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» Mythos und Legenden » 002) 17.08.1943 - Das Philadelphia-Experiment
Cover - 17.08.1943 - Das Philadelphia-Experiment
Durchschnitts-Kurzwertung:

8 / 15

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» Kiel - Der Journalist Christian Bachmann (39) ist gestern in den Abendstunden gegen 22:30 Uhr bei einem Unfall auf der B 404 in der Nähe von Moorsee tödlich verunglückt. Die Unfallursache ist noch nicht genau geklärt. Erste Ermittlungen haben aber ergeben, dass ein weiteres Fahrzeug am Unfall beteiligt gewesen ist. Christian Bachmann war bundesweit für seine Enthüllungsstorys für das Nachrichtenmagazin „Einblick“ bekannt. Aus gut unterrichteten Kreisen haben wir erfahren, dass er in den vergangenen Wochen an einer weiteren Enthüllung arbeitete. Vor zwei Tagen kehrte er erst aus den USA nach Deutschland zurück. Die als Dienstreise beim Nachrichtenmagazin „Einblick“ geführte Reise führte ihn über Philadelphia nach Washington. Nach unbestätigten Meldungen war das Ziel seiner Reise neue Erkenntnisse über das angeblich im Jahre 1943 durchgeführte „Philadelphia-Experiment“ gewesen sein. An der Unfallstelle waren zwei Notärzte im Einsatz. Wegen der Aufräum- und Rettungsarbeiten war die Landstraße zwischen Moorsee und Schlüsbek bis 1.00Uhr gesperrt.
» Produktion: Studio Jester
» Regie: Stephan Vogel
» Musik: Markus Gensmantel, Dennies Lachenmajer
» Buch/Script: Stephan Vogel

» VÖ: 2008-03-00
» eine Produktion von studio jesterWebseite des Labels
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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Mythos und Legenden (002) 17.08.1943 - Das Philadelphia-Experimentstudio jester nimmt sich in der Reihe "Mythos und Legenden" nach dem berüchtigten Bernsteinzimmer nun das Philadelphia-Experiment vor.

Wahrheit und Fiktion sollen in den Werken Stephan Vogels miteinander verknüpft und in einen spannenden Thriller verwoben werden. Ob dieses Vorhaben geglückt ist?
Teils, teils. Mit den großen Namen kann sich studio jester nicht messen, was aber wenig verwunderlich ist, wenn man bedenkt, dass dies erst das dritte Hörspiel ist, welches aus einem ursprünglich reinen Amateurprojekt heraus entstanden ist. Vor diesem Hintergrund ist die Steigerung doch gewaltig und man merkt stets das Bemühen weiter an sich zu arbeiten und sich weiter zu steigern.
Die Ideen Stephan Vogels gefallen mir grundsätzlich sehr gut. Diese bieten einen tollen Aufhänger und das Potential für einen spannend gestrickten Verschwörungsthriller. Das Drehbuch fällt diesmal deutlich kürzer aus, was einerseits positiv ist, andererseits aber auch Nachteile mit sich bringt. Um mal mit letzteren zu beginnen: ohne einen Erzähler fällt es hier nicht immer leicht die Sprünge zwischen verschiedenen Gruppierungen sofort nachzuvollziehen, so dass die Geschichte im Verlauf etwas wirr erscheint. Vorteil ist, dass einiges an Abwechslung geboten ist und die Geschichte keine Zeit hat durch zu lange Monologe ins Stocken zu geraten.
Bei der Inszenierung hätten sich manche Situationen durchaus noch mehr auskosten lassen. Da verschenkt man ebenfalls ordentlich vorhandenes Potential. Alles in allem ist dieses Hörspiel aber nicht uninteressant zu hören, langweilen dürfte man sich wohl eher nicht.
Gelungen sind die immer wieder eingestreuten Radioberichte, die sehr authentisch rüberkommen und damit den dokumentarisch angehauchten Stil unterstreichen.

Bei der Technik hört man schon, dass nicht so alles perfekt ist. Doch kann ich für meinen Teil damit leben. Die eingesetzte Musik ist für sich gesehen recht gut, ist aber nicht immer ganz treffend eingesetzt. Hier und da dürfte es schon etwas dramatischer und druckvoller zur Sache gehen.

Die Sprecher sind ziemlich wild zusammengewürfelt. Allerdings keine Mischung, die sich über die Maßen negativ ins Ohr setzt. Zu hören sind viele Stimmen der Hörfabrik wie Erik Albrodt, Horst Kurth, Oliver Theile oder Bert Stevens. Bekannte Sprecher wie Konrad Halver oder Johannes Steck und ebenfalls eine hohe Anzahl semiprofessioneller und Amateursprecher. Die Leistungen sind doch recht unterschiedlich. Weniger überzeugend ist beispielsweise René Wagner als Boris, der mit seinem aufgesetzten Dialekt arg gekünstelt wirkt, während sich Leute wie Johannes Steck keine Blöse geben.

