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» Einzelhörspiel » 000) Das Geisterhaus
Cover - Das Geisterhaus

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» Es ist die Geschichte einer Familie sowie die Geschichte eines Landes. Es ist eine Chronik von Gewalt, Ungerechtigkeit und Vergeltung, aber auch von Liebe, Sehnsucht und Magie. Es ist der Weltbestseller von Isabel Allende. Ein großer Roman wird zu einer grandiosen Hörspieladaption: kein Spiel mit Geräuschen, kein Hör-Spiel im üblichen Sinne, sondern ein Hör-Rausch, großes Kino für die Ohren. Unter der Regie von Walter Adler gelingt es, die pralle Familiensaga in 360 Minuten effektvollen Hörspielgenuss zu packen.
» Produktion: Südwestrundfunk 2010, Hessischer Rundfunk 2010
» Regie: Walter Adler
» Musik: Pierre Oser
» Buch/Script: Isabel Allende, Walter Adler
» Umfang (CDs): 8
» ISBN: 9783867175630

» VÖ: 2010-09-17
» eine Produktion von HörverlagWebseite des Labels



» Weitere Informationen:

Pressemitteilung des Hörverlags zum Hörspiel
Der Weg zur weltweit ersten Hörspielinszenierung von „Das Geisterhaus“ war lang: Über fünf Jahre dauerten die notwendigen Lizenzverhandlungen mit den Rechteinhabern, die Bedenken der Bestsellerautorin Isabel Allende waren groß, die Filmadaption allgegenwärtig. Am 17. September erscheint nun die Hörspielproduktion des SWR und hr2 im Hörverlag und überzeugt:
„It sounds really wonderful“ urteilt Isabel Allende begeistert und bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten für die gelungene Inszenierung, unter der Regie von Walter Adler. Dieser verdichtete den Weltbestseller in einer über einjährigen Arbeitsphase zu einem 400-seitigen Manuskript, das mit 75 Rollen (u. a. Ulrich Matthes, Manfred Zapatka, Angela Winkler, Lena Stolze und Susanne Lothar) hochkarätig besetzt ist. Mit einer Studiozeit von 80 Produktionstagen ist es die aufwändigste Hörspielinszenierung des SWR seit „Herr der Ringe“ (1992). „Das Geisterhaus ist eine episch erzählte Geschichte und sie muss auch episch bleiben“, so Walter Adler. Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung lobte die 563 Hörspielminuten im Vorfeld bereits als „ein Klang- und Stimmengemälde, prallvoll von Allendes erzähltem halben Jahrhundert“.

Auszeichnungen:
Der Sankt Michaelsbund zeichnete die Hörspielinszenierung von Isabel Allendes Weltbestseller „Das Geisterhaus“ (Produktion: hr/SWR) als Hörbuch des Monats im Januar 2011 aus. Der Regisseur Walter Adler habe „den Roman nicht nur werkgetreu verdichtet, sondern mit Dialogen, Monologen, Musik und Geräuschen ein unvergessliches Hörfest geschaffen“, heißt es in der Jurybegründung.

Dir fehlen zu dieser Produktion wichtige Daten oder dir ist ein Fehler aufgefallen? Dann schreibe uns eine kurze Mail an: content[at]hoerspieleportal[.]de

Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Einzelhörspiel (000) Das Geisterhaus"Das Geisterhaus" war der erste Roman der Autorin Isabell Allende, der ihr direkt Weltruhm bescherrte. Viele Jahre später hat sich Walter Adler daran gemacht dieses opulente Werk auf insgesamt 8 CDs zu vertonen - bei einer Laufzeit von fast 10 Stunden.

Es ist das 20. Jahrhundert - das Zeitalter der Wissenschaft, wie es von den Leuten dieser Zeit genannt wird. Es sind die Tage, als Rosa del Valle an einem heimtückischen Gift stirbt, welches eigentlich für ihren Vater in politischer Absicht bestimmt war. Wir befinden uns in Südamerika, genauer gesagt in Chile - also weit abseits der zu dieser Zeit in Europa tobenden Weltkriege.
Clara ist Rosas jüngere Schwester. Und sie verfügt über ganz besondere Fähigkeiten, die jedoch von der Familie del Valle nach besten Möglichkeiten zu verstecken versucht werden. Dennoch fällt Clara vor allem durch ihre eintreffenden Vorhersagen auf.
Sie ist es, die später Esteban Trueba heiratet, einem Minenarbeiter, der eigentlich Rosa versprochen war. Nach dem überraschenden Tod seiner Verlobten Rosa ändert sich Esteban Truebas Leben gewaltig. Er zieht aus und gründet in einem alten Herrenhaus ein neues Heim - nicht nur für sich. Aus dem anfangs kleinen landwirtschaftlichen Anwesen wächst ein gewaltiges Gut heran und aufgrund Estebas ungezügelter Lust wächst seine Familie schnell in unüberschaubaren Bahnen.

