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» Einzelhörspiel » 000) Loreley
Cover - Loreley

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» Auf einer Klippe hoch über dem Rhein ruft ein Mädchen aus einem vergitterten Brunnenschacht. Noch ahnt Ailis, die beim Burgschmied in die Lehre geht, nichts von dem dunklen Geheimnis der Gefangenen. Doch dann geraten Menschen in den Bann des Teufels in Kindsgestalt, und der magische Lockruf der Loreley droht, das Land ins Verderben zu reißen. Nur Ailis kann die Gefahr noch abwenden. Ihr Weg führt sie in das rätselhafte Reich des Spielmannszaubers ...
» Regie: Marco Göllner
» Buch/Script: Kai Meyer, Marco Göllner
» Umfang (CDs): 4

» VÖ: 2012-10-05
» eine Produktion von ZaubermondWebseite des Labels
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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Einzelhörspiel (000) LoreleyMit Loreley hat Marco Göllner wieder einmal so richtig gezaubert.
Nach den beiden (meines Erachtens nach exzellent gelungenen) Vertonungen rund um die Brüder Grimm ist dies nun bereits die dritte Vorlage von Kai Meyer, der sich Marco Göllner gewidmet hat. Er ist aber nicht der einzige. Schon die Inszenierungen von STIL (z.B. Die Alchimistin, Die Vatikan-Verschwörung, Die Wellenläufer) haben echte Leuchttürme im Hörspielmeer gesetzt. Irgendetwas müssen also diese Geschichten von Kai Meyer an sich haben, dass sie Hörspielmacher derart inspirieren.

Wie viele Gedanken sich gerade Marco Göllner im Vorfeld gemacht hat, zeigen die Making-Of-Videos, die auf Youtube einsehbar sind. Hier schildert er gerade seine Ideen rund um die Musik, die ja angesichts des Themas Loreley einen ganz besonderen Stellenwert in diesem Hörspiel einnimmt. Und gerade in solchen Momenten wird einem wieder mal deutlich vor Augen geführt, was ein solcher Score wie er hier präsentier wird bewirken kann. Kein 0815 Standardgedudel, das man wahllos zwischen die Szenen streut, sondern ein reifer Soundtrack, der emotional mitnimmt und das Hörspiel erst zu dem macht, was es ist. Von dezenten Akzenten mit der Harfe bis hin zum schauerlichen Gesang der Loreley.

Apropos: die stimmliche Besetzung des Echos mit Lilli Martha König ist einfach nur unglaublich böööse. Was diese hier schauspielerisch auffährt ist extrem beeindruckend und wie Marco Göllner das ganze in sein Hörspiel verflechtet, lässt einem mehr als nur eine Gänsehaut über den Rücken jagen. Das ist große Hörspielkunst!

Bereits in der ersten Szene lässt einen Göllner regelrecht verstört zurück. Ein starker Appetitmacher, dessen gesamte Bedeutung sich erst über den Verlauf des Hörspiels hinweg erschließt. Die Fantasy-Geschichte von Kai Meyer ist auf dem Boden einer realistischen Mittelalterlichen Welt gegründet, von der aus die Fantasy-Elemente ihren Schrecken nur umso größer entfalten können. Allerdings verschenkt Meyer meines Erachtens nach etwas Potential. Zunächst baut er Charaktere und Geheimnisse auf und verspinnt das ganze immer weiter. Jedoch verpasst er dann bisweilen die Chance noch größere Spannung durch grandiose Wendungen hinzubekommen. Nichtsdestotrotz – spannend ist und bleibt die Geschichte trotz des Gefühls, dass manchmal etwas Leerlauf herrscht, dennoch.

Nochmals zurück zu den Schauspielern: mit Sandra Schadt als Fee und Anna Julia Kapfelsberger als Ailis hat Marco Göllner eine hervorragende Besetzung der Hauptrollen gefunden. Beide sind im Hörspielsektor stimmlich noch unverbraucht. Genau wie viele andere Stimmen in diesem Hörspiel. Konsequent ist auch die Entscheidung für einen weiblichen Erzähler – und Gertie Honeck bringt genau die richtige Stimmfärbung mit, um die Geschehnisse hier in den richtigen Rahmen zu bringen.

Fazit: Wie schon eingangs gesagt: Marco Göllner zaubert mal wieder. Ein Hörspiel, das trotz einer nicht zu bestreitenden experimentellen Handschrift in gewissen Dingen, einfach rund wirkt. Ein Hörerlebnis, wie man es nicht jeden Tag bekommt. Und auch wenn die Geschichte meines Erachtens nach durchaus noch ein, zwei Wendungen mehr hätte bieten dürfen: ich fühlte mich hervorragend unterhalten.

Note 1


5


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