Titel-Details

» Alexander Korell » 001) Auftrag Benistan
Cover - Auftrag Benistan
Durchschnitts-Kurzwertung:

4 / 15

» Im Auftrag des Industriellen Horatio Lurch soll der Abenteurer Alexander Korell einen delikaten Auftrag im zentralasiatischen Staat Benistan ausführen. Ein hochrangiger Mitarbeiter von Lurch-Industries wurde verhaftet, nachdem er einen tödlichen Unfall in der Hauptstadt Rashed verursacht hat! Mit Geld hätte man das Problem lösen können... wenn bei dem Unfall nicht die Tochter des Innenministers gestorben wäre!

Korell übernimmt den Auftrag und begibt sich in tödliche Gefahr!
» Produktion: Stephan Vogel
» Regie: Stephan Vogel
» Musik: Dennies Lachenmajer, Markus Gensmantel
» Buch/Script: Stephan Vogel
» Umfang (CDs): 1
» Dauer: 64 Minuten

» VÖ: 2009-03-15
» eine Produktion von studio jesterWebseite des Labels
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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Alexander Korell (001) Auftrag BenistanAlexander Korell hat schon öfters für Geheimdienste gearbeitet und gefährliche Aufträge übernommen. Für den Industriellen Horatio Lurch soll Korell einen dessen Männer in Benistan aus dem Gefängnis befreien.

Der Prolog verrät hier nicht wirklich viel, da außer ein paar Geräuschen und einem schwerfälligen Stöhnen nicht viel zu hören ist. So richtig einordnen lässt sich diese Szene auch später noch nicht.
Nach nicht mal ganz einer Minute geht es dann richtig los und zwar mit einer Zeit und Ortsansage (welche so auch im Trailer nachhörbar ist), die sich in meinen Ohren äußerst dünn anhört. Dazu kommt, dass das Gepiepse im Hintergrund absolut unpassend erscheint, erinnert mich das ganze doch eher an das typische Geräusch in einer Krankenhaus-Intensivstation.
Aber lassen wir das mal hinter uns konzentrieren uns zunächst auf das, was inhaltlich geboten wird. Ein nicht ganz einordbarer Agent, der heikle Aufträge übernimmt, die ihn in unterschiedliche Orte der Welt führen - das klingt schon mal nach einer guten Grundsubstanz für eine spannende Hörspielreihe. Und auch der erste Plot ist von den Ideen und dem zugrundeliegendem Verlauf prinzipiell gut. Neben dem im Fokus stehendem Auftrag werden bereits erste Anzeichen für eine größere Rahmenhandlung gestreut, die irgendwie mit der Vergangenheit unseres Protagonisten zu tun hat.
So weit also mal ein interessant erscheinender Auftakt. Doch mit gut gemeinten Ideen allein hat man noch lange kein mitreißendes Hörspiel geschaffen. Und genau da liegt auch das gravierende Problem. Die Drehbuchausarbeitung vermag hier leider kein überzeugendes Ergebnis zu präsentieren. Solange alles bei der Besprechung der Pläne bleibt, funktioniert das Hörspiel noch halbwegs solide, obgleich auch dabei nicht unbedingt das typische Hörvergnügen aufkommen mag, wie ich es bei einer solchen Serie erwarte. Alles ist hier alles ziemlich sprunghaft und abgehackt aneinandergereiht und damit kein Fluss da, so dass der Hörer stets Probleme hat vollständig in die Handlung einzutauchen. In zweiter Konsequenz mangelt es an der nötigen Dynamik. Dies wird besonders im zweiten Teil deutlich. Das dramatischste Beispiel in diesem Bereich ist die Befreiungsszene, die schon sehr, sehr dünn daherkommt und sich eher zieht als einen gebannt aufhorchen lässt.

Dahinein spielt direkt ein weiteres Problem direkt, welches außerdem erklärt, weshalb die Erklärungen und Besprechungen im ersten Teil besser funktionieren als die actionreichen Passagen am Schluss: die Geräuschkulisse.
Prinzipiell ist die Auswahl der Geräusche schon recht ordentlich - da habe ich jedenfalls schon deutlich schlechteres gehört. Das ganze lässt mich nichtsdestotrotz an einen Vergleich denken, dem ich im Rahmen einer TV-Serie begegnet bin: nämlich Tanzbewegungen, die zwar technisch sauber ausgeführt sind, aber trotzdem steif und unnatürlich aussehen. Wobei man vor allem den geschehnisreichen Szenen anmerkt, dass das Geräuschbild nicht vollständig homogen und authentisch wirkt, auch wenn dabei die wesentlichen Geräusche eingesetzt werden.
Vielleicht noch ein weiterer Punkt, der mir beim Einsatz der Geräusche nicht so wirklich zusagt. Beispiel: ICE - der Einsatz des Geräusches wirkt auf mich, als ob man unbedingt das aufwändig in Eigenregie aufgenommene Geräusch eines vorbeifahrenden ICEs präsentieren wollte, ob es nun sinnvoll ist oder nicht (ob es tatsächlich den Sachverhalt trifft weiß ich nicht, ich weiß nur, dass sich mir dieser Eindruck aufgedrängt hat) - und leider ist das ganze in der Szene ziemlich seltsam eingepasst.
Das Problem sind also gar nicht mal die Geräusche selbst, als vielmehr die Art und Weise, wie man aus diesen ein Sounddesign zu zaubern hat. Denn dies gelingt beim besten Willen noch nicht. Da hilft es vielleicht wirklich mal in analysierend in eine Folge wie Gabriel Burns 9 reinzulauschen und zu schauen, wie dort mit vielen Mitteln parallel gearbeitet wird, um ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen. Mit nur einzeln gestreuten Effekten wird man sich da schwer tun.
Bedenkt man aber, dass selbst bekannte Serien wie Die drei ??? in dieser Hinsicht heute nicht immer wirklich gute Ergebnisse abliefern, dann könnte man allein mit diesen Problem sogar noch leben. Nur kommt in diesem konkreten Fall viel mehr zusammen.

