Titel-Details

» Requiem » 001) Requiem - Nacht des Schreckens (Teil 1)
Cover - Requiem - Nacht des Schreckens (Teil 1)
Durchschnitts-Kurzwertung:

- / 15

» Paris, 1894.

Geboren aus der Dekadenz des fin de siècle, erhebt sich ein unvergleichliches Wesen aus den Schatten. Ein Geschöpf von wollüstiger Schönheit und Anmut. Schamlos und verdorben.

Eingehüllt in ein Gespinst dunkler Versprechen folgt es dem Geruch seiner Opfer durch die Nacht. Dem atemlosen Lustrausch ihrer Venen. Angelockt vom Ruf ihres willigen Blutes. Besessen von einem einzigen Ziel... Sie glaubten es längst tot. - Doch es ist eben erst erwacht.

» VÖ: 2007-01-00
» eine Produktion von Maritim ProduktionenWebseite des Labels
Dir fehlen zu dieser Produktion wichtige Daten oder dir ist ein Fehler aufgefallen? Dann schreibe uns eine kurze Mail an: content[at]hoerspieleportal[.]de

Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Requiem (001) Requiem - Nacht des Schreckens (Teil 1)Frankreich, Paris, Ende des 19. Jahrhunderts. Dr. Joaquin Ferrier ist auf dem Weg zu einem knapp 16jährigen Mädchen, das an einer seltenen Art von Anämie leidet. Als er an diesem düsteren Abend seine Patientin aufsucht, bietet sich ihm ein Bild des Grauens, ein Bild, das seine kühnsten Träume übersteigt. Das Mädchen ist in abartiger Weise entstellt, lederartig wölbt sich die Haut über Knochen und Sehnen, kein Tropfen Flüssigkeit scheint mehr in dem geräderten Körper. Ferrier muss den Tatsachen ins Auge sehen: es gibt keine Rettung für das Mädchen. Er selbst hat eine solche "Krankheit" bislang noch nicht gesehen. In einem letzten Aufbäumen scheint das Mädchen noch etwas sagen zu wollen, doch ihre Worte bleiben zunächst ohne Bedeutung. Schaurige Musik untermalt das Schreckensspektakel und lässt die Szenerie auf beängstigende Weise real wirken. Die Stimme des Mädchens, kaum mehr als ein Krächzen und Stöhnen lässt einem unweigerlich eine Gänsehaut über den Rücken kriechen.
Das ist "Requiem" - das ist der Beginn der auf dem Cover angekündigen "Nacht des Schreckens". Auch wenn sich die Handlungsdauer über mehr als nur einen Abend erstreckt.
Ein harter Handlungsschnitt bringt uns und Dr. Ferrier zu einer geschlossenen Gesellschaft, die in ihren Dimensionen an altaristokratische Feste erinnern mag. Dort ist Ferrier mit Moreau verabredet. Doch bevor es zu dieser Begegnung kommt, trifft der Doctor auf dem Balkon einen älteren Herrn, der ihn mit mysteriösen Andeutungen überhäuft, deren Sinn weder für Ferrier noch den Hörer klar wird.
Wenig später finden sich Ferrier und Moreau im Leichenschauhaus wieder, nachdem der Doctor seinem Freund von der geheimnisvollen Krankheit erzählt hat, die das junge Mädchen befallen hat. Einem schnellen Impuls folgend macht sich Ferrier an die Obduktion. Erneut ein Szenario, das zu Beginn zwar durchaus verwirrend daherkommt, aber ebenso auf eine ganz außergewöhnliche Art und Weise für Gruselstimmung sorgt.
Dies gelingt eigentlich mehr oder weniger über das ganze Hörspiel hinweg. Durch das gekonnte Zusammenspiel von Musik und Dialogen erschafft man etwas mysteriöses, nicht greifbares. Eine Gefahr, die sich ausbreitet und die doch nie fassbar wird. Doch genau damit ergibt sich direkt ein großes Problem der Produktion. Zu keinem Zeitpunkt wird eigentlich richtig klar, worum es letztendlich geht bzw. was die Ursachen des Ganzen sind. Szenen folgen aufeinander, ohne, dass der Bezug zum vorangegangenen stets deutlich hervortritt. Man springt mehr oder weniger von einem Ort zum anderen, von einem Protaginisten zum nächsten. Was zu Anfang noch Interesse weckt, bewirkt gegen Ende eher das Gegenteil. Und dann die nächste böse Überraschung. Das Hörspiel bricht mitten in der Handlung ab. Alle Fragen, die sich während des Hörens ergeben (und das sind gewiss nicht wenige) bleiben offen.
Ein neues Opfer ist mit der seltsamen Krankheit infiziert. Der Rest bleibt im Unklaren...
Nach anfänglicher Begeisterung ob des gruselig inszenierten Geschehens und einer auf den ersten Blick interessant und vielversprechenden Handlung erscheinenden Handlung, stellt sich gegen Ende immer mehr Ernüchterung ein.

