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» Edgar Allan Poe » 007) Die Morde in der Rue Morgue
Cover - Die Morde in der Rue Morgue

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Durchschnitts-Kurzwertung:

11 / 15

» Zusammen mit Leonie mietet sich Poe in einer kleinen Pension ein. Bald werden sich ihre Wege trennen, denn Leonie will dem Schicksal ihrer verstorbenen Freundin nachgehen. Poe bringt ein grausamer Traum ins Grübeln: soll er die Suche wirklich allein fortsetzen? Zumal Leonies Gesicht immer weider in seinen Träumen auftaucht. Weil er ihr in einem früheren Leben begegnet ist?
» Umfang (CDs): 1

» VÖ: 2004-12-14
» eine Produktion von Lübbe AudioWebseite des Labels

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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Edgar Allan Poe (007) Die Morde in der Rue MorgueNach den bedrohlichen Abenteuern auf See geht es nun erstmals wieder an Land. Nachdem das Schiff angelegt hat, machen sich Edgar Allan Poe und Leonie Goron auf die Suche nach einer Unterkunft und finden direkt ein günstiges Quartier in einer Seitenstraße nahe des Hafens. Allerdings gibt es dort nur noch ein Doppelzimmer, so dass sich die beiden der Einfachheit halber als Ehepaar ausgeben. Kaum, dass Poe es sich in dem Bett bequem gemacht hat, gleitet er auch schon hinüber in die Welt des Traums...
Poe "erwacht" als Seemann, der auf einer einsamen Insel gestrandet ist und dort einen fantastischen Schatz entdeckt hat. Mithilfe eines Walfängers kommt er schließlich wieder unter Leute, kann in die Zivilisation zurückkehren, doch den größten Teil des Schatzes muss er zurücklassen, in der Hoffunng eines fernen Tages wieder zurückkehren zu können. Lediglich einen Affen nimmt er von der Insel mit. Eines Tages beobachtet er im Hafen zwei Frauen, die offenkundig unschlüssig sind, welchen weiteren Weg sie einschlagen wollen. Noch bevor Gunn (imago Poe) dazukommt die beiden anzusprechen, geschieht das Unglück. Die jüngere der beiden Frauen, augenscheinlich die Tochter stürzt in das Hafenbecken und droht zu ertrinken. Beherzt greift Gunn ein und rettet ihr das Leben, nicht ahnend, dass damit das eigentliche Unglück erst seinen Lauf nehmen soll.

Nachdem in den beiden letzten Folgen die Rahmenhandlung richtig an Gas zugelegt hat, fährt man diese hier wieder deutlich zurück und lenkt das Hauptaugenmerk auf Poes Träume, welche aber natürlich deutlich mehr sind als nur das. Atmosphärisch hat sich die Folge nichts vorzuwerfen. Das ist einmal mehr verdammt stark, dermaßen dicht und greifbar, dass man einfach gar nicht anders kann als gebannt vor den Boxen zu sitzen. Da macht es dann auch nicht allzuviel, dass es eine Weile dauert bis die Handlung richtig in Schwung kommt. Das böse Erwachen kommt - wie man es bisher gewohnt ist -ganz am Ende und hat es mal wieder ziemlich in sich. Das Ganze ist schon verdammt düster und unheilschwanger inszeniert und man wartet eigentlich förmlich darauf, dass der Horror losschlägt. Umso mehr schade ist es eigentlich, dass die Episode bis auf das Highlight gegen Ende nicht allzuviel zu bieten hat. Was man aber nun nicht mit Langeweile gleichsetzen sollte, denn dafür sind die Hörspiele deutlich zu gut. Jedoch für Poe-Verhältnisse nicht die allerstärkste Folge und damit in ähnlichen Bereichen wie die letzte Episode. Letztendlich bleibt damit noch immer gutes Hörspiel.

Und das liegt nicht zuletzt an der großartigen, ja grandiosen Darbietung von Ulrich Pleitgen als Edgar Allan Poe bzw. Gunn in der Traumsequenz. Er weiß die Figur ohne Vergangenheit mit einer solchen Emotionalität zu sprechen, dass es ein wahrer Genuss ist, seiner Darbietung zu lauschen. Davon kann man nicht genug bekommen. Auf jeden Fall zum momentanen Zeitpunkt dieser Serie nicht.
Die zweite, welche neben Pleitgen eine hervorragende Performance an den Tag legt, ist Iris Berben, ein alles andere als unbekannter Name. Iris Berben spielt ebenfalls eine größere Rolle in der Serie und damit ist klar, dass dies hier auch nicht ihr letzter Auftritt bleibt.
Wenig überraschend dürfte außerdem sein, dass Till Hagen in der Traumsequenz in Erscheinung tritt. Nach wie vor ist der Charakter des Dr. Templeton von einigen Mysterien umgeben, die man hoffentlich in den weiteren Episoden verfolgt. Dazu gesellen sich noch sehr gute Leistungen von Manfred Lehmann (Dupin), Luise Lunow (Madame L'Espanaye) und Edelgard Hansen (Vermieterin) sowie ein paar weitere kleinere Rollen.

In Sachen Musik und Effekte ist man wieder mal recht gut gefordert, was für das Team von STIL jedoch keine besonders schwere Übung darstellt. Mit handwerklicher Perfektion schafft man eine Atmosphäre, die seinesgleichen sucht. Die Szenen im Hafen, der durchdrehende Affe, die düsteren, unheilschwangeren Klänge, wenn Gunn sich durch die Straßen bewegt und dabei immer das Gefühl hat, ihm säße jemand im Nacken. Das alles ist in seiner Gesamtheit einfach pures Gold. Diesem Zauber kann man sich nur schwerlich entziehen. Und es empfiehlt sich daher einmal mehr, Poe an kühlen und grauen Herbstabenden zu hören, wo diese Atmosphäre nochmals doppelt so stark wirken dürfte.

Fazit: Handwerklich perfekt. Im Hinblick auf die große Rahmenhandlung ist die Folge eher ernüchternd. Poes Traum steht im Vordergrund, der einmal mehr mit einem sehr bösen Ende aufwarten kann, dafür aber etwas braucht, um in Fahrt zu kommen. Alles in allem also grundsätzlich ein klasse Hörspiel. Innerhalb der Poe-Reihe aber nicht ganz so stark. Von daher meinerseits insgesamt die Wertung "gut".

Note 2


4


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Sprecher

SprecherRolle
Ulrich Pleitgen Poe
Ulrich Pleitgen Gunn
Iris Berben Leonie
Iris Berben Mademoiselle L'Espanaye
Manfred Lehmann Dupin
Luise Lunow Madame L'Espanaye
Till Hagen Arzt (imago Dr. Templeton)
Marc Oliver Bögel Hafenmeister
Edelgard Hansen Vermieterin
Frank Rinker Verkäufer
Heinz Rudolf Kunze Prolog Deutsch
Penny Shepherd Prolog Englisch
André Sander Ansage


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