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» Gruselkabinett » 046) Die Maske des roten Todes

Cover - Die Maske des roten Todes

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» Im ganzen Land wütet eine tödliche Seuche, genannt „der rote Tod“. Der exzentrische Landesfürst Prinz Prospero verschließt jedoch die Augen vor den Nöten seiner Untertanen. Er lässt die Zugänge zu seinem Schloss verbarrikadieren und feiert mit seiner Hofgesellschaft ein ausschweifendes Fest nach dem anderen. Für einen Maskenball hat er sich etwas ganz besonderes ausgedacht…
» Buch/Script: Edgar Allan Poe
» Umfang (CDs): 1
» ISBN: 97837857438898

» VÖ: 2010-10-22
» eine Produktion von Titania MedienWebseite des Labels
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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Gruselkabinett (046) Die Maske des roten TodesAuf der Heimreise mit der Kutsche stößt der Prinz mit seinem Ministern auf zwei höchst eigenwillige, hilfsbedürftige Gesellen: Hopp-Frosch und Tripetta, zwei kleinwüchsige Künstler, die verzweifelt versuchen, das nächste Dorf zu erreichen. Der Prinz nimmt die beiden mit an Bord - jedoch keineswegs aus reiner Hilfsbereitschaft, sondern vielmehr zum Amüsement. Als sie das nächste Dorf schließlich erreichen, bietet sich ihnen dort ein Bild des Grauens. Der rote Tod, wie die geheimnisvolle Seuche genannt wird, die neuerdings im ganzen Land tobt, wütet mit aller Gnadenlosigkeit.
Der Prinz sieht den einzigen Ausweg, sich zusammen mit einigen geladenen Gästen in der Abtei zu verbarrikadieren, bis die Seuche ausgestanden ist. Auch Hopp-Frosch und Tripetta sollen ihn mehr oder weniger freiwillig begleiten, ahnen aber noch nicht, welch sadistischen Spiele sie zu ertragen haben, die der Prinz im Rahmen seiner Festlichkeiten veranstaltet.

"Die Maske des roten Todes" und "Hopp-Frosch" von Edgar Allan Poe wurde bereits von STIL exzellent vertont, dort allerdings eingebettet in eine Serie mit übergreifender Rahmenhandlung. Hier stehen Geschichte von Poe in eine Geschichte verknüpft, dafür ohne eine übergreifenden Handlung. Nichtsdestotrotz muss sich die Titania-Version den Vergleich mit STILs hervorragender Arbeit gefallen lassen. Da man sich bei Titania aber qualitativ durchaus in gleichwertigen professionellen Bahnen bewegt, braucht man diesen Vergleich eigentlich nicht zu scheuen - oder?

Nein. Absolut nicht. Es fällt mir nach dem Hören beider Varianten doch sehr schwer zu sagen, welche hier letztlich die bessere ist. Beide haben jeweils ihre ganz eigenen Stärken. Zu denen zählt bei Titania vor allem das glaubwürdige Aufleben lassen alter Zeiten und vor allem alter Sitten. Das geschieht nicht allein mit entsprechend gestalteter Musik zu den prächtigen Banketten in der Abtei, sondern insbesondere durch die hervorragenden schauspielerischen Darstellungen der einzelnen Beteiligten. Dabei muss man ohnehin festhalten, dass die Besetzung der Rollen kaum treffender hätte sein können.

In der Rolle von Hopp-Frosch findet sich Sven Plate wieder, der mit seiner markanten Stimmlage wunderbar in eine solche Rolle passt. Nicht minder überzeugend erweist sich Daniela Reidies als Tripetta, der man die Zerbrechlichkeit und Zartheit in nahezu jeder Silbe anmerkt. Ein krankhaftes Gegenwicht ist dagegen Ernst Meincke, der teuflisch genial die Rolle des Prinzen ausfüllt.
In der Rolle des Erzähler findet sich einmal mehr Hasso Zorn wieder. Meinetwegen darf er gerne zum Haus- und Hof-Erzähler des Gruselkabinetts werden, denn seine Art der Berichterstattung ist äußerst angenehm, aber aufgrund seiner Stimmfärbung dennoch sehr passend für den gruseligen Rahmen.

