Titel-Details

» Jules Verne » 002) Die Propellerinsel
Cover - Die Propellerinsel
Durchschnitts-Kurzwertung:

- / 15

» Das französische Kammertrio, bestehend aus Yves Boulez, Violinist, Robert Ponthieu, Bratsche und dem Cellisten Sebastian Fragonard, hat es durch einen unglücklichen Wink des Schicksals nachts an die kalifornische Küste verschlagen. Mitten im Nirgendwo. Eigentlich befindet man sich auf dem Weg nach San Diego, wo ein weiterer umjubelter Auftritt auf die drei Herren wartet. Mit nichts als ihren Instrumenten irren die Musiker durch die Nacht, als sich ihnen eine Kutsche nähert. Als der freundliche Retter erfährt, um wen es sich bei den Irrenden handelt, ist er hocherfreut und bittet sie umgehend, mit ihm zu kommen. Er wisse hier ganz in der Nähe nicht nur eine Stadt, sondern auch ein exzellentes Hotel. Trotz ihrer Zweifel fährt das Kammertrio mit.
Und tatsächlich: In der nahegelegenen Bucht wartet ein Stadt von solcher Pracht und Eleganz, dass die Musiker völlig verwirrt, diese auf der Landkarte übersehen zu haben.
Der Mann, der sich als Mr. Fender vorstellt, führt die drei durch eine Stadt voll großartiger, technischer Errungenschaften, die das Leben der Einwohner so angenehm wie möglich gestalten. Man entschließt sich, die Nacht dort zu verbringen.
Als man am nächsten Morgen zum Aufbruch rüstet kommt jedoch der Schock: Die Stadt samt ihren Außenbezirken treibt auf dem offenen Meer!
Man befindet sich auf Standard Island, einer 8 Quadratmeilen großen künstlichen Insel, die mit der Kraft von 10 Millionen Pferdestärken durch das Meer bewegt wird, ähnlich einem Schiff. Die Stadt heißt Milliard-City, nicht umsonst, wohnen dort doch nur Millionäre und Millardäre. Dem erst erzürnten Kammertrio wird ein verlockendes Angebot unterbreitet: Jeder der Musiker erhält 250.000 Dollar (entsprach damals 1 Millionen Franc) wenn sich das Kammertrio bereiterklärt, auf der kommenden Reise, die 8 Monate dauert, Konzerte in Milliard-City zu geben. Nach ersten Bedenken willigt man schließlich ein. Es folgt eine Zeit der Entdeckung der Insel und Konzertabenden, die bald in der Liaison des Cellisten mit der Tochter des reichsten Mannes der Insel Gestalt annimmt. Das Leben scheint eitler Sonnenschein.
Aber es gibt Stimmen in der Welt, die diese Insel lieber heute als morgen verschwunden sähen.. Als Standard Island eines nachts den englischen Dampfkreuzer #Typhoon# ungewollt rammt und versenkt, ist es mit dem ruhigen Leben vorbei. Wenige Wochen danach wird Standard Island von Fremden überfallen, die wilde Raubtiere auf der Insel aussetzen und die Einwohner in Angst und Schrecken versetzen.
Damit aber nicht genug. Die Fremden bringen den Maschinenraum unter ihre Kontrolle und lassen die gewaltigen Bug- und Heckpropeller gegeneinander arbeiten. Die Insel droht auseinanderzubrechen. Aber glücklicherweise gibt es noch das Kammertrio, das weit über die Erfüllung seines musikalischen Engagements hinaus mithilft, Standard Island zu retten..
» eine Produktion von Maritim ProduktionenWebseite des Labels
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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Jules Verne (002) Die PropellerinselNachts, im nirgendwo. Das Kammertrio - drei Musiker aus Frankreich - wollen in den USA auf Tournee gehen, doch da scheint eine Pechsträhne die nächste zu jagen, so dass sie schließlich mit ihrem Instrumenten und ohne Gepäck festsitzen, ohne die Chance ihren nächsten Auftrittsort noch rechtzeitig erreichen zu können. Da taucht unerwartet eine Kutsche aus der Dunkelheit auf und bringt sie zu einer nahegelegenen Stadt, die aber seltsamerweise auf keiner Karte eingezeichnet war. Schnell zeigt sich die Exklusivität der Stadt, in der in erster Linie nur Amerikas reichste Männer wohnen. Am nächsten Morgen erwartet die Musiker dann allerdings eine richtig dicke Überraschung...