Erzähler Peter Weiß verliert sich desöfteren in blumigen Ausführungen, die weniger Handlungserklärend sind, sondern mehr als Füllwerk bezeichnet werden können. Dagegen bleiben wichtige Szenen oftmals ohne Erklärung. Weiß' Art und Weise zu sprechen ist am Anfang doch noch arg ungewohnt und will nicht so recht zum Hörspiel passen, doch mit der Zeit gewöhnt man sich immer besser an ihn. Als Idealbesetzung mag ich ihn dennoch nicht bezeichnen. Ein genauerer Blick auf die Sprecherliste bringt größtenteils recht bekannte Namen zum Vorschein. Christian Rode gibt einen hervorragenden Dr. Joaquin Ferrier ab. Und auch Gernot Endemann als Frédéric Moreau und Daniela Hoffmann als Christine de Louvaine stehen ihm in nichts nach. Bis in die kleinste Nebenrolle trifft man hier auf Namen wie Peter Groeger (Gustave), Wolfgang Bahro (Diener), Gerd Baltus (Herr), Norbert Langer, Pia Werfel und Henry König.

Wie bereits erwähnt, versteht man es gekonnt mittels passender Musikeinsätze den Gruselflair aufrecht zu erhalten. Einige Stücke sind zwar sicher nicht neu, passen aber dennoch sehr gut ins Gesamtbild. Bei den Effekten setzt man ebenfalls gezielt Akzente ohne die Produktion zu einem Actionspektakel verkommen zu lassen.

Fazit: Irgendwie fällt es bei diesem Hörspiel verdammt schwer ein vernünftiges Fazit zu ziehen, was wohl vor allem daran liegt, dass das Hörspiel eigentlich noch nicht abgeschlossen ist. Allerdings findet sich bei dem Hörspiel auch nirgends irgendeine Information, ob es von "Requiem" in irgendeiner Form eine Fortsetzung gibt oder nicht. Insofern bleibt eigentlich auch nur die Möglichkeit das Hörspiel als Einzelproduktion zu werten. Auf der einen Seite hat man es mit einer ziemlich gut inszenierten Geschichte zu tun, die aber auf der anderen Seie stark daran krankt, dass man nicht so wirklich weiß, worum es letztlich eigentlich geht. So ist das Dargebotene zu Beginn wirklich interessant und spannend, wird dann aber teils doch fast schon zu verworren, vor allem wenn man dann auch noch nicht mal erfährt, wo die Zusammenhänge bestehen. Bleibt letztendlich nur zu hoffen, dass es tatsächlich noch so etwas wie einen zweiten Teil gibt.

Note 3+


3


Fandest du diese Rezension hilfreich?

Ja Nein



Sprecher

SprecherRolle
Peter Weis Erzähler
Christian Rode Dr. Joaquin Ferrier
Gernot Endemann Frédéric Moreau
Daniela Hoffmann Christine de Louvaine
Peter Groeger Gustave
Christine Pappert Marie Fontenay
Rolf Jülich Thomas Fontenay
Wolfgang Bahro Diener
Gerd Baltus Herr
Norbert Langer ...
Pia Werfel ...
Henry König ...


Hörer-Meinungen zur Folge

Jetzt deine Meinung zu dieser Produktion schreiben (Keine Registrierung nötig)
Name:
E-Mail: (wird nicht veröffentlicht)
Website: http:// (optional)
Deine Wertung: (optional)
Dein Kommentar:
Spamfilter Ergebnis der folgenden Rechnung: 2 + 4 + 4 = ?



Hinweis: Datenschutzrichtlinien.