Die Geschichte ist Poe-typisch vor allem am Ende wieder extrem böse ausgefallen, wobei man sich als Hörer einer gewissen diebischen Freude über das gerechte Schicksal einiger Beteiligter nicht erwehren kann. Dass es einem gelingt, den Hörer emotional so in die Geschichte zu ziehen, verdient zweifelsfrei großes Lob.

Neben der zeittypischen Musikbegleitung arbeitet Titania zur Unterstützung des Schauereffekts mit unterschwellig eingesetzten schneidend kalten Klängen, die Unbehangen erzeugen. Dazu noch die prägnanten Geräuscheffekte mit Gänsehautgarantie und fertig ist eine rundum stimmige Klangkulisse.

Fazit: eine tolle Geschichte in einer exzellenten Umsetzung. Zwar findet sich eine gewisse übernatürliche Komponente wieder, doch das eigentliche Grauen ergibt sich vielmehr durch das Agieren der verschiedenen Charaktere.

Note 1-


4


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Ja Nein



Sprecher

SprecherRolle
Hasso Zorn Erzähler
Axel Lutter Roter Tod
Ernst Meincke Prinz Prospero
Uli Krohm Erster Minister
Viktor Neumann Zweiter Minister
Alexander Turrek Dritter Minister
Sven Plate Hopp-Frosch
Daniela Reidies Tripetta
Reinhilt Schneider Giulietta
Peter Reinhardt Kutscher


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» Hörer-Meinungen (1)
Hauke (blog.hspweb.de) schrieb am 26.10.2010 20:19:18 Uhr
Bewertung: k.A.

Der rote Tod geht um. Eine Epidemie. Ein ganzer Zirkus stirbt – bis auf zwei Ausnahmen: eine zwergengroße Tänzerin und verkrüppelter Mensch. Diese beiden fliehen zu Fuß vor dem roten Tod und treffen auf den Landesfürsten, der sie zur Unterhaltung mitnimmt auf seinen Landsitz, in dem er sich vor der gefährlichen Seuche verbarrikadiert und große Feste feiert, während das Volk stirbt. Verspottet und gezwungen Dinge zu tun, die sie nicht wollen, spinnen die beiden einen furchtbaren Plan, bei dem die Farbe rot eine wichtige Rolle spielt...

Richtig unheimlich finde ich das Hörspiel nicht. Es ist aber sehr stimmungsvoll und hat eine spannungsgeladene Atmosphäre. Verantwortlich sind dafür nicht nur die hervorragend ausgewählten Musikstücke, sondern auch die genialen Soundeffekte. Die Geräusche fallen kaum auf, weil sie die Szenen so realitätsnah wiedergeben, dass nichts vermisst wird und nichts hervorsticht, was unrealistisch wirkt. Einzige Ausnahme ist die Kutschfahrt. Dort fällt auf, dass das Geräusch „Kutsche fahrend“ pausenlos wiederholt wird. Aber das war früher auch nicht anders.

Ich habe mich sehr gefreut Ernst Meincke und Sven Plate in einem Hörspiel zu hören und dabei nicht an ihre Hauptrollen bei anderen Hörspielserien erinnert zu werden. Beide sprechen ihre Rolle gut. Am Anfang hat die Regie allerdings nicht gut aufgepasst. Sven Plate müsste durchgehend erschöpft klingen, wie seine Kollegin Daniela Reidies. Doch er erholt sich zwischenzeitlich total. Er klingt bei der einen Antwort auf eine Frage nicht so, als ob er erschöpft wäre. In der nächsten Antwort lässt er dann wieder den erschöpften heraushängen. Davon abgesehen habe ich nichts zu bemängeln.

Uli Krohm, Viktor Neumann und Alexander Turrek als Minister und Daniela Reidies als Tripetta konnten mich auf ganzer Linie überzeugen. Die Stimmen passen hervorragend zu ihren Rollen. Sven Plate als Hopp-Frosch ist ebenfalls äußerst passend besetzt. Anzukreiden ist jedoch ein Regiefehler.
Die markanten Stimmen von Ernst Meincke und Reinhilt Schneider bilden einen guten Kontrast. Ich musste das Hörspiel allerdings einige Male hören, ehe ich die in diesem Hörspiel gespielten Charaktere vor Augen hatte, da andere von ihnen gesprochene diese zunächst überlagerten.

Fazit
Ein gelungenes Hörspiel, welches wunderbar unterhält, aber kleine Macken aufweist.
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