Titel-Details

» Gespensterkrimi » 006) Das Geheimnis der Totenmaske
Cover - Das Geheimnis der Totenmaske
Durchschnitts-Kurzwertung:

12 / 15

» Es waren dreizehn Stufen bis zum Galgen. Burt Silva ging diesen Weg mit schlotternden Knien. Man schrieb das Jahr 1773. Es sollte eine öffentliche Hinrichtung stattfinden. Die Hinrichtung eines Massenmörders. Eines Mannes, der dreiundzwanzig Frauen auf grausame, bestialische Art ermordet hatte. Ganz London war zu diesem Schreckensschauspiel gekommen. Ganz London wollte den Mann, der in der Stadt unter den Frauen Angst und Schrecken verbreitet hatte, hängen sehen. "Weiter!" brüllte ein fettes Weib, das sich einen Platz in der vordersten Reihe erkämpft hatte. "Geh doch weiter. Warum bist du auf einmal so feige? Warst es doch nicht, als du die Frauen umgebracht hast..." "Ja", schrie ihre Nachbarin. "Steck endlich deinen Kopf in die Schlinge, du verdammtes Schwein." Silva blieb stehen. Er ließ seinen Blick kurz über den weiten Platz schweifen. Er war von Menschen übersät. Sie schwangen ihre Fäuste. Sie brüllten wüste Schimpfworte. Die Menge brodelte. Silvas Blick wanderte zum Galgen. Der Henker war ein kräftiger Mann. Er hatte die muskulösen Arme vor der Brust verschränkt und wartete gelassen auf den Delinquenten.
» Umfang (CDs): 1

» VÖ: 2007-02-20
» eine Produktion von Lübbe AudioWebseite des Labels
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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Gespensterkrimi (006) Das Geheimnis der TotenmaskeDer alte Isaac Hayes ist ein ziemlicher Kotzbrocken, der seinen Kindern das Leben zur Hölle macht. Vor allem sein Sohn Jack ist nervlich am Ende und will sich die Schickaniererei durch seinen Vater nicht länger gefallen lassen. Seine Schwester Alexandra, die ihren Bruder beschwichtigen möchte, vernimmt in dessen Zimmer eine seltsame Stimme, welche aus dem Nichts zu kommen scheint. Hat es vielleicht etwas damit zu tun, dass in dem Haus vor Jahren ein Serienkiller gewohnt hat, wie die junge Frau zufällig durch den Besuch eines Reporters erfährt, der in dieser Sache Nachforschungen anstellt? Indes verschwindet in einem nahegelegenen Museum die Maske des gerichteten Mörders und zeitgleich beginnt eine neuerliche Mordserie in der Stadt.

Titel und Inhaltsangabe des Verlags hören sich gleichsam vielversprechend an. Die im Klappentext geschilderte Szene tritt aber im ganzen Hörspiel nicht auf. Vielmehr ist die Story viele Jahre später angesiedelt und beginnt recht harmlos bei einer zerrütteten Kleinstadtfamilie. Dort hält man sich dann auch die meiste über Zeit auf. Die Verbindungen zu der im Klappentext verkündeten Geschichte werden erst später, jedoch dann umso mehr deutlich. Nämlich bereits so deutlich, dass die Geschehnisse alles andere als eine Überraschung darstellen, ja fast schon zu neunundneunzig Prozent vorhersehbar sind. Wirkliche Spannung oder gar Überraschungsmomente bietet die Story also nicht. Dennoch: einen gewissen Unterhaltungswert kann man dem Hörspiel nicht absprechen. Durch verschiedene Andeutungen und Schaltungen wird das Interesse zunächst einmal geweckt, welches sich dann aber wie gesagt aufgrund der allzu vorhersehbaren Elemente schnell wieder verliert. Insofern bleibt zusammenfassend festzuhalten, dass es zwar durchaus gerade zu Beginn recht unterhaltsam zur Sache geht, Spannung- und Grusel aber deutlich zu kurz kommen. Im Rahmen dessen, was man sich aufgrund der ersten Gespensterkrimi-Folgen erhofft hat, doch eine ziemlich herbe Enttäuschung.

Wie schon bei "Der Fluch des Pharao" hat man wieder verdammt viele Profis vors Mikro geholt und das zahlt sich aus. In der tragenden Rolle hört man Torsten Michaelis. Einfach nur genial, wie der Mann die innere Zerissenheit des Jack Hayes spielt, mal von Selbstzweifeln geplagt und im nächsten Augenblick Mr. Coolness himself. Ernst August Schepmann mimt indes den verbitterten Isaac Hayes und das so glaubhaft, dass man in der Tat Mitleid mit der Tochter Alexandra (Marie Bierstedt) verspürt. Seinem Namen mal wieder alle Ehre machend: Tobias Meister als Burt Silva. Zauberhaft: Claudia Urbschat -Mingues als Cilla Carter. Zwar nur kurz zu hören, aber dafür umso prägnanter: Franziska Pigulla als Lynne. Zudem sind Boris Tessmann und Daniela Hoffmann in größeren Rollen dabei. Superb. So wie die Gespensterkrimis in dieser Hinsicht begonnen haben, so verlassen sie auch die Hörspiel-Bühne.

Letzteren Satz kann man eigentlich eins zu eins auch auf die Aspekte Musik und Effekte übertragen. Hier gibt es zwar insgesamt recht wenig gruselige Szenen zu untermalen, doch das, was man bewerkstelligen muss, schafft man einwandfrei. Insbesondere sei hier die Stelle mit dem Fahrstuhl hervorgehoben. Allein dieses "Pling", welches inmitten der nächtlichen Stille das Öffnen der Fahrstuhltür verkündet, lässt einem unweigerlich einen Schauer über den Rücken kriechen.

Fazit: Von der Umsetzung her ebenso diesmal wieder perfekt. Konnte "Der Fluch des Pharao" noch mit einem etwas dichter gestrickten Handlungsverlauf punkten, so dauert es hier doch arg lange, bis es mal losgeht. Und sobald man diesen Punkt erreicht hat, ist leider schon wieder alles so klar, dass da keine große Spannung mehr aufkommt. So mag man dem ausführlich dargelegten Familienschicksal gerade ob der brillianten Sprecher einen gewissen Unterhaltungswert zugestehen, jedoch überwiegt letztendlich doch die Enttäuschung über eine nur in sehr wenigen Punkten bestechende Geschichte.

Note 3


3


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Sprecher

SprecherRolle
Charles Rettinghaus Eddie Douglas
Marie Bierstedt Alexandra Hayes
Torsten Michaelis Jack Hayes
Ernst August Schepmann Isaac Hayes
Claudia Urbschat-Mingues Cilla Carter
Boris Tessmann Robert
Daniela Hoffmann Emily
Tobias Meister Burt Silva
Arne Elsholtz Inspektor Cooper
Hans-Werner Bussinger Chefredakteur Stanley
Hans-Jürgen Dittberner Morrison
Franziska Pigulla Lynne
Joachim Höppner Archivar
Zoe Agathos Kind
Josef Retling Kind
Lucas Mertens Kind
Dorette Hugo ...
Pe Simon ...


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