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» Dreamland Grusel » 003) Lebendig begraben
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Durchschnitts-Kurzwertung:

6 / 15

» Stellen Sie sich vor, sie erwachen aus tiefem Schlaf und man ist gerade dabei sie lebendig zu begraben. Sie erinnern sich, dass ein alter Mann sie für das personifizierte Böse hielt und sie vergiftete. Doch was steckt dahinter? Ein Wahnsinniger? Aber warum wirkt dann das Gift nicht? War es zu schwach oder ist wirklich etwas an den Worten des alten Mannes?
» Buch/Script: Hugh Walker
» Umfang (CDs): 1
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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Dreamland Grusel (003) Lebendig begrabenDumpf dringen Stimmen an sein Ohr. Die Predigt des Dorfpfarrers und das Schluchzen seiner Frau kann er als erstes identifizieren. Um ihn herum herrscht Dunkelheit. Es dauert einen Moment bis Gerhard Bermann begreift, was geschehen sein muss. Er liegt in einem Sarg und wohnt auf diese Weise seiner eigenen Beerdigung bei. Lebendig begraben. Bermann schafft es jedoch gerade noch rechtzeitig auf sich aufmerksam zu machen. Die wundersame Auferstehung sorgt für einiges an Aufregung in der Gemeinde, doch das ist für Bermann zunächst wenig relevant. Viel mehr interessiert ihn, was es mit seinem Tod auf sich hat. Immer mehr schwindet seine Erinnerung an die Zeit vor dem Mordanschlag auf seine Person, nur ein Name haftet ihm noch im Gedächtnis. Albert Geisler. Als er sich auf die Suche nach diesem Mann macht, begegnet er dessen Tochter, die behauptet, ihr Vater habe Bermann deswegen umgebracht, weil er ein Bündniss mit dem Teufel geschlossen hat, was jener jedoch kategorisch bestreitet und als Unfug betitelt. Als Geisler erfährt, dass Bermann den Mordanschlag überlebt hat, setzt er zu einem neuen Versuch an, wird dabei allerdings mit einer bösen Überraschung konfrontiert.

Die dritte Folge der Reihe Dreamland-Grusel bietet von der Geschichte einiges mehr an Tiefgang. Man verzichtet fast völlig auf Trash-Elemente wie Dracula, Vampire und Werwölfe und das ist als Abwechslung sehr erfrischend. Allerdings hat auch die dritte Folge ein Problem, das ähnlich schon in den beiden ersten Episoden vorhanden war. Vor allem zu Beginn gleicht das Hörspiel schon mehr einem Hörbuch, was grundsätzlich nicht soo dramatisch wäre, allerdings geht damit eine gewisse Trägheit einher. Die Story ist sicherlich etwas anspruchvoller, hätte dennoch knapper gehalten werden sollen. Es ist vielleicht etwas übertrieben das Hörspiel als zäh zu bezeichnen, denn dafür gibt es dann doch ein paar recht interessante Passagen, aber im großen und ganzen sind die Höhepunkte recht dünn umgesetzt worden. Und um den Gruselfaktor ist es ebenfalls nicht gerade üppig bestellt. Hier muss man noch weiter an sich arbeiten, jedoch ist man nicht ganz auf dem falschen Weg. Der ganz große Wurf ist aber leider auch "Lebendig begraben" noch nicht.

Denn zu den Schwachpunkten bei der Dramaturgie gesellen sich auch noch eine Menge unter dem Gesichtspunkt Effekte. Es muss natürlich nicht gleich die volle Ladung an Krach-Bum-Untermalung sein, aber ein wenig mehr als das Dargebotene darf man denke ich schon erwarten dürfen. Gerade die Schlägerei im Zug ist eine ziemliche Enttäuschung und hier muss man dann auch einfach eingestehen, dass diesbezüglich ein deutlicher Unterschied zu anderen Labels erkennbar ist. Die Musik an sich ist sicherlich stimmungsvoll, allerdings ist auch da sicherlich noch einiges mehr drin. Letzteres darf man aber dennoch zu den gelungensten Aspekten dieser Produktion zählen.

Man hat hier eine Menge bekannter Namen an Bord, aber nicht alles wirkt auch wirklich lebendig. Beginnen wir mit der Hauptperson Christian Rode, der grundsätzlich wirklich ein Top-Sprecher ist, allerdings im Zusammenspiel mit dem vielen Text, den er hier vorzutragen hat vor allem zu Anfang eher einschläfernd wirkt. Erst später hat man wirklich das Gefühl, dass er sich in die Rolle auch tatsächlich hineingefunden hat, mal aus sich herausgeht und Gerhard Bermann mit Leben erfüllt. Recht farblos bleibt leider Gisela Trowe, welche allerding auch nur einen sehr kurzen Auftritt hat. Tom Steinbrecher bemüht sich als Dr. Penkritz redlich, aber ich kann mich des Gefühls nicht erwehren, dass er in dieser Rolle einfach nicht recht passen will. Gut gefallen haben mir aber Peter Joseph Schmitz (Albert Geisler) sowie Kerstin Draeger (Geislers Tochter). Man hat noch eine Reihe weiterer Sprecher vors Mikro geholt, die einen soliden Eindruck hinterlassen. Darunter auch Carsten Bohn und H.G. Francis, die ja sonst eher andere Arbeiten verrichten ;).

