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» Die schwarze Sonne » 010) Aiwass

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Durchschnitts-Kurzwertung:

12 / 15

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» Adam Salton wird 1901 Zeuge des später berühmt gewordenen Pendulum-Experiments und muss bei seiner Rückkehr zu seinem väterlichen Freund Nathaniel de Salis einer schrecklichen Wahrheit ins Auge blicken. Sind die Erkenntnisse der bizarren Experimente der okkulten Orden des 19. Jahrhunderts von den Nationalsozialisten aufgegriffen und in fortführende Forschungen vom amerikanischen CIA eingeflossen? Ein Nachfahre Adams wird diese Frage unter Einsatz seines Seelenheils beantworten, als er in die Psychiatrische Klinik des Dr. Cameron eingewiesen wird.
» Produktion: Günter Merlau
» Buch/Script: Günter Merlau
» Umfang (CDs): 1

» VÖ: 2010-06-18
» eine Produktion von LauschWebseite des Labels



» Weitere Informationen:

(ursprünglich angekündigter Klappentext) 1904 vollzieht Aleister Crowley in Kairo eine magische Zeremonie, die zu einer tödlichen Auseinandersetzung mit Nathaniel de Salis führt. 35 Jahre später haben die schweren Erschütterungen dieses Kampfes, die dem Geflecht der Welt zugefügt wurden noch immer Relevanz für die Schwabenland-Expedition der Nazis, die am Südpol nach einem Zugang zu einer anderen Welt sucht.

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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Die schwarze Sonne (010) AiwassLange hat man die Fans auf die Fortsetzung dieser außergewöhnlichen Mystery-Reihe warten lassen. Für mein Gefühl fast schon zu lange, so dass die Gefahr groß ist, gerade bei dieser unglaublich komplexen und vielschichtigen Reihe irgendwann den Anschluss zu verlieren. Zumindest, wenn man sich bis zum nächsten, dann ja immerhin schon vorletzten Kapitel wieder so lange Zeit verstreichen lässt.

Um es allerdings schon einmal vorwegzunehmen: das Ergebnis entschädigt für die Wartezeit absolut. Auch wenn das Hörspiel letztlich weniger an neuen Erkenntnissen bietet als anfangs erhofft.

Warum ich dennoch so begeistert bin?
Nun, das lässt sich allein in einem Satz nur schwer zusammenfassen. Es ist eine Reihe an Komponenten, welche hier exzellent ineinandergreifen und einem ein Hörerlebnis der Extraklasse garantieren.

Schon die erste parallel ablaufende Ansprache macht deutlich, wie anspruchsvoll dieses Hörspiel zu werden gedenkt. Schon hier gilt: hundertundeinprozentige Konzentration ist absolute Pflicht, um in den andeutungsschwangeren Worten nicht völlig zu entgleiten.

Adam Salton soll im Auftrag des immer schwächer werdenden Nathaniel am Pendulum-Experiment teilnehmen. Bei seinem Abstieg in die Tiefe erinnert er sich nicht nur der zahlreichen Gefahren, die er zusammen mit seinem väterlichen Freund bewältigt hat, sondern wird gleichsam von unheimlichen Begegnungen heimgesucht.

Christian Stark ist gerade in der Anfangsphase der alles dominierende Sprecher dieses Hörspiels. Und man mag sich kaum einen besseren für diese Rolle des gebrochenen, melancholischen Charakters vorstellen, dem die größte Prüfung seiner Seele allerdings erst noch bevorstehen soll. Durch den Raum, den die Reflexionen und Erinnerungen Adams einnehmen, drängt man den Hörspielcharakter bisweilen etwas arg in den Hintergrund. Jedoch bieten diese Momente nochmals eine gute Gelegenheit, sich als Hörer der vergangenen Ereignisse ein weiteres Mal bewusst zu werden und diese innerhalb des großen Ganzen besser einzuordnen.
Das Hörspiel-Moment bleibt aber der vielen monologartigen Stellen, zu denen auch der Abschiedsbrief Jules Vernes gerechnet werden darf, zum Trotz nicht auf der Strecke. Innerhalb der Reflexionen stellt sich oftmals ein Gleiten in aktiv geschilderte Szenen ein.

Man muss sich einmal mehr über die Vielseitigkeit der Reihe wundern. Anfangs steht eindeutig Adam im Mittelpunkt, dessen Abstieg in die Tiefe im wahrsten Wortsinne ein-drucks-voll ausfällt. Während dieser Szene stimmt einfach alles. Die Gesamtkomposition aus Sprechern, unterschwelliger Musik und Geräuschen lässt einen gebannt den da auf einen einprasselnden Geschehnissen lauschen.
Im weiteren Verlauf stellt sich aber die schon aus vergangenen Folgen bekannte Ausweitung des Kosmoses ein. Dabei gibt es ein ums andere Mal ein Wiederhören mit alten Bekannten, wenn zum Teil auch nur am Rande. Statt überschaubarer wird das Universum kurz vor dem Finale also nochmals komplexer. Wer sich - wie ich - erwartet hat, dass man hier schon die ersten umfassenderen Verknüpfungen präsentiert bekommt, wird nochmals vertröstet. Der einzigste größere Wehrmutstropfen, der aber _noch_ zu verschmerzen ist.
Und auch wenn einen manche Szene noch immer mit tiefem Stirnrunzeln zurücklässt, ist die Darstellung der Momente schlicht unglaublich intensiv, bewegend, ja aufrührend. Mag man sich manchmal anfangs noch nach der Bedeutung einzelner Szenen im Gesamtkontext fragen, so verblasst dies oftmals angesichts der emotionalen Darstellung.

