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» Einzelhörspiel » 000) Wellenläufer (Teil 1-3)
Cover - Wellenläufer (Teil 1-3)

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» Ein magisches Beben erschüttert die Küsten der Karibik. Und in finsteren Piratenhäfen werden Kinder geboren, die über Wasser gehen können. Jahre später glaubt Jolly, dass außer ihr keine anderen Wellenläufer mehr am Leben sind. Bis sie Munk begegnet. Auch er versinkt nicht im Wasser – und kann aus Muscheln einen uralten Zauber beschwören. Ein rätselhafter Fremder, der Geisterhändler, schickt die beiden auf eine fantastische Reise. Gejagt von Klabautern, Ungeheuern und allen Seeräubern der karibischen See stellen sie sich einer tückischen Gefahr: dem Mahlstrom, einem dunklen Strudel, der die Barriere zwischen den Welten niederreißt.
» Produktion: STIL
» Regie: Christian Hagitte, Simon Bertling
» Musik: Christian Hagitte, Simon Bertling, Filmorchester Berlin, Bonisani Gospel-Chor
» Buch/Script: Kai Meyer, Stefan Maetz
» Umfang (CDs): 6
» Dauer: 425 Minuten
» ISBN: 9783785738535

» VÖ: 2009-08-11
» eine Produktion von Lübbe AudioWebseite des Labels

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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Einzelhörspiel (000) Wellenläufer (Teil 1-3)Von Quappen, Klabautern und dem Meer der Finsternis...

Auf 6 CDs wurde im August die komplette Wellenläufer-Trilogie von Kai Meyer als Hörspielversion veröffentlicht. Vertont von STIL, die bereits andere Werke Kai Meyers wie "Die Alchimistin" oder "Die Vatikan-Verschwörung" kongenial umgesetzt haben. Ob sie an diese Qualität anknüpfen können?

Eigentlich muss man sich diese Frage bei STIL keineswegs stellen. Und so sei auch schon vorab verraten, dass das Hörspiel hinsichtlich der Akkustik mit zum allerbesten zählt, was der Hörspielmarkt derzeit zu bieten hat. Insbesondere in Bezug auf die Musik haben sich Simon Bertling und Christian Hagitte mal wieder selbst übertroffen.

Jolly kann über Wasser gehen. Was für andere unvorstellbar erscheint, ist für das Mädchen am Rande des Erwachsenwerdens die normalste Sache der Welt. Auf dem Schiff des Piratenkapitäns Bannon kämpft sie ganz selbstverständlich zusammen mit der gesamten Crew. Vor vielen Jahren hat sie Bannon vom Sklavenmarkt geholt und ihr die Freiheit auf seinem Schiff geschenkt, wofür Jolly ihm noch immer dankbar ist.
So verbringt sie ihr Leben mitten unter Piraten bis zu demjenigen Tag, als die gesamte Crew in eine teuflische Falle gelockt wird. Ihr gelingt es zwar zu entkommen, jedoch bleibt sie nicht völlig unbeschadet. Als sie nach tagelanger Ohnmacht wieder erwacht, befindet sie sich in einem Bett auf einer abgelegenen Insel wieder.
Doch dies soll nur ihre erste Station auf einem langen Weg im Kampf gegen das Mare Tenebrosum, das Meer der Finsternis, sein.

Kai Meyer steht hauptsächlich für Fantasy. Und auch, wenn sich die Inhaltsbeschreibung im vorherigen Absatz noch eher wie ein normales Piratenabenteuer mit einem gewissen Schuss an übernatürlichen Elementen liest, so bekommt man es insgesamt mit weit mehr zu tun. Vor allem weit mehr an Fantasy-Elementen, bei denen man sich nicht selten fragt, was Kai Meyer eigentlich als Inspirationsquelle für all seine Ideen heranzieht. Trotz der eindrucksvollen bildlichen Beschreibungen, die durch die Akkustik stets perfekt unterstützt werden, ist es schon eine Herausforderung dem im eigenen Kopf die enstprechenden Bilder zu geben. Vieles wirkt einfach sehr fremd, zu unwirklichlich, als dass man sich sofort darauf einlassen könnte.
Das soll nun nicht unbedingt Kritik sein, denn wie gesagt, das ganze ist sehr wohl bildgewaltig geschildert, nur könnte es passieren, dass sich Hörer, die sich im Fantasy-Genre nicht ganz so heimisch fühlen, von der Geschichte möglicherweise nicht vollständig überzeugt sein werden. Wer allerdings gar nicht genug von überraschenden Ideen, Gestalten und Welten bekommt, der dürfte sich hier dagegen pudelwohl fühlen.

425 Minuten sind eine lange Zeit, in der man unglaublich viel erzählen kann. Und Kai Meyer hat in der Tat einiges zu erzählen. Und das tut er nicht nur in Gestalt seiner bunten Fantasy-Welt, sondern auch in Form einer überraschenden, mitreißenden und wendungsreichen Geschichte. Im stetigen Wechsel zwischen etwas ruhigeren und extrem actionreichen Momenten kommt hier keinerlei Langeweile auf.
Ein wichtiges Kriterium für das Funktionieren einer Fantasy-Geschichte ist für mich auch stets die Bindung an die Protagonisten. Das Miterleben in Form von Mitleiden und Mitfühlen ist entscheidend für Tiefe und Intensität. Diesbezüglich macht Kai Meyer auch alles richtig, indem er erstmal nur eine der wichtigsten Figuren vorstellt und das "Team" im Kampf gegen die Mächte der anderen Welt im Laufe der Zeit immer weiter formt.