Das Coverbild kommt in der Realität im Vergleich zur Internetvorschau deutlich dunkler daher. Absicht?

Fazit: Obgleich ich komplexere Geschichten recht gerne mag, geht es hier für meinen Geschmack eine Spur zu wirr zu. Die Ideen sind gut, man hätte aber insgesamt viel mehr daraus machen können. Für die Verhältnisse eines kleinen Labels eine nette Produktion, den Vergleich mit anderen Namen aus der Hörspielszene hält man allerdings nicht stand.

Note 3


3


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Sprecher

SprecherRolle
Erik Albrodt Markus Reuter
Matthias Brinck Kommissar Stein
Kerstin Broda Hannah Hertzig
Michael Brüning Nachrichtensprecher
Timm Busche Kapitän Dodge, USS Eldrige
Ines Dombeck Auftraggeberin
Konrad Halver Wissenschaftler John von Neumann
Florian Hoffmann Einsatzleitung Hamburg
Melissa Kumpmann Polizeiobermeister Anja Richter
Horst Kurth Steve Mac Kinsley
Robert Mijc Mitarbeiter von Mac Kinsley
René Ossenberg Dezernatsleiter Schenk
Mario Pitz Christian Bachmann
Falk T. Puschmann CIA-Agent Chief
Oliver Theile Townsend Brown
Ronald Salert Franklin
Karsten Sommer Stimme am Funkgerät
Johannes Steck Kriminalhauptkommissar Albrecht
Bert Stevens Professor Jussup
Stephan Vogel Rainer Wolf
René Wagner Boris Nikolev


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» Hörer-Meinungen (1)
Daniel Klages (www.hoerspiel-freunde.de) schrieb am 15.02.2009 14:10:21 Uhr
Bewertung: 8 / 15

War der erste Teil vor allem durch die Story und die Art der Erzählung nicht ganz mein Fall, geht man hier einen Schritt in die richtige Richtung. Die Ermittlungen werden aus der Sichtweise von verschiedenen Personengruppen geschildert. Das macht die Erzählung teilweise etwas konfus, gefällt mir aber besser als die Anneinaderreihung von Fakten. Positiv auch weiterhin die eingebaute Rückblende und außerdem noch den Zwischenschub von Radio-Nachrichten die auch technisch überzeugen.

Auch bei den Effekten konnte man eine Schippe zulegen. Das Ergebnis ist zwar nicht auf der Höhe des Niveaus der Atmosphäre-Könige der Profi-Riege, aber die Untermalung kann überzeugen. Leichte Macken wie zB das abgeschnittene Motorengeräusch zu Beginn und Schwankungen in der Lautstärke sind kein Beinbruch.

Auch auf musikalischer Ebene hat sich etwas getan - leider für meine Begriffe in der falschen Richtung. Die Musikstücke sind generell schon viel besser gewählt als bei "Bernstein-Zimmer", atmosphärischer und einfach weniger belanglos als im Erstling. Allerdings kommt die Musik streckenweise so deplaziert und häufig vor, das sie die aufgebaute Stimmung stört und Lücken in den Fluss der Story reißt. Nahezu alle (wenn nicht sogar wirklich alle) Szenenwechsel werden durch Musikstücke vorgenommen. Da man auf einen Erzähler verzichtet ist das auch eigentlich sinnvoll. Leider sind durch die Erzählweise häufige Szenenwechsel vorprogrammiert und der zusätzliche Einsatz von Musik während laufenden Szenen stört den Lauf der Geschichte. Ein weiteres Manko kommt leider noch dazu, denn teilweise wird das gleiche Stück 3-4mal hintereinander eingesetzt.

Bei der Besetzung gibts fast nichts zu meckern. Solide Leistung in allen Positionen, einzig René Wagner als Boris Nikolev treibt es mit dem russischen Akzent einen Schritt zu weit, das wirkt künstlich und aufgesetzt.

Ein letzter Kritikpunkt: Die Charaktere bleiben steril. In den Dialogen kommt keine Zwischenmenchlichkeit auf, die Personen haben keine Persönlichkeit - sind austauschbar und machen es schwerer für den Hörer sich mit den Personen zu identifizieren, mit ihnen mitzufiebern und sich besser in die Handlung zu vertiefen.

Als Note gibt es von mir eine 3-4. Was man in Sachen Story verbessert hat, büsst man bei der Umsetzung wieder ein. Es ist aber deutliches Potential vorhanden und ich bin zuversichtlich das studio-jester mit wachsender Erfahrung noch Verbesserungen bei ihren kommenden Produktionen zeigen werden.
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