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» Darkside Park » 001) Staffel 1 (Folge 1-3)

Cover - Staffel 1 (Folge 1-3)

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Durchschnitts-Kurzwertung:

14,8 / 15

» Der Erste, der mich nach einem Ort namens Darkside Park fragte, war Scott Harrison, ein kleiner Junge von der Lincoln High. Das war Ende der 60er, irgendwann im Frühsommer. Hin und wieder frage ich mich, wie die Dinge wohl verlaufen wären, wenn es diesen Moment nie gegeben hätte. Gewiss wäre ich jetzt an einem anderen Ort, und Scotts Eltern hätten noch einen Sohn. Heute weiß ich, dass wir in an jenem schicksalhaften Tag den seidenen Faden eines gewaltigen Netzes berührt hatten. Und weit entfernt in dessen Mitte war die riesenhafte Spinne aus tiefem Schlaf erwacht. Sie jagt noch immer.
» Produktion: Lauscherlounge
» Regie: Ivar Leon Menger
» Buch/Script: Ivar Leon Menger, Hendrik Buchna, Christoph Zachariae
» Umfang (CDs): 3
» ISBN: 9783785740071

» VÖ: 2009-04-14
» eine Produktion von Lübbe AudioWebseite des Labels

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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Darkside Park (001) Staffel 1 (Folge 1-3)Ivar Leon Mengers Darkside Park besteht aus einer Reihe unterschiedlicher Geschichten, die sich aber allesamt um eines, nämlich das titelgebende Thema ranken. Innerhalb der ersten Box sind nun drei Geschichten von drei unterschiedlichen Autoren erschienen.

"Interview mit Ed", die erste stammt aus der Feder von Erfinder Ivar Leon Menger selbst.

Ein Held? Wenn man hört, wem Edward Leroy Shipman schon so alles das Leben gerettet hat, dann scheint er das tatsächlich auf eine bestimmte Art und Weise zu sein. Eine Zeitungsreporterin interessiert sich für seine Geschichte und so fängt Ed an zu erzählen.
Hört sich zunächst einmal harmlos an und ist es eigentlich auch. Wir erfahren von Eds Taten in jungen und späteren Jahren und schließlich von einem ominösen Jobangebot. Spätestens mit dem Auftauchen der undurchsichtigen Tarotkarten wird es Stück für Stück interessanter. Denn hinter der unscheinbaren Fassade steckt viel, viel mehr. Wer bei den bösen Wendungen, die Ivar Leon Menger gleich in doppelter Form in die Geschichte integriert hat, nicht unwillkürlich schlucken muss, der dürfte wahrlhaftig schon sehr abgestumpft sein. Dass das alles in ein offenes Ende münden würde, ist nach diesen Entwicklungen zu erwarten gewesen. Nichtsdestotrotz büßt das plötzliche Ende nichts von seiner Wirkung ein.

Till Hagen - wer könnte böse Szenen fieser rüberbringen als er? Der Mann mit der unheimlich markanten Stimme tut sich zwar manchmal etwas schwer verschiedene Personen stimmlich voneinander abzugrenzen, meistert die längeren Monologparts dafür umso beeindruckender.


Das gesamte Grundkonzept erinnert mich vom Aufzug her ein wenig an Stephen Kings "In einer kleinen Stadt", was ich jedoch als absolutes Kompliment meine, denn es handelt sich bei Darkside Park mitnichten um eine bloße Kopie. Auch Erzählung Nummer zwei von Hendrik Buchna - "Das böse Zimmer" - reiht sich dahingehend ein.

