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» Gruselkabinett » 017-019) Dracula
Cover - Dracula

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12 / 15

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» Bereits während Jonathan Harkers Reise zur Festung des Grafen Dracula in den Karpaten häuften sich unheilvolle Vorzeichen. Wer ist dieser Graf, zu dem der junge englische Anwalt unterwegs ist? Warum fürchten ihn alle und wagen kaum seinen Namen zu nennen? Jonathan beschließt, trotz allem seinen Auftrag auszuführen und steigt in die Kutsche, die ihn auf das Schloss bringen soll. Was wird ihn dort erwarten …?

Jonathan Harkers Verlobte Mina Murray beabsichtigt mit ihrer Freundin Lucy Westenra im Badeort Whitby ein paar unbeschwerte Tage in der Sommerfrische zu verleben. Ein heftiger Sturm spült ein von der Mannschaft verlassenes Schiff an Land, das eine unheilvolle Ladung enthält. Lucy beginnt daraufhin unruhig zu schlafen. Etwas ergreift Besitz von ihren Träumen und scheint sie des Nachts auf den alten Friedhof locken zu wollen …

Unter der Führung von Professor Abraham Van Helsing formiert sich der Widerstand gegen Dracula. Gemeinsam begibt sich die Gruppe auf die Suche nach den übrigen Kisten, die der Schoner Demeter geladen hatte. Durch deren Vernichtung würde dem Vampir der Verbleib in England unmöglich werden. Noch ahnen die Freunde nicht, dass Dracula bereits einen teuflischen Plan ersonnen hat, jemanden aus der Gruppe zu seinem Verbündeten zu machen …
» Regie: Marc Gruppe, Stephan Bosenius
» Buch/Script: Bram Stoker
» ISBN: 9783785733028

» VÖ: 2007-03-13
» eine Produktion von Titania MedienWebseite des Labels
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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Gruselkabinett (017-019) DraculaErster Teil:
Jonathan Harker macht sich von München aus weiter auf den Weg nach Transylvannien zum Schloss des Grafen. Bei seinen Wirtsleuten in den Karpaten scheint der Name Dracula für große Furcht zu sorgen, was sich Harker jedoch nicht wirklich erklären kann, da der Graf bislang dafür gesorgt hat, dass seine Anreise unter bequemsten Umständen erfolgt. So lässt sich Harker nicht davon abbringen weiterzureisen. Die Wirtin schenkt ihm zum Abschied ein Kruzifix und versucht bis zuletzt den jungen Anwalt umzustimmen. Auf dem Schloss angekommen, fällt Harker vor allem die gähnende Leere auf. Anscheinend beschäftigt Dracula kein Personal und ist besonders des Nachts aktiv.
Alles scheint zunächst seinen gewohnten Lauf zu nehmen, doch dann häufen sich seltsame Vorkommnisse, die Jonathan Harker in tiefe Furcht und Sorge stürzen. Schließlich bittet der Graf ihn drei Briefe zu verfassen, in denen er jeweils kurz mitteilt, wie der Stand der Dinge ist. Im letzten Brief soll Harker seine Abreise ankündigen. Dem jungen Anwalt schwant übles. Zwei Hilferufe seinerseits weiß der Graf schnell unschädlich zu machen.
Dracula bereitet unterdessen seine persönliche Abreise nach England vor. Hilflos muss Harker Dinge mit ansehen, die ihn fast um den Verstand bringen.

Die unheimliche Stimmung ist während des gesamten ersten Teils unglaublich dicht und bedrohlich. Die brodelnde Spannung spitzt sich immer weiter zu und die Hilflosigkeit Harkers, grandios verkörpert durch Simon Jäger, tut sein übriges, um den bereits bei Draculas Gast gewonnen Eindruck weiter zu bestätigen. Der Dracula von Titania scheint etwas ganz großes zu werden. Teil eins fällt mit knapp 80 Minuten durchaus recht lang aus, hat aber ein dermaßen fesselndes und real wirkendes Setting, in dem man schon nach wenigen Minuten völlig aufgeht. Das scheint momentan das Markenzeichen der Serie. Geschichten dermaßen glaubwürdig und emotional zu vermitteln, dass man einfach gar nicht anders kann, als nicht mit den einzelnen Charakteren mitzufiebern, mitzuleiden.