Langsam steigert sich das Geschehen, hält einen mit diversen Andeutungen und der Erwartung, dass möglicherweise bald etwas Großes geschieht, immer bei der Stange. Stetig steigert sich nicht nur die Ungewissheit, sondern auch die Spannung. Allerdings dauert es nachdem die erste Überraschung enthüllt ist doch eine Weile bis die Handlung wieder richtig an Fahrt gewinnt. Dass sich da die eine oder andere Länge breit macht ist nicht zu überhören. Und dennoch muss ich sagen, dass es mich hier gar nicht mal übermäßig gestört hat. Denn der Fluß des Hörspiels bleibt dennoch rund und der Unterhaltungsfaktor stets hoch. Da man es zudem mit recht sympathischen Charakteren zu tun hat, wirkt sich die Lange Laufzeit nicht unbedingt allzu negativ aus. Die Möglichkeit an gewissen Stellen zu straffen hätte aber dennoch bestanden. Das große Finale bietet dann jedenfalls wieder einiges an Dramatik, die Handlung bricht daraufhin aber leider auch recht abprubt ab.

Der Sprechercast fällt zumindest was die Hauptrollen anbelangt recht ähnlich aus wie bei vielen anderen aktuellen Produktionen aus dem Hause Martitim. Doch ist dies alles andere als ein Schwachpunkt. Im Gegenteil. Die Leistungen sind exzellent und man merkt den Sprechern an, dass sie Spaß bei der Arbeit bzw. mit ihren Rollen gehabt haben dürften. Sei es Dirk Meyer, Torsten Münchow, Norbert Gastell, Andreas Borcherding, Christian Rode, Thomas Karallus, Peter Groeger, Fritz von Hardenberg oder Sandra Schwittau. Die Leistungen stimmen.

Die Musikuntermalung fällt hier recht treffend aus. Unheilschwangere und imposant zugleich sind die orchestralen Einspielungen. Allerdings hätte man durchaus noch öfters mit entsprechenden Stücken arbeiten können. Bei den Effekten gibt es grundsätzlich keinen Grund zu Kritik. Das Hörspiel präsentiert sich in einem sehr realistischen Gewand und versprüht auch auf der Propellerinsel zu jeder Minute die nötige Glaubwürdigkeit.

Fazit: Ein Hörspiel, das mich gut unterhalten hat und trotz der recht langen Laufzeit und diversen nicht zu leugnenden Längen doch die meiste Zeit bei Laune zu halten wusste. Bereits der Anfang macht verdammt neugierig, dann ebbt das ganze zwar für eine Weile ab, bevor es zum Schluss hin wieder zu Hochtouren aufläuft. Lediglich das rasche Ende war dann doch eine Spur zu überhastet. Insgesamt also eine durchaus nette Geschichte mit tollen Sprechern und einer stimmigen Untermalung. Allerdings spielt das Karpartenschloss durchaus nochmals eine Liga höher.

Note 2-


3


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Sprecher

SprecherRolle
Dirk Meyer Yves Boulez
Torsten Münchow Robert Ponthieu
Norbert Gastell Sebastian Fragonard
Andreas Borcherding Jeremias Flender
Christian Rode Mr. Merrick
Thomas Karallus Mr. Walter Edison
Peter Groeger Mr. Hawkins
Susanne Meikl Mrs. Hawkins
Sandra Schwittau Cecille Hawkins
Fritz von Hardenberg Mr. Stafford
Michael Schwarzmaier Captain Baker


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