Titel-Details

» Requiem » 002) Margots Blutfest
Cover - Margots Blutfest
Durchschnitts-Kurzwertung:

- / 15

» Paris, 1894.
Sie kennt die Wahrheit. Aber sie bewahrt das Geheimnis ihres grausamen Spiels. Und in ihrem Netz aus Fluch und Schande entfesselt sie den mörderischen Zauber eines verschwiegenen Geschlechts. Ihre Fährte verläuft in einem Labyrinth aus Licht und Schatten, zwischen Leidenschaft und Wahnsinn. - Sie bringt den Schmerz. Aus Jägern werden Gejagte ... und im Dunkel lauert das Verhängnis. Ihr Name ist Legende, die Erinnerung an sie nur eine düstere Vision... Sie glaubten sie längst tot. – Doch sie ist eben erst erwacht.
» Buch/Script: Ascan van Bargen
» Umfang (CDs): 1

» VÖ: 2009-02-06
» eine Produktion von Maritim ProduktionenWebseite des Labels
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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Requiem (002) Margots BlutfestLange, sehr lange hat es gedauert bis zur VÖ des zweiten Teils. Damit hat man sich nicht unbedingt einen Gefallen getan.

Der kurze Rückblick in Form von zusammengeschnittenen Szenenfragmenten reicht hier nicht aus, dem Hörer die wichtigsten Ereignisse der letzten Episode nochmals vor Augen zu führen. Allenfalls ein paar mit den Auschnitten in Verbindung stehende Szenen dürften wieder im Geist aufblitzen.
Der Wiedereinstieg ist zwar nicht allzu problematisch, aber ohne das Detailwissen der vorangehenden Ereignisse macht es meines Erachtens nicht allzu viel Sinn sich mit dem zweiten Teil zu beschäftigen.
So habe ich - nachdem meine Erinnerung an den ersten Teil zwischenzeitlich etwas arg verblasst war - mir Teil eins im Vorfeld nochmals angehört, um dann direkt mit "Margots Blutfest" weiterzumachen.

Der Erzählstil ist ganz analog dem ersten Part von Requiem ungewohnt. Man sollte schon eine gewisse Affinität für verschnörkelte Sprachkonstruktionen mitbringen, ansonsten dürfte man an diesem Werk wenig Freude haben. Diese Art des Herangehens ist allerdings nicht uninteressant und schafft im Vergleich zur Konkurrenz oftmals eine deutlich unheimlichere Kulisse. Allerdings geht der Einsatz dieser Art Schilderungen nicht ohne ein paar Nachteile vonstatten. Das Tempo wird teils erheblich gestört. Peter Weis ist eine außergewöhnliche Stimmbesetzung für die Erzählerrolle und in meinen Ohren für diesen Fall genau die richtige, allerdings sorgt die Art, wie seine blumig ausgeschmückten Erzählparts ins Geschehen eingestreut sind, öfters für schwerfällig wirkende Unterbrechungen des Hörflusses.
Und so tut man sich als Hörer schwer, sich vom Hörspiel vollständig gefangen nehmen zu lassen.
Man irrt diesmal nicht ganz so umher, wie noch beim Vorgänger, so dass die Ereignisse insgesamt weniger verwirrend und runder erscheinen. Diese Geradlinigkeit ist wahrlich kein Makel und sogar die bessere Alternative - denn mit dem vorherrschenden Erzählstil macht man die Angelegenheit schon komplex genug.
In der Quintessenz ist die aufgegriffene Thematik (Vampirismus, Kreuz) alles andere als neu oder innovativ, aber da man nicht nach Schema F zu Werke geht, bleibt die Geschichte über weite Strecken interessant.

Ein, zweimal sind mir Stücke begegnet, welche vor allem bei Sinclair öfters Verwendung finden. Ganz individuell geht man also nicht zu Werke, was aber auf das Endergebnis keinen dramatischen Einfluss haben muss - und das in diesem Fall auch nicht hat. Denn das Gesamtklangbild erscheint im Vergleich zu anderen Maritim-Produktionen sogar erstaunlich dicht.

Ein überzeugender Christian Rode im Zusammenspiel mit Gernot Endemann stemmt den wesentlichen Teil des Hörspiels nahezu allein. Zwei Altmeister, die ihr Handwerk verstehen. Der dritten größten Part kommt Erzähler Peter Weis zu.
Am Ende tritt schließlich wieder Melanie Manstein mit dazu und weiß das Bild entsprechend abzurunden.

Es ist keineswegs übertrieben zu sagen, dass der Anteil an der düsteren Atmosphäre, welche durch die Musik und Sprecher geschaffen wird, mindestens genauso bedeutsam ist, wie jener, der sich aus dem Inhalt heraus ergibt.

Fazit: Requiem ist auch im zweiten Teil etwas speziell. Nicht jeder wird mit Adjektivüberfluteten Sprachstil Ascan van Bargens etwas anfangen können. Allerdings muss man zugeben, dass man es damit teils besser schafft eine gruslige Grundstimmung rüberzubringen als dies Konkurrenzprodukte mit eher plump gehaltenen Dialogen vermögen. Die guten Sprecher und ein gelungener Klangteppich tragen ebenfalls ihren Teil dazu bei.
Interessante Ansätze, allerdings bin ich nicht völlig überzeugt. Etwas mitreißender hätte es schon sein dürfen.

Note 3+


3


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Sprecher

SprecherRolle
Peter Weis Erzähler
Christian Rode Dr. Joaquin Ferrier
Gernot Endemann Frederic Moreau
Melanie Manstein Marot de Belgrave
Peter Groeger Gustave
Thomas Karallus Vincent
Martin Kessler Etienne


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