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» Einzelhörspiel » 000) Ultio - An wem würdest du dich rächen?
Cover - Ultio - An wem würdest du dich rächen?

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Durchschnitts-Kurzwertung:

2 / 15

» ultio (ultionis, f.) - deutsch: Rache, Vergeltung, Revanche (Substantiv, Konsonantische Deklination)

Wut steigt in Dir auf. Sie brennt tief in deiner Seele und wird zum Hass. Du wünscht Dir nichts sehnlicher als Genugtuung zu bekommen! Doch, was würdest Du tun um Sie zu bekommen?

Würdest Du alle Risiken auf Dich nehmen, jede Vernunft fahren lassen und Dich deinen niedersten Instinkten hingeben, um diejenigen zur Rechenschaft zu ziehen die Dir Unrecht getan haben?

Würdest Du sogar töten?

Manchmal überschreitet man die Grenze vom Gedanken zur Tat zu schnell, ohne die Konsequenzen zu bedenken... und diese können unberechenbar sein!
» Musik: Markus Gensmantel, Portch
» Buch/Script: Thomas Rippert, Stephan Vogel
» Umfang (CDs): 1
» Dauer: 32 Minuten
» ISBN: 9783000249617

» VÖ: 2008-06-23
» eine Produktion von studio jesterWebseite des Labels
Dir fehlen zu dieser Produktion wichtige Daten oder dir ist ein Fehler aufgefallen? Dann schreibe uns eine kurze Mail an: content[at]hoerspieleportal[.]de

Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Einzelhörspiel (000) Ultio - An wem würdest du dich rächen?"Ultio" - Rache ist ein Motiv, das in dutzenden Filmen, Büchern und auch Hörspielen schon Verwendung gefunden hat. Insofern erscheint das ganze nicht sonderlich neu, wenn auch die Idee den Fokus auf die Fragestellung "an wem würdest du dich rächen?" zu legen recht nett ist. Doch leider belässt man den Fokus nicht allzu lange darauf, sondern schwenkt recht bald in andere Richtungen.
Sitzt man im einen Moment noch gemütlich beisammen, kann es einem der Highschool-Schüler im nächsten gar nicht schnell genug gehen, Rache zu üben. Das Motiv ist ja durchaus nachvollziehbar, weniger aber dieser überhastete Aufbruch, der schließlich noch weitere Kurzschlusshandlungen nach sich zieht. Mögen Kurzschlusshandlungen sicherlich von Natur aus schon nicht immer schlüssig sein, so wirkt das ganze, wie es hier aufgezogen ist, dennoch äußerst sprunghaft. Als Hörer tut man sich herb diesem Aufbau mit seiner seltsamen, nicht immer nachvollziehbaren inneren Logik zu folgen. Nicht, dass das Geschehen zu komplex wäre, das ist es wahrlich nicht. Nur greifen die einzelnen Abläufe nicht richtig ineinander, wie es bei einem Getriebe, das den Motor antreibt, sonst der Fall ist.
Im zweiten Teil der nicht allzu langen Geschichte gibt es dann einen Schwenk, der mit der anfänglichen Idee nicht mehr allzu viel gemein hat. Fast wirkt es ein wenig so, als wäre einem da der Stoff ausgegangen. Jedoch bietet die splattrige Schlussszene sogar die meiste Spannung des gesamten Hörspiels.
Alles in allem wirkt die Story, bzw. mehr deren Aufbau auf mich äußerst inhomogen. Somit ist es natürlich extrem schwer, die Hörer mitzureißen oder gar zu fesseln. Und genau das gelingt leider auch nicht. Ebensowenig mit dem Schlusswort, das etwas danach aussieht, als wolle man auf Biegen und Brechen noch eine bedrohliche Stimmung zaubern. Dazu ist solch ein Mittel aber deutlich zu simpel gestrickt.

Die Stimmen der agierenden Sprecher kennt man zum größtenteil von der Hörfabrik. Ein Stelldichein gibt sich auch Dennis Rohling, dessen Darbietung diejenige ist, welche mich insgesamt am meisten überzeugt hat.
Nach der ersten Szene stellt sich einem ganz unweigerlich die Frage, ob der Erzähler da tatsächlich von Highschool-Schülern gesprochen hat und nicht eher College-Studenten gemeint haben könnte. Letzteres kann man durchgehen lassen, für ersteres erscheinen sämtliche Stimmen, aber auch die Art des Verhaltens unglaubwürdig. Für die Geschichte selbst macht es letztlich keinen großen Unterschied, dennoch ist es ein Punkt, der so ohrenfällig ist, dass man ihn nicht mal eben so beiseite wischen kann.
Eine etwas eigenwillige Rolle nimmt zudem der Erzähler ein, der von sich in der Ich-Perspektive spricht, in der Handlung selbst dann aber in keinster Weise in Erscheinung tritt. Soetwas wirkt äußerst befremdlich und erweckt nicht den Anschein sonderlich durchdacht zu sein. Wenn man das Ziel hat mit Erzählerrollen und deren Perspektiven zu spielen, dann muss man es schon konsequent durchziehen und nicht nur andeuten.
Das sind alles so kleinere Schwächen, die sich aufsummieren und wenn dann auch die Darbietung der Sprecher nicht in allen Belangen rund ist, kann man nunmal beim besten Willen keine saubere Arbeit attestieren.

