Titel-Details

» Hellboy » 005) Fast ein Gigant
Cover - Fast ein Gigant

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Durchschnitts-Kurzwertung:

- / 15

» Seit dem missglückten Auftrag in Rumänien, liegt die völlig entkräftete Liz Sherman im Krankenhaus auf der Intensivstation. Eine mysteriöse Kreatur, ein Homunkulus, scheint ihr die Lebenskraft entzogen zu haben. Die Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen schickt HELLBOY und Kate Corrigan nach Rumänen, um den Homunkulus zu stellen und Liz zu retten. Aber den Ermittlern bleibt nicht viel Zeit. Unheimliche Dinge gehen in den rumänischen Bergen vor sich und auf den Friedhöfen der umliegenden Dörfer werden immer wieder Leichen gestohlen. Die Spur führt zu einem alten Kloster. Doch was HELLBOY dort erwartet ist unfassbar...
» Produktion: Günter Merlau
» Regie: Günter Merlau
» Musik: Günter Merlau, Hamburger Hörspiel-Orchester
» Buch/Script: Robert Schlunze, Mike Mignola
» Umfang (CDs): 1

» VÖ: 2009-04-30
» eine Produktion von LauschWebseite des Labels

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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Hellboy (005) Fast ein GigantLiz Sherman schwebt in Lebensgefahr. Nach dem letzten Einsatz für die BUAP, die Behörde zur Abwehr und Untersuchung paranormaler Phänomene, und der damit verbundenen Schussverletzung hat sie sich gesundheitlich zwar wieder erholt, doch der Lebenswille scheint nicht mehr vorhanden. Hellboy findet sich damit nicht ab und macht sich auf die Suche nach der Kreatur, welcher Liz zuletzt in dem rumänischen Schloss begegnet ist.

Was mir direkt zu Anfang gut gefällt ist das Stilmittel der rückblickenden Erzählung. So erfährt man erst nachdem man mit den Konsequenzen des Einsatzes konfrontiert wurde mehr über die zuvor abgelaufenen Vorgänge. Dies allerdings nicht einzig in Form einer Monolog-Zusammenfassung, sondern mittels eines aktiven Zeitsprungs zurück in die Vergangenheit.
Die Atmosphäre, die man dabei anfangs in der Ruine aufbaut ist richtig klasse und wird zusätzlich getragen von einer spannungsanheizenden Musikuntermalung.

Aber auch wenn der Start sehr gelungen ist, gelingt es dem Hörspiel im ganzen nicht mich vollständig zu überzeugen. Im zweiten Teil wird man zunehmend mit längeren Monologen der Gegenseite konfrontiert, die an sich nicht unbedingt langweilig sind, aber den Hörer dauerhaft nicht allzu sehr mitreißen können. Spannung kommt dabei jedenfalls nur bedingt auf. Auch nicht, wenn Hellboy in das alte Kloster eindringt und dort allerlei an sich durchaus unheimlichen Gestalten begegnet, die aber eben de facto kaum gruselig wirken. Das wird zusätzlich noch durch die coolen Sprüche Hellboys entkräftet, die grundsätzlich ein tolles Element zur Auflockerung darstellen, hier aber selten durchzünden.

So kommt es, dass der zweite Teil trotz einer imposanten Inszenierung eher an mir vorbeigelaufen ist, statt mich völlig in seinen Bann zu ziehen.

Musik nimmt bei Lausch immer eine besondere Stellung ein. Auch hier ist sie beständig im Hintergrund präsent und begleitet das Geschehen auf Schritt und Tritt, was grundsätzlich eine gute Entscheidung ist, da man auf diesem Wege unglaublich viel an Atmosphäre schaffen kann, was anfangs auch gut gelingt. Doch je länger man lauscht, desto deutlicher wird, dass die Musik mit Ausnahme des Titelthemas kaum Score-Qualitäten hat, auch wenn im Cover vom Hamburger Hörspielorchester die Rede ist. So erscheint die Untermalung irgendwann zu monoton, nicht individuell genug und macht damit teils sogar eher mehr kaputt als man so zu gewinnen im Stande ist.

Ich gestehe, dass ich Helmut Krauss hier kaum wiedererkannt hätte. Er liefert eine einwandfreie Darbietung ab, was ebenso für seine Kollegen gilt. Darunter Marco Reinbold, Simone Ritscher, Bernd Hölscher und Tilo Schmitz, der Hellboy mit viel Enthusiasmus verkörpert.

Fazit: Ohne Frage hat das Hörspiel seine gewaltigen, ausdrucksstarken Szenen, ebenso aber leider auch seine Längen, insbesondere bei den Monologen der Gegner Hellboys. Obgleich es recht vielversprechend beginnt, so richtig Spannung wollte sich bei mir insgesamt keine einstellen, auch wenn ich mich insgesamt keineswegs schlecht unterhalten gefühlt habe.

Note 2


4


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