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» Offenbarung 23 » 032) Sehnsucht

Cover - Sehnsucht

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Durchschnitts-Kurzwertung:

- / 15

» Mit exklusiven Bonus-Songs von Marianne Rosenberg "Illusionen" und "Das Glück kam zu mir wie ein Traum"

In einer Zeit, in der kein Geheimnis sicher ist vor unbarmherzigen Erpressern, rücksichtslosen Verschwörern, bestechlichen Behörden oder machthungrigen Geheimdiensten, können wir nur uns selbst vertrauen. Wenn wir die Wahrheit wirklich wissen wollen, brauchen wir Stärke und Mut. Niemand wird uns dafür danken, aber vielleicht können wir die Welt verändern. Erheben wir uns endlich von den Toten und gehen hinaus, denn das ist das Ende aller Lügen!

Was ist eigentlich aus der STASI der DDR geworden? Arbeiten die ehemaligen Offiziere und Agenten jetzt alle als Taxifahrer? Oder üben sie jetzt immer noch das aus, was sie am besten können? Jemand, der zum Spion, Erpresser oder Mörder ausgebildet wurde, muss sich in unserer freien Marktwirtschaft doch keine Sorgen um seine berufliche Zukunft machen?! Begeben wir uns auf die Suche und stellen unbequeme Fragen. Die Wahrheit ist manchmal gefährlich!
» Regie: Lars Peter Lueg
» Musik: Andy Matern
» Buch/Script: Devon Richter, Nikola Frey
» Umfang (CDs): 1

» VÖ: 2009-05-12
» eine Produktion von Lübbe AudioWebseite des Labels

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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Offenbarung 23 (032) SehnsuchtIm Mittelpunkt stehen für 3B diesmal die eigenartigen Vorgänge im Casino Doublezero - eines der wenigen Casinos, die auf dem Roulette-Tisch eine Doppelnull eingefügt haben.

Die Umschreibung "im Mittelpunkt" ist hier nicht ganz ohne doppelte Absicht gewählt, denn das Hörspiel wartet um den eigentlichen Kernpunkt mit allerlei anderen Belanglosigkeiten auf. Das reicht vom langweiligen Blabla zu Beginn, der einen eher an eine Soap erinnert über sich wiederholende Beschreibungen bis hin zu den Dialogen zwischen 3B und den ehemaligen Geheimdienstlern. Grundsätzlich ist es ja erfreulich, wenn man den Versuch wagt, sich von den oftmals viel zu langen und trockenen Monologen der Dialogdrehbücher Jan Gaspards zu distanzieren, dann aber bitte auf eine Art und Weise, die aus dem Hörspiel nicht einfach nur belanglose Leere macht. Denn diese ist letztlich keinen Deut spannender als das, was wir von Jan Gaspard gehört haben. Im Gegenteil, da haben mich sogar manche von Gaspards Theorien, wenn sie denn mal mehr im Dialog aufgerollt wurden, mehr gefesselt.

Oberflächlich, dieses Attribut muss sich die Geschichte leider gefallen lassen. Das spürt man zum einen am Gesamtablauf, der an viel zu vielen Stellen jegliche Glaubwürdigkeit vermissen lässt, von Realismus wollen wir hier erst gar nicht sprechen. Da werden drei dahergelaufene junge Leute von einer "Verbindung von coolen Geheimagenten", die "zusammen gegen das Böse kämpfen" gebeten, für diese Nachforschungen anzustellen, weil diese scheinbar selbst nicht mehr weiterkommen. Diese Nachforschungen laufen nun dergestalt ab, dass 3B zunächst erstmal mit dem Trabi von Station zu Station fahren, wo sie mit ordentlich Infos vollgepumpt werden, um dann schließlich im Casino aufzuschlagen und dort ebenfalls kinderleicht an wichtige Infos von Dritten zu kommen, denen es scheinbar größtes Vergnügen bereitet aus der Westentaste zu plaudern. Bis dahin haben 3B eigentlich keinerlei Anstrengungen unternehmen müssen, um irgendetwas zu erreichen, doch jetzt wartet eine wirklich heikle Aufgabe, sie sollen innerhalb von 30 Minuten zu einem "beliebten Ort für geheime Übergangen und Besprechungen" gelangen. Na, wenn das mal nicht Tempo- und Spannungsfördernd ist! Dort kommen sie schließlich in Besitz einer ehemaligen Stasi-Akte mit hochbrisanten Infos.
Wie sich die Geschichte letztendlich auflöst, will ich an dieser Stelle gar nicht verraten, aber das klappt alles so leicht und problemlos, dass man am Ende eigentlich nur enttäuscht ist. Keinerlei feine Kniffe und Drehmomente, die der Story das richtige Format verschaffen würden. Von echter Bedrohung ist zu keinem Zeitpunkt etwas zu spüren, was bei diesen unglaublich klischeehaft angelegten Gegenspielern auch kein Wunder ist. Man vermisst eigentlich so ziemlich alles, was ernsthaft den Charakter eines packenden, mitreißenden Verschwörungsthrillers unterstreichen bzw. überhaupt erst einmal fördern würde.

