ausflug in den Moloch ohne Moral gehabt.

Die Umsetzung ist für mich nahe an der Perfektion. Ich bin normalerweise kein Freund von Lesungen, aber die Handlung, die Eindrücke der Protagonisten und vor allem deren Gedanken lassen sich wohl am besten durch Monologe aus der Ich-Perspektive oder Erzähler beschreiben. Und die beteiligten Sprecher machen ihre Sache allesamt sehr gut. Bringen die nötige Härte und Kälte mit ohne stumpf cool zu wirken. Das hier gehörte ist pervers, anstößig und verstörend. Für die Personen der Geschichte ist es trister Alltag und genau das hört man Ihnen auch an.

Beinahe die komplette Spielzeit über wird die Handlung von Musik unterlegt. Nie störend, immer unterstützend, steigernd und pointierend.

Die Geschichten und Charaktere sind sehr unterschiedlich. Es gibt keine Grenzen und das gefällt mir besonders gut an Thomas. Konsequent überschreitet er Grenzen, die andere Autoren vielleicht aus falscher Scham nicht überwunden hätten. Das macht das Ganze in seiner Abstrusität glaubwürdig.

Abgerundet durch eine sehr schicke und passende Aufmachung präsentiert sich das Digipack mit den 3 CDs mit einer schwarz-weiß Zeichnung zu jeder Geschichte.

Wer sich auf eine Reise in eine düstere Zukunftvision mitnehmen lassen will, wird hinterher auch mitgenommen sein.

Ich freu mich riesig auf den kommenden Nachschub!
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