Titel-Details

» Einzelhörspiel » 000) Das Sünderparadies
Cover - Das Sünderparadies
Durchschnitts-Kurzwertung:

- / 15

» Dante verunglückt mit seinem Auto. Er ringt um sein Leben. Als er die Augen öffnet ... ...steht ein Dämon an seinem Bett... ...und fordert ihn auf mit in die Hölle zu kommen! In die Hölle? Doch statt Feuer und Glut erwartet ihn ein wahres Paradies... ...mit all den Vorzügen, die man sich im Leben so wünscht! Ist das die wahre Hölle? Dante beginnt nachzuforschen... Ein Abenteuer beginnt!
» eine Produktion von Studio JesterWebseite des Labels
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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Einzelhörspiel (000) Das SünderparadiesNatürlich kann man ein Amateurhörspiel nur schwerlich mit anderen Top-Produktionen aus der Hörspielwelt vergleichen, zumal wenn es auch noch explizit als solches bezeichnet wird. Dennoch gelten aber auch für Amateurproduktionen im Endeffekt die gleichen Kriterien, wenngleich man natürlich bestimmte Aspekte mildernd berücksichtigen muss.

Mit "Das Sünderparadies" präsentiert das Studio Jester sein Erstlingswerk. Der Teufel hat ein neues Konzept ausgearbeitet, um seinen "Kunden" die Hölle attraktiver zu machen. Statt ewige Qualen und Fegefeuer erwartet die Toten dort nun ein echtes Paradies, in dem man sich nach Lust und Laune allen Sünden hingeben kann ohne irgendwelche Konsequenzen befürchten zu müssen. Anfänglich ist auch Dante von diesem Konzept äußerst angetan, doch dann regt sich immer mehr Unmut. Dante geht dem neuem Höllenkonzept auf den Grund.

Diese knapp 35 Minuten lange Geschichte ist wirklich recht nett. Die Idee hat durchaus Potential und auch die Inszenierung des Stoffes erweist sich als gelungen. Normalerweise steht und fällt ein Hörspiel in erster Linie mit seiner Story, doch hier ist das nicht so ganz der Fall. Denn wo der Plot wirklich sehr solide daherkommt und sicherlich sogar eine Menge sogenannter professioneller Hörspiele alt aussehen lässt, ziehen die anderen Aspekte das Gesamtbild verdammt stark nach unten.

Fangen wir gleich mal mit den Sprechern an. Klar darf man hier keinen Joachim Kerzel oder Ulrich Pleitgen als Referenz heranziehen. Sieht man sich aber andere vergleichbare Produktionen ala Nuebbilita Records "Last Call" an, so besteht ein Unterschied, der größer wohl kaum sein könnte. Die Sprecherleistungen sind fast durchgängig nahezu unhörbar. Dies muss in diesem Fall aber nicht mal allein an den Sprechern selbst liegen, sondern kann ebenso seine Ursache in der Abmischung haben. Bei einigen Stimmen, wie der des Teufels hat man verdammt große Schwierigkeiten irgendetwas zu verstehen. Das ist dem Zuhören und vor allem dem Verständnis auf Dauer natürlich wenig zuträglich. Stephan Vogel kann man als einzigen Sprecher als wirklich ordentlich bezeichnen. Mit etwas Übung könnte er durchaus in der Lage sein, überzeugende Leistungen abzuliefern. Tanja Pätzold ist auch nicht übel. Für Ohrenschmerzen sorgen aber dann die (zum Glück nur kurzen) Auftritte von Sven Szepanowski und Robert Mijic. Einige Sprecher scheinen auch durch Flüstern ihr fehlendes Können ausmerzen zu wollen, was jedoch nur dazu führt, dass man dem Geschehen noch schwerer folgen kann. Da nützt dann auch eine gute Story nichts, wenn man aufgrund von wenig überzeugender Sprecherleistungen nicht mehr viel davon mitbekommt. Hier kann dann meines Erachtens auch die Ausrede "Amateursprecher" nichts mehr daran ändern, dass das Hörspiel somit einfach versaubeutelt wurde.

Bis auf die bereits angesprochenen Schwächen (Lautstärkeschwankungen bei den Stimmen) zeigt sich die technische Seite eigentlich recht gut (natürlich auch auf Amateur-Verhältnisse bezogen). Die Effekte sind zwar nicht allzu zahlreich, aber dort wo sie eingemischt werden erweisen sie sich als passend. Musik gibt es nicht allzuviel zu hören. Aber auch da gilt: das, was man einsetzt geht auf jeden Fall in Ordnung.

Fazit: Das Hörspiel ist wohl wirklich nur für Liebhaber von Amateur-Hörspielen zu empfehlen. Erweist sich der Plot als wirklich recht gelungen, so macht man dies durch den Einsatz von nicht überzeugenden Sprechern und schlechter Abmischung quasi wieder kaputt. Hier gilt es bei kommenden Produktionen unbedingt nachzubessern. Was nützt es mir, wenn ich erst beim dritten Mal hören verstehe, was z.B. der Teufel mir nun eigentlich mitteilen will. Im Vergleich zu anderen Amateur-Produktionen muss man auf jeden Fall noch viel aufholen. Ich wünsche dem Studio Jester aber auf jeden Fall den Mut weiterzumachen und an sich selbst zu arbeiten.

Note 5


1


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Sprecher

SprecherRolle
Stephan Vogel Dante
Matthias D. Schulz Teufel
Sven Szepanowski Dämon
Tanja Pätzold Engel
Robert Mijic Wächter
Georg Staudenmaier Kommissar
Sabine Mestan Frau
Sven Szepanowski Sünder 1
Robert Mijic Sünder 2


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