Titel-Details

» Einzelhörspiel » 000) Pompeji
Cover - Pompeji
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» Im Sommer des Jahres 79 n. Chr. kommen die Reichen und Schönen wieder aus Rom nach Pompeji, Stadt der Ausschweifung und der Intrigen. Doch plötzlich versiegen die Aquädukte. Attilius, der Wasserbaumeister, soll den Schaden beheben. Die Zeit drängt. Da kommt die Pompejanerin Corelia einer Verschwörung auf die Spur und bittet Attilius um Hilfe. Während die beiden fieberhaft dunklen Machenschaften nachspüren, sendet die Natur weitere Vorboten drohender Gefahren.
» Produktion: Der Hörverlag 2006
» Regie: Sven Stricker
» Musik: Jan-Peter Pflug
» Buch/Script: Robert Harris, Sven Stricker
» eine Produktion von HörverlagWebseite des Labels
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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Einzelhörspiel (000) Pompeji2 Tage vor dem Ausbruch...
Pompeji, 79 v. Christus. Der Aquarius Attilus stößt auf seltsame Phänomene im Aquäduct, welcher viele Städte mit Wasser versorgt. Urplötzlich versiegen ganze Quellen, während andernorts das Wasser in Hülle und Fülle vorhanden zu sein scheint. An einigen Orten sterben sogar Fische aufgrund eines eigenartigen Vorkommens von schwefelhaltigen Substanzen in den Quellen. Könnte ein Erdbeben die Ursache für all die seltsamen Vorkommnisse sein? Attilius macht sich auf die Suche nach der Ursache und findet dabei in der Tat ein ziemlich großes Leck, über welches das Wasser entweichen konnte. Jedoch sind die Phänomene rund um den römischen Aquäduct nicht die einzigen seltsamen Vorkommnisse in dieser Gegend. Kurzerhand sieht sich Attilius in eine große Verschwörung verwickelt. Und die Anzeichen für einen Ausbruch des nahegelegenen Vesuv werden immer deutlicher.

"Ein Hörspiel, so mitreißend wie die Lava" verspricht die Coverrückseite. Und das ist keinesfalls nur eine leere Phrase. Pompeji ist ein packender Mix aus der bevorstehenden Katastrophe, die natürlich insbesondere am Ende des Hörspiels zum tragen kommt, sowie einer umfangreichen Intrige, in welche die Hauptfigur Attilius mehr unfreiwillig gerät. Die Atmosphäre ist einzigartig. Zu jedem Zeitpunkt fühlt man sich in die Welt der alten Römer hineinversetzt, alles wirkt dermaßen echt und real, dass man beinahe meint, das alles wäre so auch heute völlig normal. Durch den eng angelegten Zeitrahmen von nur zwei Tagen sind die Ereignisse natürlich klar auf den Ausbruch des Vesuvs fokusiert, was auch die immer wieder eingestreuten Passagen des Lexikons deutlich machen. Ein klar gesetzter Spannungsbogen, der auf einen großen Höhepunkt hinsteuert. Obgleich man natürlich weiß, was letztendlich die Folgen dessen sind, fesselt das Hörspiel trotzdem zu jeder Minute und nicht zuletzt aufgrund der gesponnenen dunklen Machenschaften, die parallel ablaufen, geht es durchgehend sehr spannend zur Sache.

Ein Blick in die Sprecherliste verrät, dass man es hier weniger mit den sonst im Hörspielbereich hauptsächlich vertretenen Sprechern zu tun bekommt, es aber dennoch keineswegs mit Unbekannten zu tun hat.
Erzähler Peter Fricke kommt über die ganze Produktion hinweg zum Einsatz und weiß seine Aufgabe hervorragend zu meistern. Patrick Bach ist der Aquarius, der nach dem plötzlichen Verschwinden seines Vorgängers nun bereits in jungen Jahren diesen verantwortungsvollen Job auszufüllen hat. Und das macht er in der Tat sehr gewissenhaft und scheut dabei auch nicht den Konflikt mit bedeutenden Persönlichkeiten der Gesellschaft. Insbesonder Ampliatus, gesprochen von Christian Redl, versucht ihn nicht nur auf seine Seite zu ziehen, sondern will ihn später auch, nachdem dieses Vorhaben missglückt, aus dem Weg räumen lassen. Doch dessen Tochter Corelia (Céline Fontanges) fasst Vertrauen zu Attilius, mehr als dem Vater lieb ist.
In weiteren Rollen hört man unter anderem Gerd Baltus als Plinius, Jannik Endemann als Polites, Ben Hecker als Brebix, Helmut Zierl als Cuspius und Klaus Dittmann as Brittius. Dabei machen es einem die vielen, ähnlich klingenden römischen Namen anfangs zwar nicht immer ganz leicht den Durchblick zu behalten, doch das legt sich mit der Zeit zunehmend.
Ein besonderes Augenmerk sei an dieser Stelle auf Andreas Fröhlich in der Rolle des Lexikons gelegt. Wahrlich eine interessante und klasse umgesetzte Idee, die aber möglicherweise anfangs zu einigen Irritationen führen kann.

Die akustische Untermalung stammt von Jan-Peter Pflug, der wie schon erwähnt, für eine Atmosphäre sorgt, welche allein das Hörspiel schon hörenswert macht. Gekonnt setzt man Musik und Effekte ein, die niemals aufdringlich und schon gar nicht als bloßes Füllwerk erscheinen. So wird die Aqua Augusta vor dem inneren Auge real.

Fazit: Nach dem Bestseller von Thomas Harris hat Sven Stricker ein Hörspiel geschaffen, das wahrlich zu bestechen weiß. Vor allem die - selten passte dieses Adjektiv besser - unheilschwangere Atmosphäre, die mithilfe von Musik, Effekten, den tollen Sprecherleistungen und den Lexikon-Einlagen geschaffen wird, macht schon verdammt viel Spaß. Dazu noch eine interessante Handlung und fertig ist ein Hörspiel, von dem man in der Tat sagen kann, dass es der Gewalt der Lavaströme ebenbürtig ist.

Note 1


5


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