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» Gruselkabinett » 029) Der Glöckner von Notre Dame (Teil 2)
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- / 15

» Paris 1482
Quasimodo hat sich durch das Geschehen am Pranger merklich verändert. Dies bleibt seinem Meister, dem düsteren Erzdiakon Claude Frollo, nicht verborgen. Ebenso wenig, dass La Esmeralda neuerdings einen Begleiter an ihrer Seite hat, den Dichter Pierre Gringoire. Aber auch der schneidige junge Hauptmann Phoebus de Châteaupers hat ein Auge auf das schöne Zigeunermädchen geworfen. Das Unheil nimmt seinen Lauf…
» Produktion: Stephan Bosenius, Marc Gruppe
» Regie: Stephan Bosenius, Marc Gruppe
» Buch/Script: Victor Hugo, Marc Gruppe
» Umfang (CDs): 1
» ISBN: 9783785736371

» VÖ: 2008-10-14
» eine Produktion von Titania MedienWebseite des Labels

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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Gruselkabinett (029) Der Glöckner von Notre Dame (Teil 2)Mit dem Glöckner von Notre Dame greift sich Titania einen Stoff heraus, der ziemlich bekannt ist. Dass man aber auch oder gerade bei solchen Stoffen keine sonderliche Probleme mit der richtigen Umsetzung hat, haben Marc Gruppe und Stephan Bosenius schon oft genug bewiesen. Frankenstein und Dracula sind nur zwei Namen aus dem Gruselkabinett, die durch und durch großartig umgesetzt wurden. Während Dracula den Gruselaspekt mehr als genug betont, schwebt Frankenstein eher in einer Liga mit dem Glöckner von Notre Dame. Beides tragische Gestalten, die von der Gesellschaft ausgegrenzt und zu Monstern gemacht werden.

Das Gruselkabinett legt seinen Schwerpunkt nicht unbedingt auf Grusel im Sinne von Horror, sondern Grusel im Sinne von Schauer-Romantik, das eine Form von Mitfühlen, Mitleiden mit den Charakteren beinhaltet und durch Schicksale für Gänsehaut auf der Haut sorgt. Dabei legen es die Titanen nicht darauf an, den Grusel in der modernen Form auf Biegen und Brechen in die Vorlage zu integrieren. Demzufolge erscheint manches aus heutiger Sicht wohl längst nicht mehr ganz so unheimlich, sondern im Gegenteil sogar schon fast harmlos.

Während dieses Konzept bei z.B. Frankenstein prima aufgegangen ist, will der Glöckner von Notre Dame trotz allem nicht wirklich in diese Reihe passen. Da wäre ein Platz bei den Titania Specials wohl der bessere gewesen.

Nichtsdestotrotz wird uns eine sehr schöne Geschichte geboten. Den hohen Bekanntheitsstatus hat die aus der Feder Victor Hugos stammende Erzählung ja nicht ganz umsonst. In gewohnter Weise lässt man sich bei Titania für die Entwicklung der Geschehnisse Zeit, stellt nach und nach die wichtigsten Gestalten vor und dringt dann erst zum Kern der Sache vor. Obwohl mir nicht unbedingt langweilig geworden ist, erschienen gewisse Szenen schon immer mal etwas ausufernd und bremsend. Insbesondere zu Beginn. So sind die ausgelassenen Festlichkeiten in Paris sicherlich toll dargestellt, für die späteren Abläufe aber nur zum Teil von Bedeutung. Richtig los legt man dann ohnehin erst im zweiten Teil. Da hätte man problemlos eine Menge kürzen können - und auch sollen. An der Tiefendarstellung der Charaktere und der äußeren Umstände hätte sich durch ein gezieltes Vorgehen bei den Kürzungen deswegen nichts ändern müssen.

Hochdramatisch und sehr emotional wird es schließlich im letzten Drittel. Dabei werden die inhaltlichen Vorgänge durch gezielten Musikeinsatz und eine außergewöhnliche schauspielerische Leistung noch um ein vielfaches verstärkt. Schon allein wegen dieses bösen, nur noch großartigen Finales lohnt sich das gesamte Hörspiel.
Als Hörer erahnt man eigentlich schon, was sich im 12. Track auf der 2. CD mit dem vielsagenden Titel "Wiedergefunden und verloren" tun wird. Und trotzdem verschlägt es einem die Sprache. Denn das, was man in dieser Szene von Kristine Walther (Rolle: La Esmeralda) und Anita Lochner (Büßernonne) geboten bekommt, ist einfach Hammer. Zwei Namen, welche mir zuvor nicht wirklich bekannt waren, die sich mir aber nun allein schon deswegen ins Gedächtnis brennen werden.

Man ist es von Titania ohnehin gewohnt nur die besten Sprecherleistungen geboten zu bekommen. Alles andere wäre eine Enttäuschung. Eine solche gibt es hier nicht. Udo Schenk (als Claude Frollo), Christian Stark (als Jean Frollo), Tommy Morgenstern (als Quasimodo), Patrick Bach und und und - diese alle sind stetig in ihrer Rolle verwurzelt.

Musik und Effekte durchgehend akkurat - stellenweise, wie bereits erwähnt, sogar richtig Highlightverdächtig.
Dank der tollen Inszenierung wird man - einmal mehr - ohne Schwierigkeiten um mehrere hundert Jahre in der Zeit zurückversetzt.

Fazit: Eine sehr schöne, hochemotionale, gesellschaftskritische Geschichte, die lediglich an manchen Stellen zu ausführlich geraten. Langweilig wird einem aber dank der hochkarätigen Umsetzung nicht.
Ein weiteres Problem - wenn man es denn so nennen mag - ist, dass der Stoff nicht so wirklich in die Gruselkabinett-Reihe passen mag. Mit der falschen Erwartungshaltung könnte es sogar sein, dass man eine Enttäuschung erlebt. Was ich mir angesichts des tollen Finales aber letztlich doch nicht vorstellen kann.

Note 2+


4


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Sprecher

SprecherRolle
Roland Hemmo Victor Hugo
Udo Schenk Claude Frollo
Christian Stark Jean Frollo du Moulin
Tommy Morgenstern Quasimodo, Glöckner
Kristine Walther La Esmeralda
Julien Haggege Pierre de Chateaupers
Matti Klemm Clopin Trouillefou
Anita Lochner Paquette, Büßernonne
Ilona Otto Fleur-de-Lys
Philine Peters-Arnolds Fleurs Mutter
Jochen Schröder Louis XI.
Uwe Büschken Richter
Bodo Wolf Henker
Inken Sommer ...
Gisela Fritsch ...
Eva-Maria Werth ...
Wilfried Herbst ...
Kaspar Eichel ...


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