Zusammengehalten wird das Hörspiel von Erzähler Friedhelm Ptok, welcher auch schon bei der Vertonung der Alchimistin diese Rolle ausfüllte und das hier mit ebensolcher Begeisterung tut. Eine großartige, prägnante Stimme, der man mit Leichtigkeit verfällt. (Friedhelm Ptok hat immerhin schon ganze andere auf die dunkle Seite gezogen ;)).
Mit Anne Helm und David Turba in den zwei bedeutsamsten Hauptrollen findet man Namen wieder, die nicht sofort die Alarmglocken schrillen lassen. Die beiden sind im Hörspielsektor noch recht unverbraucht, doch das sagt nicht das geringste über die Qualität ihrer Darbietungen aus. Insbesondere Anne Helm schlüpft öfters auch in die Ich-Erzählerrolle und sorgt so dafür, dass die Figur Jollies diejenige wird, die einem letztlich am vertrautesten ist.
Neben diesen beiden findet man in den weiteren Rollen so einige bekannte Sprechernamen. Auf jeden einzelnen eingehen zu wollen, würde an dieser Stelle zu weit führen, daher seien nur einmal die Highlights hervorgehoben. Zu denen zählt mit Sicherheit Stefan Kaminski als "hexametrischer Holzwurm", der sich anfangs ziemlich niedlich ausnimmt, aber weit mehr zu bieten hat als man vielleicht auf den ersten Blick vermuten würde. Zu den Top-Darbietungen zählen sicherlich genauso Yara Blümel-Meyers als Piratenprinzessin Soledad, Simon Jäger als Griffin, Michael Mendl als Geisterhändler und Ingo Albrecht als Buenaventure.
Seitens der Sprecher und Regie wird hier Eins-A-Qualität geboten. Kennt man von STIL ja auch gar nicht mehr anders.

Nun stoßen wir aber zu dem vor, was dem Hörspiel nicht nur den letzten Feinschliff gibt, sondern was das Hörspiel eigentlich erst zu dem macht, was es nunmal geworden ist: die Musik.
Christian Hagitte und Simon Bertling haben für das Hörspiel "eben mal" einen eigenen Score gezimmert, der die Atmosphäre der Geschichte nicht besser hätte unterstützen können. Unterstützen ist hier allerdings fast noch untertrieben. Pompös, bombastisch, vielfältig und vor allem stetig präsent ist das, was das Berliner Filmorchester unter Christian Hagittes Leitung hier eingespielt ist.
Der Score hallt mir beim Schreiben dieser Zeilen noch immer im Ohr nach - und ohne zu übertreiben, ist das, was hier an Akkustik aufgeboten wird mit das Beste, was man momentan im Hörspielsektor zu hören bekommen kann.
Denn die Musik ist ja längst nicht der einzige Aspekt, der von Bedeutung ist. Am Besten ist es, man genießt das Hörspiel über Kopfhörer. Doch Vorsicht! Es kann vorkommen, dass es einen - eingelullt vom Rauschen des Meeres - beim Krachen von Kanonenschlägen vor Überraschung beinahe vom Stuhl fegt.

Fazit: In "Die Wellenläufer" bekommt man es mit einer Piratengeschichte in den wärmeren Gewässern einer Welt zu tun, die der unseren früherer Zeit sehr ähnlich scheint, die jedoch voll ist von Magie, seltsamen Kreaturen und nahezu Unvorstellbarem. Man darf dem Genre Fantasy auf jeden Fall nicht abgeneigt sein, wenn man sich auf dieses Hörspiel einlässt, ansonsten kann es passieren, dass man trotz der genialen akkustischen Umsetzung nur wenig Spaß an der Geschichte hat. Alle, die Fantasy aber aufgeschlossen sind, dürfen sich auf ein phantastisches Hörspiel mit einer spannenden, mitreißenden und unterhaltsamen Story freuen. Vor allem der Score sei an dieser Stelle noch einmal herausgehoben: besser geht es nicht!

Note 1


5


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Sprecher

SprecherRolle
Friedhelm Ptok Erzähler
Anne Helm Jolly
David Turba Munk
Michael Mendl Geisterhändler
Simon Jäger Griffin
Yara Blümel-Meyers Soledad
Samuel Weiss Walker
Ingo Albrecht Buenaventure
Stefan Kaminski Holzwurm
Udo Schenk Tyrone
Klaus-Dieter Klebsch Bannon
Tobias Kluckert Kenndrick
Thomas B. Hoffmann D'Artois
Friedrich Georg Beckhaus Ebenezer
Jürgen Kluckert Santiago
Thomas Schmuckert Christobal
Karin David Wasserweberin 1
Luise Lunow Wasserweberin 2
Astrid Bless Kangusta / Wasserweberin 3
Marie-Luise Schramm Aina
Florian Müller ...
Holger Grosser ...
Kevin Tran Quong ...
Gerald Schaale ...
Lutz Riedel ...
Heinz Kloss ...
Jürgen Wolters ...
Carsten Wilhelm ...


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» Hörer-Meinungen (1)
blackmail82 (www.hoerspiel-freunde.de) schrieb am 07.10.2009 20:05:28 Uhr
Bewertung: 13 / 15

Ein fantastischer Ritt, eine anspruchsvolle Geschichte, jede Menge interessante Charaktere in ebenso interessanten Konstellation. Dazu eine Umsetzung an der es wenig bis gar nichts zu mäkeln gibt. Wer die Inhaltsangabe halbwegs interessant findet kann bedenkenlos zugreifen!
Durchschnittliche Userwertung: 13 | User-Top-Liste

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