Die zum Einsatz kommende Musik ist zwar nicht schlecht, mir allerdings noch etwas zu beliebig und nichtssagend. Als Füllmaterial zwischen den einzelnen Szenen vermag diese ihren Zweck noch ordentlich zu erfüllen, actionreichere Passagen unterstützen man damit aber nur schwerlich.

Von den Sprechern war ich dagegen ziemlich positiv angetan. Es gibt keine Totalausfälle und obgleich man es nicht mit sonderlich bekannten Namen zu tun hat, sind die Leistungen ziemlich solide. Manches ist zwar noch etwas hölzern, aber da kann man auch mal fünfe gerade sein lassen. Mir ist ja auch völlig klar, dass nicht jedes kleine Label massig Geld über hat, um die Stars der Synchronbranche zu engagieren.
Florian Hoffmann, Detlef Tams und Karen Schulz Vobach wissen über den weitesten Teil des Hörspiels zu gefallen. Gut ist insbesondere auch Bert Stevens als Horatio Lurch.

Was ich nicht so ganz verstehe: weshalb packt man am Ende einen Trailer zu der Folge mit auf die CD, die man gerade erst gehört hat. Da hätte man imho ziemlich problemlos drauf verzichten können.
Und noch ein weiterer Hinweis: Die Spieldauerangabe von 64 Minuten auf der CD-Hüllen-Rückseite sollte man nicht so ganz wörtlich nehmen, da dort insgesamt über 14 Minuten Bonusmaterial (eben auch der Trailer) eingerechnet sind.

Fazit: Während ich im ersten Teil sogar positiv überrascht war, stellte sich im zweiten Teil der Geschichte schnell wieder Ernüchterung ein. Den Auftakt von Alexander Korell kann man zwar hören, man verpasst aber auch nix bewegendes, wenn man ihn nun nicht kennt. Manche Schwachpunkte mag man sicherlich mit den ungleichen Möglichkeiten erklären können, aber längst nicht alle. Da muss auf jeden Fall mehr Dynamik und Fluss rein.

Note 4+


2


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» Hörer-Meinungen (1)
blackmail82 (www.hoerspiel-freunde.de) schrieb am 21.10.2009 16:45:02 Uhr
Bewertung: 4 / 15

Nach Ultio habe ich mit allem gerechnet und konnte so schon mal nicht enttäuscht werden.

Die Basis war dabei noch in Ordnung. Agententhriller - warum nicht? Weil es an der Umsetzung hakt. Geräuche wie Bohrmaschinen zum Aufbrechen eines Gitters in einem Abwasserkanal klingen zB so wie sie in echt sind: unspektakulär. Leider zieht sich diese Art derVergeräuschung durch das komplette Hörspiel und die Töne klingen meist deplaziert. Anstatt Atmosphäre zu schaffen, reißen sie einen aus selbiger hinaus, werden zu lange eingespielt oder nicht in Dialoge eingebunden. Dialog - Geräuch - Dialog, das schafft Distanz.
Effekte auf der Stimme, die wohl das Funken innerhalb eines Hubschraubers simmulieren sollen, wollen auch nicht so recht zünden und insgesamt fehlt an dieser Stelle, die im gesamten Hörspiel die stärkste Dramatik aufweisen könnte, jegliche Spur von selbiger. Das sind nur Beispiele aber worauf ich hinaus will ist wohl klar - es gibt deutliche Schwächen bei der Umsetzung.
Auch die verwendete Musik greift nur zum Teil. Die Stücke von Porch werden so eingestreut, dass sie neben dem Hörspiel stehen und man denkt, man hätte gerade zur Fernbedienung gegriffen und den kanal gewechselt. Andere Stücke funktionieren da weitaus besser und tragen auch zur Atmosphäre bei.
Bei den Sprechern war ich ebenso wie Daniel positiv überrascht, denn hier sind ordentliche Leistungen zu verbuchen und die Besetzung ist stimmig.
Auch stimme ich mit obiger Kritik darin überein, dass der erste Teil des Hörspiels, in dem der geplante Coup aufgeschlüsselt wird, deutlich interessanter und glaubwürdiger umgesetzt wurde als der actionreiche Befreiungspart. Dennoch kommt auch dort nicht die richtige Spannung auf, es fehlt an Bindung zum Gehörten, es wirkt szenisch und gestükelt.

Die erste Folge ist besser geworden als Ultio, was schon mal positiv zu vermerken ist. Die Grundidee der Story geht in Ordnung, die Sprecher sind solide. Als Ganzes funktioniert das Hörspiel bei mir leider nicht, denn es will sich einfach keine Einheit aus Geschichte, Sprechern, Geräuschen, Musk und Dramatik bilden - da hapert es noch an zu vielen Bereichen.

Gerade noch hörbar: 4-

PS: Im Gegensatz zu Daniel hat mir die Befreiungsszene streckenweise ganz gut gefallen. Mehr Schleichen als Action, das Ganze in relativer Stille und gesprochene Parts werden geflüstert. Das zündete bei mir und hat gefallen. Rausgerissen aus der Spannung wurde ich dann allerdings, als im Gefängnis Geräusche von Gefangenen zu hören waren, die eher an grölende Fans im Fußballstadion erinnerten. -> Schade!
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