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» Gruselkabinett » 035) Das Schloss des weißen Lindwurms

Cover - Das Schloss des weißen Lindwurms

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- / 15

» England 1860
Der junge Australier Adam Salton folgt der Einladung seines einzigen noch lebenden Verwandten nach Lesser Hill. Richard Salton hofft, dass sein Großneffe dort eines Tages sein Erbe antreten wird. Der Familiensitz liegt in einer äußerst geschichtsträchtigen Gegend, der es nicht an exzentrischen Bewohnern mangelt. Eine von ihnen ist die faszinierende Lady Arabella March, die Herrin eines auf einer Halbinsel gelegenen Schlosses…
» Produktion: Stephan Bosenius, Marc Gruppe
» Regie: Stephan Bosenius, Marc Gruppe
» Buch/Script: Bram Stoker, Marc Gruppe
» Umfang (CDs): 1
» Dauer: 65 Minuten
» ISBN: 9783785738252

» VÖ: 2009-04-09
» eine Produktion von Titania MedienWebseite des Labels

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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Gruselkabinett (035) Das Schloss des weißen LindwurmsZu dieser Vorlage von Bram Stroker (Autor von Dracula) gibt es bereits eine verdammt starke Vertonung des Labels Lausch (Die Schwarze Sonne - Das Schloss der Schlange), welche allerdings etwas freier mit der Geschichte umging. Titania ist ja eher bekannt dafür, sich eng an das Original anzulehnen. Insofern war ich sehr gespannt auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede und vor allem die Beantwortung der Frage, welche der Vertongen letztenendes stärker ausgefallen ist.

Ein Blick in die Sprecherliste offenbart, dass die Namen schon mal absolut identisch sind. Die Sprecher sind dagegen ganz anders besetzt, was aber auch so zu erwarten war. Eine eins zu eins Kopie braucht schließlich keiner. Und die Auswahl von Titania erweist sich nicht als wesentlich schwächer als die von Lausch.
Markus Pfeiffer in der Rolle des Adam Salton verkörpert den jungen, wissbegierigen Ankömmling in einer neuen Heimat überzeugend, auch wenn er nicht das Format eines Christian Stark hat. Hasso Zorn als dessen Onkel Richard ist eine ebenfalls gelungene Besetzung. Auffällig ist aber bei diesen und auch den anderen Rollen, dass nahezu die gleichen Sprecher am Werk sind wie beim Zweiteiler "Jagd der Vampire". Schlimm ist das allerdings nicht, da die Sprecher Schauspieler genug sind, um unterschiedliche Rollen auch verschieden anzulegen. Natürlich wird einem eine Stimme wie die von David Nathan immer unverkennbar auffallen, ebenso schnell sieht man aber dank seiner herausragenden Leistung den Charakter vor sich, welchen er gerade verkörpert.

Huch, was für ein hammerharter Einstieg. Das macht direkt Lust auf mehr und verspricht einiges. Die chorhaften Klänge am Ende der ersten Szenen bringen die Dynamik beinahe zum überkochen und lassen das Blut nervös durch die Adern rauschen.

Im weiteren Verlauf fällt schnell auf, dass Titania und Lausch ziemlich unterschiedliche Akzente setzen. Während Lausch die Geschichte ohne lange Vorrede vorantreibt, nimmt sich diese Fassung Zeit, das ganze ausgeschmückt einzuleiten. Den Brief, mit dem Titania startet, lässt Lausch beispielsweise völlig außen vor - zurecht, würde ich sagen, denn zwingend nötig ist dieser für die folgenden Ereignisse nicht.
Obgleich die Geschichte anfangs noch ziemlich identisch verläuft, sind die Unterschiede bereits gewaltig. Bei Titania legt man wie gewohnt viel Wert auf ausführliche Dialoge und den langsamen, unterschwelligen Aufbau eines gruseligen Settings. Dabei sind diese Unterschiede in Bezug auf die Qualität zu Beginn nicht allzu entscheidend, doch je weiter die grundsätzlich starke Story voranschreitet, desto deutlicher hat Lausch die Nase vorn. Nicht nur die unheimlichen Vorzeichen erscheinen ein ganzes Stück weit fesselnder, insbesondere durch das ungleich höhere Tempo geht es um einiges dynamischer und spannender zu. Etwas schwer wird der direkte Vergleich zum Ende hin, bei dem die Unterschiede ziemlich groß werden. Das Finale von Bram Stoker ist um _einiges_ unspektakulärer als jenes, das Günter Merlau in seinem Drehbuch verfasst hat.
Im Gegensatz zu "Das Schloss der Schlange" hat mich "Im Schloss des weißen Lindwurms" längst nicht so mitgerissen - und das obwohl es sich über weite Teile um äußerst ähnliche Inhalte handelt. An die Dynamik des ersteren kommt dieses Hörspiele leider nicht heran.

Eine ihre Stärken wissen aber die Titanen genaus auszuspielen wie Lausch: die Atmosphäreninszenierung.
Gute Musik, bei der vor allem die chorhaften Stücke eine sehr intensive Stimmung erzeugen. Und wer bei den Blitzeinschlägen gegen Ende nicht zusammenzuckt, muss schon ziemlich gegen Schockeffekte abgehärtet sein.

Fazit: Für mich ist ein Vergleich mit der Lausch-Vertonung dieses Stoffes unvermeidlich. Für sich gesehen ist "Das Schloss des weißen Lindwurms" ein noch gutes, aber nicht überragendes Hörspiel - und im direkten Vergleich um einiges schwächer. Wobei ich mir bewusst bin, dass dieser direkte Vergleich aufgrund der inhaltlichen Unterschiede nicht völlig unproblematisch ist.

Note 2-


3


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