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Cover - Das Geheimnis um die rätselhafte Mind-Machine (Hörspiel zum Film)
Durchschnitts-Kurzwertung:

- / 15

» Drei verschwundene Kinder, ein Biolehrer unter Verdacht und ein Kommissar, der nicht weiter weiß. Dabei fängt alles ganz harmlos an: Als Kevin seine "Mind Machine", mit der er den bundesweiten "Jugend forscht" Wettbewerb gewonnen hat, vor der ganzen Schule präsentieren soll, flüchtet er nach einigen, wirren Sätzen von der Bühne. Als dann auch noch seine Freundin Nadine verschwindet, treten TKKG in Aktion. Tim, Karl, Klößchen und Gaby nutzen einen Ausflug als Vorwand, um sich kopfüber auf die waghalsige Suche nach den verschwundenen Kindern zu machen....
» Umfang (CDs): 2

» VÖ: 2006-09-22
» eine Produktion von EuropaWebseite des Labels
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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

TKKG (000) Das Geheimnis um die rätselhafte Mind-Machine (Hörspiel zum Film)Nach den ersten Minuten des Hörspiels war ich wirklich sehr angetan. Fast fühlt man sich an die alten Zeiten der TKKG-Folgen erinnert, was zu einem ganz großen Teil sicherlich an den jungen Stimmen liegt. Aber dazu später mehr. Dieser zunächst positive Eindruck hat sich zwar auch jetzt nach dem zweiten Hören des Abenteuers grundsätzlich gehalten, jedoch mit einigen kleineren Abstrichen. Im direkten Vergleich zu den vergangenen normalen TKKG-Episoden kann man diesem Hörspiel bescheinigen, dass es durchaus in einer anderen Liga spielt. Ein großes Problem der neuen Folgen ist, dass 2/3 der Folge aus belanglosem Bla-Bla besteht. Hier sieht es anders aus. Der Fall schreitet zwar leider auch einen Tick zu ruhig voran, aber inhaltlich wird deutlich mehr und vor allem interessanteres geboten. TKKG ermitteln und kommen so den Hintergründen der Entführungen Stück für Stück auf die Spur und geraten sogar selbst in Gefahr. Dabei erscheint es fast als Wohltat, dass Tim nicht mal eben alle Gangster kurz und klein schlägt, wenn er auch später seine Judokünste kurz unter Beweis stellen darf. Aber das eben in einer Form, die glaubhaft wirkt und ihn nicht als unbesiegbaren Übermenschen darstellt.
Eine klassische Detektivgeschichte wäre das gewesen, was ich mir eigentlich für einen TKKG-Film gewünscht hatte. Richtig zurück zu den Wurzeln schien es also nicht zu gehen und vor allem die erste Inhaltsangabe ließ einen doch etwas arg ratlos vor dem PC zurück. Mind-Machine - konnte das etwas werden? Überraschenderweise ist der Science-Fiction-Anteil aber wesentlich geringer als zunächst befürchtet. Es werden Erklärungen geboten, die sich als durchweg glaubhaft herausstellen. Dass man im Hörspiel auch kein direktes Bild eben dieser Mind-Machine vor Augen hat, ist sicherlich kein Fehler und bietet so denjenigen, welche den Film nicht gesehen habe oder nicht sehen werden, die Möglichkeit der eigenen Phantasie freien Lauf zu lassen. Die Finalszene in dem unterirdischen Versuchsraum erscheint aber dann doch ein klein wenig übertrieben. Dennoch kann ich mit dem hier dargebotenem Anteil an hauptsächlich Science und ein klein wenig Fiction doch recht gut leben.
Langweilig wird der Fall keineswegs, zumal es immer wieder einige Actionsequenzen gibt, welche die Spannung dann nochmal ein Stück weit anheizen. Wie schon gesagt, geht es insgesamt aber eher ruhig zur Sache. Sieht man mal von der Sache mit der Mind-Machine ab, so hat man es im Grunde mit einem soliden Kriminalfall zu tun, bei dem auch eine Spur Abenteuer dabei ist.