» Hörer-Meinungen (2)
darkqueen schrieb am 08.06.2007 14:03:28 Uhr
Bewertung: k.A.

Ich kann's kaum erwarten, den zweiten Teil zu hören! Bin bei gothicparadise.de auf eine sensationelle Rezi von "Lilienblut" gestoßen, ein Roman, der anscheinend auf den Requiem-Hörspielen basiert. Die Story ist wohl der Hammer! Bitte, Maritim, bringt schnell Folge 2 heraus!
dot schrieb am 09.05.2007 23:20:12 Uhr
Bewertung: k.A.

Hallo :)
laut Maritim-Verlag ist der zweite (und finale) Teil des Hörspieles produziert und wird ganz sicher im Sommer 2007 erscheinen.
Gruß
dot
Durchschnittliche Userwertung: 0 | User-Top-Liste

RSS-Kommentar-Feed für dieses Hörspiel
RSS-Kommentar-Feed für alle Hörspiele



Kritiker-Spiegel

So bewerten andere Rezensenten:

»www.hoerspielmaniac.deDirektlink zur Rezension3 von 5


Durchschnittliche Kritikerwertung: folgt

Kritiker-Rezension hier verlinken
Du betreibst selbst eine Rezensionsseite? Oder du bist auf eine interessante Kritikermeinung gestoßen? An dieser Stelle kannst Direktlinks zu Rezensionen weiterer Kritikerseiten hinzufügen. Diese werden nach kurzer Überprüfung durch die Redaktion freigeschalten.
Du erhältst eine Mail, sobald dein Link freigeschaltet wurde.
Wir freuen uns natürlich auch, wenn du unsere Rezension auf deiner Seite verlinkst (was jedoch nicht Vorraussetzung für die Aufnahme eines Links ist).

Rezensionsseite/Rezensent
Direktlink zur Rezensionhttp://
Wertung z.B. 5
von maximal z.B. 15
Deine Mailadresse (wird nicht veröffentlicht)
Spamfilter (Ergebnis der folgenden Rechnung: 2+2=?)


hoerspiel3 @ Twitter

Folge unseren Updates auf Twitter.

Gratis Hören!

Finde hier eine umfangreiche Liste von Hörspielen und Lesungen zum gratis hören auf Spotify!




Bei Amazon bestellen

Wenn du unsere Seite unterstützen möchtest, bestelle deine Hörspiele oder Hörbücher schnell und bequem bei Amazon:

Hörer-Meinungen

Mitschnitt - Haus am See | Kommentar von ascods9

Ordensschwester Amelie - Rachsucht | Kommentar von Frank

Die Originale - Die Flusspiraten des Mississippi | Kommentar von Marc Hairapetian

Die Originale - Die Flusspiraten des Mississippi | Kommentar von Marc Hairapetian

Einzelhörspiel - Der blaurote Methusalem | Kommentar von Marc Hairapetian

Einzelhörspiel - Der blaurote Methusalem | Kommentar von Marc Hairapetian


Neueste Aktivität

16.12.2018 - 01:22: Ein Besucher hat eine Rezension bewertet: Einzelhörspiel - Der Schwarm

10.12.2018 - 20:12: Ein Besucher hat eine Rezension bewertet: TKKG - In den Klauen des Tigers

06.12.2018 - 21:05: Ein Besucher hat eine Rezension bewertet: Einzelhörspiel - Der Polarforscher

05.12.2018 - 09:33: Ein Besucher hat eine Rezension bewertet: Die Teufelskicker - Spielerin im Abseits

03.12.2018 - 16:32: Ein Besucher hat eine Rezension bewertet: Team X-Treme - Das Singapur-Komplott

01.12.2018 - 21:28: Ein Besucher hat eine Rezension bewertet: Doktor Morbius - Mein dunkles Geheimnis

28.11.2018 - 00:37: Ein Besucher hat eine Rezension bewertet: TKKG - Der Schatz in der Drachenhöhle

25.11.2018 - 05:00: Ein Besucher hat eine Rezension bewertet: Don Harris - Psycho Cop - Dämonicus

20.11.2018 - 01:45: Ein Besucher hat eine Rezension bewertet: TKKG - Kampf der Spione

19.11.2018 - 21:03: Ein Besucher hat eine Rezension bewertet: TKKG - Der Schatz in der Drachenhöhle