Die Musik bietet insgesamt das netteste Bild, überragend erweist sich das Hörspiel in diesem Punkt aber ebensowenig. Der erste Song vermittelt beispielsweise recht nettes "Sweet-Home-Alabama"-Feeling. Der Einfall auf die Songs von Portch zurückzugreifen ist bei weitem kein schlechter gewesen. Nur wirkt das alles noch etwas zu unrund zusammengebaut, um den nötigen Effekt zu erbringen.
Man versucht sich an den nötigsten Geräuschen (Schritte, Türquietschen, und ähnliches), was mal mehr, mal weniger besser funktioniert.
Es kommt bei einem Hörspiel nicht nur darauf an, vereinzelt etwas einzustreuen, sondern einen Klangteppich entsprechender Güte entstehen zu lassen. Und diesbezüglich steht man ohne Frage noch vor viel Arbeit.

Achja, Cover ist leider etwas arg dunkel und verwaschen ausgefallen. Da hatte man in der Vergangenheit auch schon bessere Arbeit geliefert.

Fazit: Ein Hörspiel steht und fällt in erster Linie mit seinem Plot. Man kann mit guten Sprechern, gelungenen Musik-Akzentuierungen und einer authentischen Geräuschkulisse in jedem Fall nochmals zusätzlich etwas herausholen. Doch da auch dies hier sehr Mängelbehaftet ist, bleibt am Ende nur ein schwacher Eindruck zurück. Wer nicht sonderlich hohe Ansprüche an ein Hörspiel hat, der mag mal hineinhören und das noch junge studio jester mit einem Kauf unterstützen. Viel erwarten sollte man aber nicht. Hörbar ist es, aber alles andere als hohe Hörspielkunst.

Note 5+


1


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Sprecher

SprecherRolle
Erik Albrodt Erzähler
Ronald Salert Paul Franks
Melissa Kumpmann Heather Franks
Karen Schulz-Vobach Simone Carter
Christopher Albrodt Jerome (King) Kingsley
Florian Hoffmann William Easterhouse
Dennis Rohling Philipp Monroe
Bert Stevens Abraham Monroe
Ines Dombeck Annabell Gisbert
René Wagner Officer


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» Hörer-Meinungen (1)
Daniel Klages (www.hoerspiel-freunde.de) schrieb am 19.03.2009 09:12:13 Uhr
Bewertung: 2 / 15

Achtung, ich verrate schon ein bisschen von der Handlung hier!

1. Die Sprecher sind nicht die schlechtesten, aber auch nicht gut. Besonders die beiden Damen konnten mich nicht mit Leistung überzeugen. Insgesamt klingen die Sprecher viel zu alt, soll es sich doch um Schüler auf der Highschool handeln, die Ferien haben... die Personen klingen leider wie Mitte 30.

2. Es gibt Schnitzer in der Bearbeitung. Zum Beispiel gibt es im ersten Track eine gute halbe Minute Gelächter über einen mäßigen Scherz. Das ist einfach zu lange! Kurz vor Ende bevor ein Übeltäter einen Raum betritt gibts in einer spannenden Atmosphäre einfach eine Pause... zwar nicht wirklich lange, aber einfach zu lange. Das sind aber auch nur Beispiele.

3. Das Rot auf dem Cover auf schwarzem Hintergrund ist kaum lesbar. Die gesamte Aufmachung wirkt einfach nicht.

4. Am schlimmsten ist leider die Story. Die "normalen" Schüler handeln unlogisch und überzogen mit grobem Realitätsverlust. Gut, das steht so auch im Klappentext... sinngemäß, wie weit kann einen Rache führen. Allerdings kommt aus der Handlung überhaupt keine Verzweiflung rüber. Ein paar Leute treffen sich, man kommt zufällig auf das Thema Rache und im nächsten Atemzug fährt man raus ein Haus abfackeln?
Dann kommt dazu noch die Wendung am Schluss, die der Story ihre Würze geben soll. Das alles wirkt aber so konstruiert und zusammenhangslos, das ich nur noch gestaunt habe ob der Wendung - negativ gemeint. Bei "From Dusk till Dawn", wo ja auch etwa zur Hälfte des Films die Handlung komplett gekippt ist, hat so eine Entwicklung funktioniert, hier nicht.
Die Krönung ist eine Szene während des letzten Musikstücks in einem Polizeirevier, die mich mit großen Fragezeichen zurückgelassen hat.

Das einzig gute waren gegen Ende ein paar Minütchen Gruselatmosphäre, getragen von einer relativ guten Leistung von Dennis Rohling. Und die Musik mag ich eigentlich auch. Der Rest präsentiert sich leider unlogisch, haarsträubend und zusammenhangslos, dazu kommen die Fehler in der Umsetzung und machen das Hörspiel für mich zu einem Negativ-Highlight des Jahres.

Ich hätte gerne etwas anderes geschrieben. Auch wenn mich die beiden "Legende und Mythos" Hörspiel noch nicht völlig überzeugen konnten, ist dieses Werk ein Schritt in die komplett falsche Richtung. Nach Titel und Klappentext hatte ich mit einem spannenden Psychothriller gerechnet, bekommen habe ich seltsamen Teenie-Horror. Aber auch ohne diese Erwartung an die Story, und ich gebe nicht gerne so ein hartes Urteil ab, ist Ultio leider nicht zu empfehlen.
Durchschnittliche Userwertung: 2 | User-Top-Liste

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