Zweiter Teil:
Ungewiss wie Harkers Schicksal aussieht, kehren wir zu Beginn des zweiten Teils nach England zurück. Mina, Harkers Verlobte, besucht ihre alte Freundin Lucy Westenra, die ihr von einer fast schon grotesk anmutenden Geschichte ihre Verlobung betreffend zu berichten weiß. Bereits in der ersten Nacht ihrer Ankunft in Whitby fegt ein ein fürchterlicher Sturm über Wasser und Land. Am nächsten morgen findet sich in der Lokalzeitung ein interessanter Artikel über ein an den Strand gespültes Schiff, bei dem einzig der Kapitän noch an Bord war - die Hände an das Lenkrad gebunden und einen Rosenkranz zwischen den Fingern. Geheimnisvolles scheint auf dem Frachter vorgegangen zu sein, worüber das Logbuch des Kapitäns Aufschluss zu geben scheint, welches in der Abendausgabe abgedruckt wird. Dennoch bleiben die Vorgänge rätselhaft.
In den darauffolgenden Nächten geht es Lucy Westenra zunehmend schlechter. Hilfesuchend wendet sich der Arzt Dr. Seward an seinen alten Lehrmeister aus Studienzeiten: Dr. Abraham van Helsing. Unterdessen verkündet in der Nervenheilanstalt der Insasse Renfield die Ankunft des Meisters, welche kurz bevor stehe.

Trotz der Tatsache, dass der zweite Teil ebenfalls ca. 75 Minuten dauert, wird das Geschehen nicht langweilig. Obgleich man dennoch zugeben muss, dass es ab und an mal nicht ganz so interessant ist und sich manche Szene schon arg viel Zeit nimmt. Insbesondere, wenn es um die Heiratsanträge oder die Ankunft Minas in Witby geht. Jedoch sind es auch diese Szenen, welche der Geschichte eine Tiefe vermitteln. Dass dies hier kein Actionspektakel ist, sollte klar sein. Die Umsetzungen von Titania spielen vielmehr mit den Gefühlen der Hörer und verbreiten auf diesem Wege ein wohliges Schauern. Besondere Highlights sind hier ganz klar die Geschehnisse auf dem Frachter, die nicht einfach nur erzählt, sondern in einer Art Rückblick nochmals erlebt werden, so dass die Geschichte wesentlich direkter wirkt. Immer wieder wird die Handlung in Whitby von den Passagen mit Renfield durchschnitten. Ein Charakter, der schlichtweg genial ist. Die Darbietung Andreas Mannkopff in dieser Rolle ist mit Sicherheit preiswürdig.

Dritter Teil:
Lucy Westenras Gesundheitszustand verschlimmert sich stündlich. Abraham van Helsing scheint der Ursache dicht auf der Spur. Mehrere Bluttransfusionen retteten Lucy zunächst zwar noch das Leben, doch durch einen verhängnissvollen Fehler endet die Leidensgeschichte Lucys tödlich.
Unterdessen sind Mina, die zwischenzeitlich abgereist war, da sie eine Nachricht einer Ordensschwester erhalten hatte, die ihr von der Einlieferung ihres Verlobten berichtete, und Jonathan Harker wieder in England eingetroffen und werden sofort von Van Helsing kontaktiert. Nach der Lektüre Jonathans Reisetagebuchs scheint kein Zweifel mehr zu bestehen. Dracula treibt in England sein Unwesen und ist für den Tod von Lucy verantwortlich. Um Van Helsing scharrt sich nun eine Gruppe, die den Kampf gegen den mächtigen Vampir aufnimmt, der jedoch auf heimtückische Art und Weise Mina dazu zwingt von seinem Blut zu trinken und dadurch zu einer seiner Helferinnen werden lässt...

Der dritte Teil fällt dann nochmals etwa fünf Minuten kürzer aus als der vorangegangene. Dennoch bleibt Dracula vom Umfang her ziemlich beeindruckend. Die Geschichte nimmt sich Zeit und das ist auch gut so - trotz mancher Länge, die sich so ab und an mal eingeschlichten hat und die manchem möglicherweise störend vorkommen mag. Wirklich langweilig wird es aber trotzdem so gut wie nie. In der zweiten Hälfte kommt das Hörspiel nach der langandauernden mysteriösen Krankheit Lucys nochmals ordentlich in Fahrt, um schließlich in einem schnelle Finale zu enden.
Der Stoff ist zwar sicherlich nicht unbekannt, aber die Bearbeitung seitens Titania Medien gehört absolut ganz oben mit dazu.