Psychologe Frank Morgan ist auf dem Weg die Stadt zu verlassen, weil er es nicht länger erträgt. Doch bisher wussten sie das noch immer zu verhindern. Wer sie sind? Darüber spricht Frank nicht. Stattdessen spricht er den Bericht, wie es zu dem heutigen status quo gekommen ist, auf ein Tonband, in der Hoffnung, dass zumindest dieses auf irgendeine Weise nach draußen gelangt.
Das erste Mal, dass er die Bezeichnung "Darkside Park" von einem seiner Patienten gehört hat, liegt schon unzählige Jahre zurück. Dieser Patient war ein kleiner Junge, der lange Zeit spurlos verschwunden war, bevor er schließlich überraschend wieder auftauchte.
Hendrik Buchna hütet sich die Dinge beim Namen zu nennen und schafft durch stetig neue Andeutung ein immer umfassenderes Bild des Schreckens. Die rückblickende Erzählweise trägt ihren zusätzlichen Teil zu dem sich schleichend und unterschwellig entwickelndem Grauen bei. Man kann sich nicht sicher sein, ob tatsächlich übernatürliche Mächte am Werk sind oder ob all das gehörte nicht doch den Phantasien eines kranken Geistes entsprungen ist. Wie passen die mysteriösen Elemente zusammen? Bislang liegt noch viel im Unklaren, umso fieser ist auch hier das abprubte Ende, doch wird die Geschichte in der 2. Staffel fortgesetzt.

Altmeister Eckart Dux ist eine ideale Besetzung, um die oben erwähnte Unsicherheit ob des Glaubwürdigkeitsgehalts der Schilderungen noch zu schüren.


"Der Gesang der Ratten" schließlich stammt von Christoph Zachariae
Sarah Freeman ist die glücklichste junge Frau auf der ganzen Welt. Nachdem ihr Freund ein Stipendium in Porterville erhalten hat und er sie bittet, zusammen mit ihm dort eine Wohnung zu nehmen, spürt sie das angenehmste Kribbeln im Bauch, das man sich nur vorstellen kann. Als sie die neue Wohnung das erste Mal erblickt, ist sie regelrecht euphorisch. Das kann alles nicht wahr sein. Doch das Glück soll ihr noch weitere Sonnenstunden bescherren.
Das alles hält bis zu diesem einen, verhängnisvollem Tag an. Der Tag, an dem sie in eine der heruntergekommeneren Ecken Portervilles stoßen. Einem eigenartigen Impuls fröhend, will ihr Freund Tom unbedingt das Gelände der leer stehenden Nervenheilanstalt unter die Lupe nehmen. Und Sarah schließt sich an. Von diesem Moment an ist Sarahs Leben nicht mehr als der schlimmste aller Albträume.

Bereits durch die zahlreichen Andeutungen ist von der ersten Minute an klar, dass die sonnige Stimmung nicht allzu lange wird anhalten können. Und mit dem ersten Schritt auf das Gelände der Irrenanstalt erfolgt schließlich der erwartete Bruch. Porterville hat eine dunkle Seite, eine sehr dunkle Seite.

Nana Spier verfügt über eine sehr angenehme Stimme, der ich ziemlich gerne lausche. Auch wenn es manchmal etwas ungewohnt, wenn sie ihre Stimme verstellt, die Spannung, welche in der Geschichte mitschwingt bringt sie sehr gut rüber, einzig für manchen gruseligen Moment ist ihre Stimme fast eine Spur zu warm.


Die Lesungen sind recht sanft inszeniert. Musik, welche jede Geschichte einleitet und ein paar Geräusche, die an verschiedenen Stellen verstreut zu vernehmen sind. Das dürfte zwar gerne noch reichhaltiger vorhanden sein, aber auch so macht ein Abstecher in den Darkside Park viel Freude.

Fazit: Alle drei Geschichten verfügen über interessante Überraschungsmomente und auch wenn sich immer mehr Puzzlestücke ineinanderfügen, hat man am Ende noch immer das Gefühl, der Wahrheit so fern zu sein, wie zuvor. Das lässt mich entsprechend der Fortsetzung entgegenfiebern.
Mit Darkside Park hat Ivar Leon Menger samt seiner Autorenschar ein erstklassiges Konzept aus dem Boden gestampft, bei dem Vergleiche mit Gruselmeister Stephen King nicht ganz umsonst aufkommen.

Note 1-


4


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