Wer angesichts des Titels eine gruselige Geschichte erwartet, dem sei gleich zu Beginn gesagt, dass man eine solche hier nicht zu hören bekommt. Der auf eine unheimliche Erzählung hindeutende Titel ergiebt sich vielmehr aufgrund Claras besonderen Fähigkeiten, die dazu führen, dass das einst herrschaftlichen Gutshaus mit der Zeit immer verwinkeltere Formen annimmt und aufgrund der zahlreichen spiritistischen Sitzungen zu einem regelrechten Geisterhaus verkommt.
Vielmehr bekommt man es mit einer gewaltigen Familiensaga zu tun, die das Schicksal gleich mehrerer Generationen erzählt. Im Mittelpunkt all dessen steht jedoch Esteban Trueba. Allerdings noch nicht ganz zu Anfang, so dass es ein wenig braucht, bis man in diese Geschichte hineinfindet. Nicht nur gilt es zunächst einmal auszumachen, wer von den zahlreichen Figuren, die einem schon in den ersten Szenen über den Weg laufen im weiteren Verlauf eine größere Rolle einnehmen wird, sondern man muss außerdem erst in die noch unbekannte Welt eintauchen, um sondieren zu können, wohin der Weg gehen mag.
Bereits in der Anfangszeit ereignet sich einiges, jedoch findet man keinen typischen Spannungsbogen vor. Trotzdem hat man sich bereits zu Beginn der zweiten CD regelrecht in der Geschichte verfangen, was ein klares Indiz dafür ist, dass der gewählte Inszenierungsstil der richtige ist, um einen in diese vergangene Welt eintauchen zu lassen.

Man bekommt es von der ersten Minute an mit mehreren ineinander überfließenden Erzählebenen mit einer ganzen Reihe von Erzählern zu tun. Dabei sind die schildernden Erzählerparts vergleichsweise hoch, was jedoch aufgrund dieses Wechsels gar nicht allzusehr auffällt. Zudem sind die Erzählerparts eng mit den Hörspielszenen verwoben, sie es dass es immer wieder Einschübe oder zeitgleich im Hintergrund ablaufende Ereignisse gibt. Normalerweise bin ich ja nicht unbedingt ein Freund eines zu omnipräsenten Erzählers in einem Hörspiel - doch in diesem Fall passt es - zumal eine Auswalzung vieler Zusammenfassungen in Hörspielszenenform deutlich zu viel Zeit gekostet hätte.
Gerade die männlichen Erzähler vermögen auch allesamt hervorragende Darbietungen zu vollbringen. Ulrich Matthes stellt den neutralen, emotional-unberührten Erzähler dar und hinterlässt in dieser Rolle einen für meine Ohren herausragenden Eindruck. Sehr stark aber genauso der emotional deutlich bewegtere Erzählton von Manfred Zaptaka und Hans-Michael Rehberg als Esteban Trueba in unterschiedlichen Altersstufen. Vor allem in spielerischen Momenten ist Manfred Zapatka hier absolut unübertroffen.
Dagegen konnte ich zu Angela Winkler als Clara Trueba überhaupt keine Verbindung aufbauen - ihre Erzählerparts sind für mich arg schwerfällig und anstrengend umgesetzt.

Obgleich die Erzählung immer mal wieder leichte Längen aufgrund von Leerlaufmomenten aufweist, hält sie einen doch dauernd in ihrem Bann. Eine gute Geschichte lebt von Emotionen und glaubhaften Charakteren - noch besser in Kombination - und genau die gibt es hier zu hören. Die Haupthandlung ernährt sich vom Aufbau des Familienimperiums, dem Gut der Truebas, den politischen Hintergründen, aber vor allem vom Charakter Esteban Truebes, der im Alter jähzorniger denn je wird und auch vor Prügeln gegenüber seiner eigenen Frau und Kindern nicht halt macht. Da wirkt es fast schon wie eine Ironie des Schicksals, dass seine Wertvorstellungen von all seinen Kindern verraten wird.