Okay, es blitzt ja immer wieder ein gewisser Lichtblick auf, der dem Verschwörungscharakter gerecht werden würde, nur geht dieser immer sehr beständig in der viel zu trashigen Hülle unter. Allein die oben bereits eingestreuten Zitate lassen ja wohl eher den Zug einer Satire erkennen und im Rahmen einer solchen würde das ganze wohl auch tatsächlich funktionieren.
Denn: einen gewissen Unterhaltungswert kann man dem ganzen keineswegs absprechen. Ist es aber leider nicht die Form von Unterhaltung, wie ich sie mir von dieser Serie erwarte. Ohne Frage, ich hatte auch viel an Jan Gaspards Geschichten zu kritisieren und wurde mit dessen Rahmenhandlung ebenso wenig warm, aber das ändert nichts an meiner Kritik zu diesem Neuanfang.

Die technische Umsetzung ist dagegen gewohnt überzeugend. Tolle Musik, die wie man es von der Serie her kennt, gerne in langen Schleifen als Unterlegung eingemischt ist. Nur, dass es hier absolut nicht negativ auffällt, sondern dem Hörspiel ein mehr an Volumen verleiht.
Und auch den Sprechern kann man nicht vorwerfen, sie würden ihre Rollen nicht einwandfrei ausfüllen. Ob man diese Art Rollen nun mag oder nicht, steht dafür überhaupt nicht zur Debatte. David Nathan, Dietmar Wunder, Udo Schenk, Arianne Borbach, Detlef Bierstedt, Michael Pan undundund - diese namhafte Besetzung ist ohne jeden Zweifel stark mitverantwortlich für den trotz der großen Enttäuschungen durch die Story vorhandenen Unterhaltungswert des Hörspiels.

Zum Abschluss gibt es noch zwei Bonussongs von Marianne Rosenberg, die ebenfalls als Sprecherin mit an Bord ist.

Fazit: Nach dem bereits ziemlich enttäuschenden Neustart, geht es leider nicht überzeugender weiter. Wer sich auf eine Verschwörungs-Satire einlassen kann, der möge reinhören - man kann vor allem aufgrund der tollen Sprecher und der erstklassigen Untermalung durchaus seinen Spaß daran haben. Allerdings hatte die Reihe nie die Ansicht, eine solche Form von Satire zu sein und diese will ich hier so eigentlich auch nicht hören. Was ich mir erhofft habe, waren spannende und tiefgängige Verschwörungsthriller, die mit alten Schwachpunkten wie der Rahmenhandlung und zu langen Monologen brechen würde. Letzteres hat man zwar gemacht, doch nicht auf die richtige Art und Weise.

Note 4-


1


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Sprecher

SprecherRolle
Franziska Pigulla Stimme des Schicksals
Helmut Krauss Erzähler
Dietmar Wunder Florian Bogner
Marie Bierstedt Pia van Boysen
David Nathan Tom Baumann
Regina Lemnitz Schwester Augusta
Andy Matern Pater Bruno
Ulrike Stürzbecher Meike Hanssen
Detlef Bierstedt Jürgen Schubert
Oliver Siebeck Skorpion
Udo Schenk Hagen Wolf
Lutz Mackensy Klaus Fischer
Arianne Borbach Nadja Uljanow
Tobias Kluckert Jens Wagner
Marianne Rosenberg Marianne
Erich Räuker Jack Caine
Michael Pan Hendrik van Boysen
Denise Gorzelanny Jutta


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