Sprecher:
Zwei der herausragenden Leistungen hatte ich ja schon angesprochen. Andreas Mannkopff als Renfield und Simon Jäger als Jonathan Harker. Bei einem solchen Epos ist die Zahl der Akteure natürlich ziemlich groß. Hier auf jeden einzelnen eingehen zu wollen, würde den Rahmen der Rezension sprengen. Bei einem kann man sich aber beim Gruselkabinett absolut sicher sein: Bis in die kleinste Nebenrolle hinein findet man hier bekannte Sprecher aus den Bereichen Synchron, Film und Theater und die Leistungen sind unter der Regie von Stephan Bosenius und Marc Gruppe herausragend.
Wo soll man bei der Fülle an guten Sprechern nur anfangen? Vielleicht ist es sinnvoll direkt mit dem titelgebenden "Helden" einzusteigen: Dracula. Bereits in der Intro-Episode "Draculas Gast" hatte sich angedeutet, dass Joachim Höppner eine Idealbesetzung für diese Rolle ist, was sich im Verlauf der Triologie absolut bestätigt. Da dies durch den plötzlichen Tod auch eine seiner letzten Rollen ist, kann ich an dieser Stelle nur nochmals den Hut ziehen angesichts einer derart brillianten Darbietung und eines beeindruckenden Lebenswerks.
Abraham van Helsing. Eine weitere Rolle, auf deren Umsetzung ich sehr gespannt war. Möglicherweise ist Kaspar Eichels Stimme nicht ganz so ausdrucksstark wie die von Höppner, dennoch weiß auch er in der Rolle des Professors völlig zu überzeugen.
Zu den weiteren tragenden Rollen gehören Tobias Kluckert (als Quincey P. Morris), Marius Clarén (Arthur Holmwood) und Lutz Mackensy (Jack Seward), den männlichen Teil betreffend. Was die weiblichen Sprecherin angeht, so vor allem Petra Barthel (Lucy Westenra) und Tanja Geke (Mina Harker).

Musik/Effekte/Atmosphäre:
Hier gibt es nichts, absolut gar nichts zu beanstanden. Die Atmosphäre empfand ich in "Draculas Gast" grundsätzlich zwar dichter, was aber wohl auch daran liegt, dass es unter jenem Gesichtspunkt eine absolute Spitzenposition einnimmt. Man ist mit viel Detailliebe zu Werke gegangen und das zahlt sich auf alle Fälle aus. Die Atmosphäre ist gerade in den Karpaten sehr dicht und auch später sind die Klänge stets passend und wirkungsvoll.

Fazit: Ein opulentes und wahrlich beeindruckendes Werk, das Titania Medien hier abgeliefert hat. Mit einer Laufzeit von über dreieinhalb Stunden fällt Dracula sicherlich nicht gerade kurz aus und enthält wohl auch die eine oder andere Länge. Jedoch kann man eigentlich nicht davon sprechen, dass dieses Epos deswegen langweilig wäre. Im Gegenteil. Die Geschichte lebt davon, dass sie sich Zeit für die Entwicklung der Charaktere, der Emotionen nimmt und auf diese Weise den Hörer gefangen nimmt. Es bleibt einem fast gar nichts anderes übrig, als mit den Hauptpersonen mitzuleiden, mitzuschaudern.
Ein opulenter Sprechercast und eine tolle Untermalung machen Dracula zu einem akustischen Genuss, auch wenn die Thematik sicherlich nicht neu und auch nicht zum ersten Mal bearbeitet wurde.

Note 1


5


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Sprecher

SprecherRolle
Joachim Höppner Dracula
Simon Jäger Jonathan Harker
Klaus-Dieter Klebsch Wirt
Dagmar von Kurmin Wirtin
Jürg Löw Kutscher
Edith Schneider Fahrgast
Marianne Wischmann Fahrgast
Jochen Schröder Fahrgast
Rita Engelmann Vampirin
Monica Bielenstein Vampirin
Arianne Borbach Vampirin
Evelyn Maron Frau
Jürgen Thormann Peter Hawkins
Nicola Devico Mamone Chronist
Petra Barthel Lucy Westenra
Tanja Geke Mina Murray
Inken Sommer Mrs. Westenra
Lutz Mackensy John "Jack" Seward
Tobias Kluckert Quincey P. Morris
Marius Clarén Arthur Holmwood
Andreas Mannkopff Renfield
Kaspar Eichel Abraham Van Helsing
Hartmut Neugebauer Kapitän
Norman Matt Maat
Ingeborg Lapsien Schwester Agatha


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