Fazit: Es gibt sicherlich noch eine Reihe an Kritikpunkten. Insgesamt aber ist das Hörspiel dennoch nicht schlecht, auch wenn sich das vielleicht ein wenig so lesen mag. Denn vor allem die Story ist recht interessant und hebt sich aufgrund der tiefgehenderen Handlung gut von den beiden ersten Folgen der Serie ab. Bekommt man den Punkt Dramaturgie noch besser in den Griff, dann sollten die Hörspiele auch in der Kategorie "Gut" mitspielen können. Bei den Effekten und Sprechern muss man zum Teil sicherlich auch noch weiter an sich arbeiten, aber das Hauptproblem ist aktuell wirklich das mit zu langen Erzählpassagen und ausschweifenden Dialogen geschmückte Drehbuch.

Note 3


3


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Sprecher

SprecherRolle
Christian Rode Erzähler
Christian Rode Gerhard Bermann
Peter Joseph Schmitz Albert Geisler
Kerstin Draeger Franziska Geisler
Gisela Trowe Andrea Bermann
Konrad Halver Pfarrer
Carsten Bohn Richard Thomas
Fabian Harloff Wagner
Olaf Böttcher 1. Schläger
Carsten Hartl 2. Schläger
H.G. Francis Sepp Heuer
Tom Steinbrecher Dr. Penkritz
Horst Kurth Willi Hallmann
Susanne Schlimbach ...
Gianni Seaduto ...


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» Hörer-Meinungen (1)
Daniel Klages (www.hoerspiel-freunde.de) schrieb am 13.02.2009 12:45:38 Uhr
Bewertung: 6 / 15

Gestern zu Ende gehört und insgesamt für Durchwachsen befunden.

Die Idee hinter der Story ist für das Genre fast schon innovativ. Je abgefahrener solche Geschichten jedoch werden, desto haarstreubender und unlogisch werden sie aber dann auch. Ja, das passt zum Genre, aber dann ist es vielleicht nicht meins. Von dieser Seite aus also eine für die Schublade gute Vorlage, da ist alles in Ordnung... nur der Schluss fällt vielleicht ein bisschen zu seicht aus.

Die Umsetzung ist dabei das größere Manko. Wie Blitz so schön sagt, macht Herr Bermann, der Protagonist dessen Mono- und Dialoge gefühlte 50% des Inhalts ausmachen, eine gewisse Entwicklung durch, die ihm nicht unbedingt anzuhören ist. Rhode bleibt über das ganze Hörspiel hinweg gleich... vielleicht nicht wirklich monoton, aber es hätte deutlich mehr kommen dürfen und eigentlich auch müssen. Darüber hinaus frage ich mich ob er mit seiner älteren tieferen Stimme die richtige Besetzung für die Rolle darstellt.
Bei der restlichen Besetzung sehe ich kaum Probleme, das fand ich schon durchweg in Ordnung. Ich hab da auch gerade in dem Genre und unter Bedacht wer es gemacht hat nicht die höchsten Ansprüche – finde es cool, dass Leute wie H.G. Francis und Carsten Bohn auch mal vor dem Mikro stehen. Eine perfekte Regie- und Sprecherleistung darf man aber nicht erwarten, sonst wird man enteuschd.

Insgesamt bedarf die Handlung sehr vieler Erklärung und diese fallen dann auch umfangreich aus. Was auf der einen Seite positiv ist, da die Story halt auch mal mehr hergibt als mysteriöse Morde eines übernatürlichen Wesens und den Versuch dieses zu unterbinden (in gefühlten 90% aller Hörspiele in diesem Genre?), auf der anderen Seite erwartet man das vielleicht nicht unbedingt so, verspricht sich mehr Grusel und auch Action. Das ist sicherlich Geschmacksache und mir hats wie gesagt grundsätzlich gefallen. Eine nette, nicht bis ins Kleinste durchdachte Story, da gibt es schlimmeres. Leider bringen diese Erklärungen aber auch gewisse Längen mit sich.

Den Schluss fand ich dann doch eher enttäuschend... ist etwas belanglos und wird noch von einem zweiten Schluss in die Länge gezogen. Da bleibt am Ende ein fader Beigeschmack, was aus einer 3-4 dann doch eher eine 4+ macht. Debakel ist dieses Hörspiel keines und Genre-Fans kommen auf ihre Kosten, jedoch mit Abstrichen.

Zu guter Letzt seien noch die Abschieds-Worte an Peter Joseph Schmitz erwähnt die im Anschluss an das Hörspiel zu hören sind. Sicher für Fans eine schöne Art Abschied zu nehmen, besonders auch für die Macher. Wer es nicht hören mag, muss es ja auch nicht. Da kann man wirklich keine Kritik üben.
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