Die Musik wird während des ganzen Hörspiels eher unauffällig im Hintergrund, jedoch stimmig eingesetzt. Das Ambiente Chiles zu dieser Zeit kommt in Verbindung mit der akkuraten Geräuschkulisse problemlos auf. Und es macht sich in Verbindung mit der Handlung vor allem zum Ende hin immer mehr eine melancholische Stimmung breit.

Das Booklet wartet mit Informationen zu den Hauptsprechern sowie einer umfassenden Sprecherliste auf. Als Bonus wäre ein abgedruckter Familienstammbaum eine nette Sache gewesen.

Fazit: Ein Hörspiel, das man in diesen Ausmaßen nicht jeden Tag zu hören bekommt. Problemlos hätte man aus dem ganzen eine ganze Hörspielserie machen können. So bleibt ein wahres Mammut von einem Hörspiel mit fast 10 Stunden Laufzeit. Auch wenn der Erzähleranteil recht hoch ist, bekommt man nie den Eindruck einer inszenierten Lesung zu lauschen. Dazu ist die Umsetzung viel zu opulent. Und die Zusammenfassungen noch hörspieliger auszuwalzen wäre gewiss nicht dienlich gewesen, da die Geschichte auch so schon manche Länge zu bewältigen hat. Nichtsdestotrotz ist es die glaubwürdige, emotionale Darstellung der Charaktere, die einen mitfiebern und mitleiden lässt.

Note 1


5


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Sprecher

SprecherRolle
Ulrich Matthes Erzähler
Corinna Kirchhoff Nivea del Valle
Angela Winkler Clara Trueba
Jana Köpke Clara (als Kind)
Manfred Zapatka Esteban Trueba
Hans-Michael Rehberg Esteban Trueba
Lena Stolze Blanca Trueba
Linnea Saure Blanca Trueba (als Kind)
Irm Hermann Nana
Susanne Lothar Ferula Trueba
Lavinia Wilson Alba
Lea Kübler Alba (als Kind)
Christian Redl Pedro Segundo Garcia
Werner Wölbern Pedro Tercero Garcia
Niclas Tutsch Pedro Terceo Garcia (als Kind)
Sylvester Groth Jaime Trueba
Andreas Pietschmann Nicolas Trueba
Rüdiger Vogler Severo del Valle
Felix von Manteuffel Pater Antonio
Sebastian Blomberg Miguel
Markus Scheumann Esteban Garcia
Patrick Mölleken Esteban Garcia (als Kind)
Andreas Grothgar Pater Restrepo
Walter Renneisen Pedro Garcia
Sascha Icks Ana Diaz
Effi Rabsilber Rosa del Valle
Gabriela Badura Oberin
Volkmar Kleinert General Hurtado
Heidemarie Rohweder Ester Trueba
Bernhard Baier Doktor Cuevas
Felix Banholzer Assistent
Markus Weickert Maultiertreiber
Andreas Szerda Holzfäller / Mustafa
Volker Risch Pfarrer
Odine Johne Transito Soto (als Kind)
Stephanie Schönfeld Transito Soto
Christine Davis Transito Soto (im Alter)
Emilia de Fries Pancha Garcia
Johanna Hanke Pancha Garcia (im Alter)
Sibylle Nicolai Bordellchefin
Charles Ripley Mr. Brown
Rahel Ohm Mora Schwester 1
Katja Gaudard Mora Schwester 2
Nina Danzeisen Mora Schwester 3 (Luisa Mora)
Jacques Bachelier Graf Jean de Satigny
Nele Rosetz Amanda
Matthias Brandt Präsident
Oliver Nitsche Chef
Marcus Michalski Geheimpolizist
Jo Jung Mann 1
Peter Sikorski Mann 2
Elmar Roloff Senor Gomez
Marietta Meguid Sekretärin
Sebastian Kowski Offizier 1 / Padre Dulce Maria
Michael Stiller Offizier 2
Jens Winterstein Offizier 3
Jonas Fürstenau Soldat
Bernd Gnann CIA-Mann
Katharina Giesbertz Frau 2
Heinrich Giskes Bauer 1+2
Ulrike Barthruff Bäuerin + Frau 1
Horst Hildebrand Honorio
Vladislav Grakovski Rostipov
Joachim Hall Arzt
Bijan Zamani Polizist
Walter Adler Polizeisprecher
Norbert Beilharz Polizeikommissar
Boris Koneczny Verwalter
Martin Leutgeb Priester


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