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Cover - Berge des Wahnsinns

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» Bei einer Antarktis-Expedition stoßen Wissenschafler auf gefrorene Leichen seltsamer Wesen und ein unbekanntes Gebirge. In diesen Bergen des Wahnsinns entdecken sie eine verlassene, düstere Stadt, die ein schauerliches Geheimnis birgt...
» Produktion: Lars Peter Lueg
» Regie: Lars Peter Lueg
» Musik: Andy Matern
» Buch/Script: H. P. Lovecraft

» VÖ: 2008-03-11
» eine Produktion von Lübbe AudioWebseite des Labels
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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Hörbuch (000) Berge des WahnsinnsDie Expedition in die Eiswüste der Antarktis soll für Dyer zu einem grausamen Erlebnis werden. Einem, das an die Grenzen des Verstandes, des überhaupt Verstehbaren führen soll.

H.P. Lovecraft gilt als Meister und Vorreiter der modernen Horrorliteratur. Der Vertonung des Titels "Berge des Wahnsinns" hat sich LPL im Rahmen der H.P. Lovecraft - Bibliothek des Grauens gewidmet unter der bereits verschiedene weitere Titel des Meisters der Grauen erschienen sind.

Die unendliche Weite des weißen Nichts empfängt die Expeditionsteilnehmer mit phantastischen Naturspektakeln. Himmelsschauspiele der besonderen Art, wie sie nur die schneidend kalte, kristallklare Luft der Antarktis hervorbringen kann. Die Expedition ist gut organisiert und die Vorbereitungen für die mehrere Wochen dauernde Forschungen sind in stetigem Gange.
Mit Unbehagen erinnert sich der Ich-Erzähler zurück an jene Tage, insbesondere an die daran anknüpfenden Geschehnisse, die er nur schwer in passende Worte zu kleiden weiß. So sehr der hier agierende Erzähler stetig aufs Neue betont, wie schwer ihm die Schilderung fällt, so muss man doch feststellen, dass der eigentliche Autor hinter allem damit keinerlei Probleme zu haben scheint. Es ist schier unglaublich mit welcher Eleganz, Treffsicherheit und mit welchem Wortschatz-Umfang Lovecraft dem Horror ein Gesicht gibt. Und sei es in dieser Anfangsphase nur durch vage Andeutungen und abschweifende Vergleiche. Die Stimmung, die er bereits dadurch schafft ist erdrückend. Die mit Neugier behafftete Spannung lässt einen nur schwer ruhig in seinem gemütlichen Wohnzimmersessel verharren. Viel zu sehr wähnt man sich inmitten der unwirtlichen, ja menschenfeindlichen Gegend, der auch sämtliche Expeditionsteilnehmer ausgesetzt sind. Doch dabei sind wir gerade erst am Anfang...

Eine Warnung soll es sein, eine Warnung ob der neuerlich geplanten Expedition in eine Welt, die besser unentdeckt bleibt. Doch wovor? Was hat man entdeckt, was ist passiert?
H.P. Lovecraft ist niemand, der direkt mit der Tür ins Haus fällt. Alles, was hier geschieht, passiert schleichend. Schritt für Schritt wird man mitgenommen zu immer neuen, erstaunlichen und gleichsam erschreckenden Entdeckungen und den daraus entsponnenen Theorien.
Das Stolpern über die Berge des Wahnsinns durch einen fast schon puren Zufall stellt den ersten dieser Höhepunkte dar. Gipfel in Dimensionen, die zuvor noch niemand zu Fuß überwunden haben kann. Höher als die höchsten Gipfel des Himalaya, Gipfel bis zu zehntausend Meter. Ein unbeschreiblicher Fund, bei dem es allerdings nicht bleiben soll. Das, was wenig später in einer Höhle unter dem ewigen Eis auftaucht, ist sogar weitaus erstaunlicher und wirft ein völlig neues Bild auf erdgeschichtliche Fragen.
Kurz darauf kommt es zu einem furchtbaren Orkan, bei welchem der Funkkontakt zwischen den zwei Basislagern abbricht. Als sich der Wind endlich legt und noch immer kein Zeichen der Männer am Fuße der Berge des Wahnsinns zu vernehmen ist, macht sich der Rest der zurückgebliebenen Crew auf die Suche und findet ein Bild des Schreckens vor.
Es soll allerdings noch schlimmer kommen, als man beschließt die Berge zu überqueren...

In dieser Erzählung bedient sich Lovecraft hauptsächlich ausführlicher, bisweilen schon ausufernder Schilderungen durch einen personellen Erzähler, der sämtlich aus seinem Blickwinkel berichtet. Stilmittel wie wörtliche Reden, temporeiche Passagen und ähnliches sucht man hier vergeblich. Das macht es nicht immer ganz leicht die Konzentration zu behalten. Gerade auch die manchmal etwas alt anmutende Sprache erschwert es den Draht zum Geschehen aufrecht zu erhalten. Kost, der man leicht folgt ist dies gewiss nicht. Dennoch ist die Art und Weise wie die Geschichte erzählt wird und die sprachliche Schilderung von beachtlicher Qualität. Allein deshalb lohnt es sich, in dieses Hörbuch hineinzuhören.
Den blanken, nackten Horror konnte diese Geschichte bei mir zwar nicht erzeugen, allerdings durchaus eine ganz besondere Form von Faszination.

Und das liegt nicht zuletzt an zwei weiteren Faktoren.
Zum einen ist das David Nathan. Ein alles andere als unbekannter Name und großartiger Sprecher und Schauspieler. Er verleiht diesem Werk eine Stimmung, ein Timbre, das in seinen Bann schlägt. Somit schafft es Nathan den Zugang zu diesem nicht immer ganz leicht zu folgendem Inhalt maßgeblich zu erleichtern.

Für sehr viel Atmosphäre sorgen die häufiger in Erscheinung tretenden unheilverkündendenden, düsteren Klänge. Kalt und frostig schneidet die Musik wie eine Klinge aus Eis in die Haut. Ein erdrückend unheimliches Szenario, das sich letztlich nicht hätte besser mit Musik herausarbeiten lassen.

Fazit: Ein phantastisch in Worte gekleidetes Erlebnis, das den Hörer schon ziemlich fordert, da Lovecraft in seinen Schilderungen sehr umfassend zu Werke geht. Das sorgt für ein paar Längen und einen erschwerten Zugang. Doch am Ende bleibt ein beeindruckendes Werk, bei dem vor allem die Art und Weise des Aufbaus von subtilem Horror besticht. Faszinierend, wenngleich absolut nicht zum entspannten Hören geeignet.

Note 2+


4


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Sprecher

SprecherRolle
David Nathan Erzähler


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