Damit kommen wir dann auch schon zu dem Punkt, in dem sich das Hörspiel total von den letzten regulären TKKG-Hörspielen abhebt: den Sprechern. Fast wünscht man sich, dass die vier TKKG-Schauspieler in Zukunft den Part von Draeger, Nowotny, Lubowski und Neugebauer übernehmen. Denn hier wird wieder etwas geschaffen, was man so einfach nicht mehr hat: Authenzität. Es macht eben doch einen nicht unbeträchtlichen Unterschied ob vier Jugendliche gefährliche Abenteuer erleben oder vier Erwachsene, die aber angeblich noch 14 Jahre sein sollen.
Schauen wir uns die vier Hauptdarsteller des zweiten TKKG-Films etwas genauer an:
Jannis Niewöhner ist Tim Carsten. Dabei klingt er dem jungen Sascha Draeger der TKKG-Anfangszeit gar nicht so unähnlich. Tim erweist sich in diesem Hörspiel zum Kinofilm als Rädelsführer, so beschließt er einmal kurzerhand in Kevins Wohnung einzusteigen, wird dafür allerdings später von Kommissar Glockner auch gerügt.
Jonathan Dümcke ist Karl Vierstein. Er verfügt über einen außergewöhnlich hohen Intelligenzquotienten und bastelt in seiner Freizeit sehr gerne die verücktesten Dinge zusammen. Karl erweist sich aber ebenso als Computergenie. So gelingt es ihm in kurzer Zeit in den Computer ihres Biologie-Lehrers Manek einzubrechen. Die Stimme von Dümcke wirkt als einzige der vier Freunde nicht ganz passend. Er klingt eher wie Gaby und hat somit auch nicht allzuviel mit dem Ur-Niki Nowotny gemein.
Lukas Eichhammer ist Klößchen. Hier wirkt er eher ein wenig tollpatschig und fresssüchtig. Aspekte, die man eigentlich auch mit dem Klößchen der Buch-/Hörspielserie verbindet. Im Gegensatz zu den neuen Folgen ist er aber nicht nur der reine Volltrottel vom Dienst, der einzig dazu da ist, mal die Geldbörse zu öffnen. Daher darf man ebenso bei ihm davon sprechen, dass man mit der Charakterisierung der Figur eher wieder Back to the roots geht, obwohl ihm dazu fast ein wenig die Komik fehlt.
Svea Bein ist Gaby Glockner. Interessanterweise ist Gaby hier nicht das Mädchen, das bei gefährlichen Aktionen zuhause bleiben muss, aber genausowenig das Mädchen, welches nur ihren Freund anhimmelt. Sie erweist sich stattdessen als sehr eigenständig und erfüllt teilweise sogar die Rolle, die sonst eher Tim zukommt, nämlich die Bande anzutreiben. Man tut sich zwar etwas schwer in ihr die Gaby aus der regulären Serie wiederzuerkennen, jedoch empfinde ich diese Erneuerung der Figur keineswegs als schlecht.
Letztendlich ist es wirklich überraschend, wie schnell man sich doch an die neuen Stimmen gewöhnt hat. Zwar mögen die vier vielleicht noch nicht in jeder Szene perfekt sein, aber dennoch spielen sie ihren Part (rein akustisch betrachtet) sehr bemüht. Da das Hörspiel ja dem Originalton des Kinofilms mit nachträglich eingefügtem Erzähler entspricht, gibt es über die weiteren Sprecher, die ja zum Großteil bekannte Schauspieler sind nichts negatives zu berichten. Hauke Diekamp, Jürgen Vogel, Ulrich Noethen oder Jeanette Hain sind eben doch keine Unbekannten. Wolfgang Kaven kennt man aus der normalen Hörspielserie und hier erledigt er seinen Job mit der gleichen Routine.

Das Geschehen wird durch insgesamt eher ruhige, aber dennoch abwechslungsreiche Klänge untermalt, was natürlich zusätzlich nochmal den etwas trägeren Charakter der Story unterstreicht. In den Actionszenen passt sich aber dann selbstredend die Musik an und so sind diese Passagen sehr gelungen. Die Titelmusik ist sicherlich gewöhnungsbedürftig - HipHop ist in Zusammenhang mit TKKG eben ein echtes Novum -, aber keineswegs schlecht. Nicht wirklich überzeugend fällt aber der Schlusstrack aus, bei dem man versucht hat die Titelmelodie der normalen Serie zu erneuern, was man aber besser gelassen hätte. Dass man ein O-Ton-Hörspiel vorliegen hat, merkt man recht deutlich, denn in einigen Szenen ist außer Geräuschen nicht viel zu hören. Dennoch reichen die eingefügten Erzählerparts zum Verständnis grundsätzlich aus.

Das Hörspiel kommt in einem schicken Zwei-CD-Schuber daher, bietet aber leider recht wenig Zusatzmaterial zum Film. Das Inlay verfügt zwar über alle notwendigen Informationen zu Produktion und zum Cast, aber leider wird nicht mehr geboten. Desweiteren hat man sich noch einen kleinen Fehler geleistet. Denn obwohl nur acht Tracks gelistet werden, sind pro CD in Wahrheit neun vorhanden.

Fazit: Trotz kleinerer Schwächen meiner Ansicht nach das TKKG-Highlight 2006. Die jüngeren TKKG-Sprecher machen viel Spaß und auch die Geschichte erweist sich als interessant. Der Science-Fiction-Anteil ist zum Glück nicht ganz so abgedreht wie zunächst befürchtet, so dass am Ende ein Hörspiel der Kategorie "gut" herausgekommen ist.

Note 2-


3


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Sprecher

SprecherRolle
Jannis Niewöhner Tim
Jonathan Dümcke Karl
Lukas Eichhammer Willi
Svea Bein Gaby
Hauke Diekamp Kevin Sudheim
Jürgen Vogel Kommissar Glockner
Ulrich Noethen Lehrer Manek
Jeanette Hain Eleonora
Robert Dölle Weltmann
Heinrich Schafmeister Georg
Anna Hausburg Nadine
Anna Schudt Frau Glockner
George Lenz Bienert
Wolfgang Kaven Erzähler


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