Bei der anfänglichen Dominanz von Christian Stark ist es schwer vorstellbar, dass sich später andere Sprecher ebenso in den Mittelpunkt drängen. Doch genau das passiert. So sind vor allem die Darbietungen von Konrad Halver, Jürgen Holdorf (die Geschwätzigkeit Jacks muss man schlicht selbst erlebt haben) und Harald Halgardt (den man nach wie vor viel zu selten zu hören bekommt) absolut erstklassig.

Fazit: Die 10. Folge bietet vielleicht noch nicht die zu erwartenden Verknüpfungen, dafür ein sehr beeindruckendes und intensives Hörerlebnis. Es bleibt dabei: Die Serie ist hochgradig anspruchsvoll und dazu auch noch erstklassig inszeniert. Jetzt gilt es nur noch, den großen Kosmos in den letzten beiden Folgen zusammenzuzurren und miteinander zu verknüpfen. Hoffen wir, dass Günter Merlau dies gelingt.

Note 1


5


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Sprecher

SprecherRolle
Christian Stark Adam Salton
Harald Halgardt Nathaniel de Salis
Konrad Halver Jules Verne
Horst Stark Älterer Adam
Jürgen Holdorf Lemur / Jack
Carsten Wilhelm Johann Berger
Bea Kopyto Rahel Abrahamovic
Peter Woy Donald Ewen Camero
Gordon Piedesack Sidney Gottlieb
Martin Sabel Aleister Crowley
Reinhilt Schneider Arabella March
Michael Prelle Edgar Caswell / Weishtor
Thomas Fitschen polnischer Major
Frieder Schölpple ...
Marie-Christin Natusch ...
Olaf Seydel ...
Klaus Dittmann ...


Hörer-Meinungen zur Folge

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» Hörer-Meinungen (1)
Daniel Klages (www.hoerspiel-freunde.de) schrieb am 13.07.2010 13:03:54 Uhr
Bewertung: 12 / 15

Was soll man inhaltich noch zu der schwarzen Sonne schreiben, dass nicht auch auf die komplette Serie zutrifft? Gewohnt ungewohnt nimmt die Reise ihren Lauf - in verschiedenen Zeiten, an verschiedenen Schauplätzen, wobei der Klappentext schon mehr als genug Aufschluss über die Erfahrungen gibt, die dem Hörer zu Teil werden. Hervorgehoben sei, dass in dieser Folge der Schwerpunkt eher auf den philosophischen und spirituellen Aspekten liegt, dargestellt durch zB einen Gedanken-Monolog Adams während des Pendulum-Experiments oder einen Brief von Nathaniel an Adam. Wirkliches Tempo kann diese Episode dabei nicht aufnehmen, was meiner Meinung nach dem Verdauen einiger komplizierter und tiefschürfender Erkenntnisse auch nicht entgegen gekommen wäre.
Langsam heißt dabei nicht langweilig, traurig nicht träge und bedacht nicht behäbig. Ob man hier mehr Handlung als Stimmung hätte einfangen sollen kann ich nicht beurteilen, denn die schwarze Sonne ist für mich keine Aneinanderreihung von Einzelepisoden. Tatsächlich ist es so, dass ich die Folgen 7-10 am Stück gehört habe und ich gar nicht mehr 100%ig sicher bin, welche Szene ich in welche der Episoden einsortieren muss. Ich betrachte die "Serie" eher als ein komplettes Hörspiel und bin gespannt wie sich diese Folge mit dem nahe stehenden Ende in das Konzept einfügt.
Mir drängt sich beim Schreiben dieser Zeilen der inhaltliche Vergleich zu Otherland auf - auch hier hatte man in den einzelnen Erzählpassagen starke Wechsel von Tempo, Schauplätzen und Stimmung. Manche Handlungsstränge lagen mir dabei mehr als andere, als Großprojekt hat dann aber am Schluss doch jeder Part seinen Teil dazu beigetragen, die Geschichte in allen Facetten zu erzählen. Wirklich beurteilen kann man dies bei der schwarzen Sonne sicher erst nach Erschienen der letzten Folge, bisher bin ich aber nach wie vor, insbesondere auch inhaltlich, hellauf begeistert von der Serie und sehe keinen Grund zu Klagen.
Getreu dem Labelslogan hält man es in allen technischen Belangen fantastisch. Besonders die Musik mit Akordeon im Schlussteil des Hörspiels sticht angenehm hervor und verleiht den begeleitenden Szenen (in denen übrigens Personen zum ersten mal auftauchen) gesteigerte Präsenz. In mindestens einer Mininebenrolle gibt es einen Ausrutscher bei der Rollenbesetzung - ein Punkt der mir immer mal wieder bei den einzelnen Folgen aufgefallen ist. In anbetracht der Größe dieser Rollen nur ein Wasserfleck auf der ansonsten weißen Sprecher-Weste, der sich ausbügeln lässt. Denn die Hauptakteure, unter anderem Harald Halgardt, Christian Stark, Horst Stark, Konrad Halver, Jürgen Holdorf und wie sie alle heißen, spielen auf sehr hohem Niveau.
Diese Serie ist besonders und einzigartig und eine der wenigen Hörspiel-Neuerscheinungen die fordern und überraschen. Den der die Serie kennt erwartet wie immer das Unerwartete, wer noch nichts von der schwarzen Sonne gehört hat, aber interessiert ist, startet bitte bei Folge eins - ein Querhören empfiehlt sich nicht.
Durchschnittliche Userwertung: 12 | User-Top-Liste

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