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» Wallander » 005) Der unsichtbare Gegner

Cover - Der unsichtbare Gegner

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» Ystads Polizei ist schockiert: Ein junges Mädchen wird brutal ermordet, mit einem blutleeren Körper aufgefunden. Eine Spur führt zu Martinssons Tochter, die verschwunden ist. Und Wallanders Tochter Linda verletzt sich schwer an einer manipulierten Waffe . Wer will der Polizei von Ystad schaden? Ein Katz- und Mausspiel mit dem Täter beginnt, doch die Ermittler sind stets einen Schritt zu langsam. Wallander und Martinsson fühlen sich mehr und mehr wie Gejagte.
» Produktion: Der Hörverlag
» Regie: Sven Stricker
» Musik: Jan-Peter Pflug
» Buch/Script: Stefan Ahnhem
» Umfang (CDs): 1
» Dauer: 75 Minuten
» ISBN: 9783867172011

» VÖ: 2009-04-09
» eine Produktion von HörverlagWebseite des Labels
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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Wallander (005) Der unsichtbare GegnerEs dauert nur Sekunden bis einen die ganz eigene Atmosphäre der Wallander-Hörspiele einfängt. Etwas beklemmend depressives schwingt im Tonfall der Serie. Etwas, das einen nicht mehr in die wirkliche Welt entlässt, bis die letzten Klänge des Hörspiels verklungen sind.

Der fünfte Fall startet mit einer ganzen Reihe von merkwürdigen Ereignissen. An Wallanders Auto wird in der Nacht das Benzin angezapft, während andernorts ein abgetrennter Kopf in einem Brunnen auftaucht. Nur wenig später stolpern die Ermittler nach einem eigenartigen Anruf über eine völlig ausgeblutete Frauenleiche, die in einem Wohnhaus aufgehängt ist. Kann es da irgendwo einen Zusammenhang geben? Eigentlich ist das unmöglich, aber irgendetwas stimmt in der Abfolge an Ereignissen, in die sich immer weitere Merkwürdigkeiten einreihen, ganz und gar nicht.

Dass einen gestohlenes Benzin in innere Unruhe versetzt, muss man so erst einmal hinbekommen. Normalerweise würde man einer solchen Banalität kaum größere Aufmerksamkeit schenken, allenfalls als nettes Detail am Rande zur Kenntnis nehmen. Hier aber ist das anders, denn die nächste Andeutung macht deutlich, dass hier nichts so ist, wie es auf den ersten Blick zu sein scheint.
Denkt man sich anfangs noch, dass das alles, will man es zu einem vernünftigen Ganzen zusammenfügen, eigentlich nur schrecklich konstruiert ausgehen kann, so wird man schon bald recht eindrucksvoll vom Gegenteil überzeugt.
Nicht nur der Plot ist von erstaunlicher Qualität, erst im Zusammenspiel mit dem vertrauten Ermittlerteam wird daraus ein Meisterstück des psychologischen Kriegsspiels. Erwähnt sei an dieser Stelle nur die Szene, in der Wallander einem Putzmann an die Gurgel geht und von seinen Mitarbeitern zurückgehalten wird, die ihn für überarbeitet und seine Theorien anfangs für völlig an den Haaren herbei gezogen halten.
Das hohe Maß an Emotionalität, das von Grund auf mit im Spiel ist, wird ganz gezielt für ein hammerhartes Finale genutzt.
Es beweist nur einmal mehr, wie stark diese Serie auf unterschiedlichsten Ebenen ist.

Das alles zusammengenommen und dazu noch die fast schon kunstvolle Inszenierung macht aus diesem Hörspiel weit mehr als nur einen starken Krimi. Sven Stricker versteht es exzellent diese ganz außergewöhnliche Wallander-Stimmung zu schaffen, die düster, depressiv und packend zugleich ist. Es ist schwer dies in einzelne Elemente zu zerlegen, da die Summe aus solchen nicht automatisch das gleiche Ergebnis ergeben muss. Da ist viel Fingerspitzengefühl gefragt und über jenes verfügt Stricker ohne Zweifel.

Eine Punkt, den ich besonders hervorheben möchte, da er mir immer wieder sehr positiv auffällt, ist der Umgang mit dem Erzähler. Mit Andreas Fröhlich hat man jemanden, der über allem steht und in einem neutral-ruhigen, fast schon passiven Tonfall berichtet. Dem gegenüber steht die Innensicht in Linda Wallander, die aus ihrer reinen Hörspielrolle herausspringt und mit persönlichen Kommentaren und Anmerkungen für eine Belebung der Geschichte sorgt.
Die Erzählertexte sind dabei stets so geschickt ausgearbeitet, dass keinerlei Überlängen entstehen oder klaffende Lücken zurückbleiben. Als Hörer ist man aber gefordert, am Geschehen zu kleben, um den roten Faden nicht zu verlieren, da einige Sprünge gerne in schneller Abfolge stattfinden.

Neben der schauspielerischen Glanzleistung beider oben bereits genannten Sprecher, sticht einmal merh vor allem Axel Milberg heraus, der diesmal sogar seine bislang eindrucksvollste Performance an den Tag legt. Auf Augenhöhe mit ihm ist Lennardt Krüger, der in der Extremsituation Martinssons deutlich mehr Gas geben darf als sonst.

Fazit: Ein genialer, bitterböser Fall mit dramatischen Entwicklungen, ein hohes Maß an emotionaler Lebendigkeit in Verbindung mit einer superstarken Inszenierung machen aus diesem Hörspiel einen der besten Krimis der letzten Zeit. Hier stimmt alles!

Note 1+


5


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Sprecher

SprecherRolle
Andreas Fröhlich Erzähler
Axel Milberg Kurt Wallander
Ulrike C. Tscharre Linda Wallander
Christian Stark Stefan Lindman
Lennardt Krüger Martinsson
Kerstin Hilbig Ann-Britt Höglund
Hannes Hellmann Nyberg
Stephan Schwartz Lothar
Jelica Batarilo Jolanta
Eva Michaelis Krankenschwester
Thor W. Müller Postbote
Frank Wieczorek Postbote
Benjamin Utzerath Postbote
Sascha Draeger Schießtrainer
Horst Arenthold Bauer
Aranka Mamero Nachbarin
Alexander Geringas Journalist
Anja Topf Britta Nyström
Katrin Reiling Therese
Kay Poppe Polizist


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