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» Knickerbockerbande » 008) Das Biest im Moor
Cover - Das Biest im Moor

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» Aus dem schottischen Internat Richardstown ist ein Schüler unter mysteriösen Umständen verschwunden. In verzweifelten Tagebuch-Eintragungen hat er wiederholt ein Biest erwähnt, das in der Nacht aus dem nahen Moor aufgetaucht ist. Die Knickerbocker-Bande wird in die Schule eingeschleust, um zu ermitteln. Dabei machen Axel, Lilo, Dominik und Poppi eine schreckliche Entdeckung.
» Regie: Hans-Joachim Herwald
» Buch/Script: Thomas Brezina
» Umfang (CDs): 1
» Dauer: 54 Minuten
» ISBN: 9783833724015

» VÖ: 2009-06-29
» eine Produktion von JumboWebseite des Labels
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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Knickerbockerbande (008) Das Biest im MoorDass die Knickerbockerbande viel in der Welt herum kommt, um ihre Fälle zu lösen, ist Kennern der Serie wohl nur zu gut bekannt. Während andere Jugendserien ihr gewohntes Territorium nur selten mal verlassen, ist es bei den Knickerbockern so, dass Fälle in Österreich eher zu den Ausnahmen zählen. So verschlägt es die vier Juniordetektive diesmal in ein schottisches Internat.

Schon bei der Ankunft wird deutlich, dass es mit Freiheiten hier nicht allzu weit her ist. Fast schon ein wenig paramilitärisch wirkt die Struktur, welche diese Lehranstalt umgibt. Da wollen die Geschichten von einem Biest, das nachts aus dem Moor herausschleicht, irgendwie so gar nicht ins Bild passen. Und doch scheint genau dieses in Verbindung mit dem Verschwinden eines Jungens zu stehen. Die Knickerbocker versuchen die Fährte aufzunehmen, doch die Steine, die ihnen dabei in den Weg gelegt werden, erweisen sich bisweilen als äußerst gefährliche Stolperfallen.

Selten dauert es bei den Knickerbockern sonderlich lange, bis man innerhalb der Geschichte ein ansprechend hohes Tempo erreicht hat. Autor Thomas Brezina startet gerne mal mit einem ersten großen Paukenschlag los, um dann die Spannungskurve immer weiter anzutreiben, dabei allerdings leider bisweilen deutlich übers Ziel hinaus schießt, was sich entsprechend negativ auf die Glaubwürdigkeit der Ereignisse niederschlägt.
So sieht es auch in diesem konkreten Fall aus. Die Atmosphäre im Internat ist wirklich prima eingefangen und von Wohlfühlstimmung kann wahrhaftig nicht die Rede sein. Das unruhige Gefühl schaukelt sich mit jeder Minute noch etwas weiter auf und erreicht mit dem Ausflug von Axel, Lilo, Poppi und Dominik ins Moor ihren ersten Höhepunkt, der allerdings dadurch einknickt, dass die Begegnung mit dem Biest eher trashig rüberkommt als tatsächlich gruselig, wie es das wohl sollte.
Unerklärlich die Veränderungen am nächsten Tag, die mit einigen der Knickerbockern vor sich gegangen scheinen. Um es im Jargon der Serie zu sagen: es gibt nicht den geringsten Zweifel, dass da etwas oberfaul ist. Nur was? Wo sind die Zusammenhänge zwischen all den seltsamen Vorgängen?
Thomas Brezina versteht es, die Spannung sowohl durch diese Ungewissheit als auch durch ereignisreiche Momente stetig oben zu halten. Doch in dem gesponnen Netz gibt es leider keinen Ausweg, der dem ganzen einen runden Abschluss verleihen könnte. Die Auflösung ist dermaßen überzogen, abseits von jeglicher Glaubwürdigkeit, dass einem beinahe die Haare zu Berge stehen. Da mag das alles zuvor noch so unterhaltsam und packend gewesen sein, damit verpasst man der Geschichte den Todesstoß. Ja, die Abenteuer der Knickerbocker sind gemeinhin schon immer eine Spur überzogener als die ihrer Detektivkollegen in der Hörspielwelt, aber dieser Ausflug in die Welt des Science-Fictions ist einmal mehr etwas zu viel des guten.

Bei der Bearbeitung der Vorlage macht man nichts falsch. Ein knackiges Script, das weder gehetzt noch gestreckt wirkt, die Serientypische Musik, die zwar in so gut wie jeder Episode zum Einsatz kommt, aber die Ereignisse stets ziemlich gut unterstreicht und unterstützt und nicht zuletzt vier einwandfrei aufgelegte Sprecher: Tobias Schmidt, Stephanie Kirchberger, Lotte Bublitz und Tobias Pippig. Es ist schon ziemlich amüsant zu hören, wenn einige mal etwas außergewöhnlich agieren dürfen. Auch die Riege der Gastsprecher wirkt hier fast fülliger als es rein vom Booklet her erscheint - ein weiteres Zeichen dafür, dass man die Kulisse im Internat recht gut eingefangen hat.

Fazit: Ein Abenteuer, das vielversprechend beginnt und in gewohnter Weise mitreißende Unterhaltung bietet, die zwar auch schon mal leicht überzogen erscheint, aber durchaus annehmbar wäre. Die Auflösung aber geht leider mal überhaupt nicht, wirkt nämlich nicht nur völlig unrealistisch, vor allem aber auch absolut unglaubwürdig. Dies vermag auch die gute Umsetzung nur bedingt wieder gerade zu biegen.

Note 4+


2


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Sprecher

SprecherRolle
Douglas Welbat Erzähler
Tobias Schmidt Axel
Stephanie Kirchberger Lilo
Lotte Bublitz Poppi
Tobias Pippig Dominik
Ursula Vogel Mrs. Woolsey
Henry König Mr. Johnson
Gustav-Adolph Arzt Mr. Ford
Willem Manke Sam
Katja Pietruska Elisa


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