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» Einzelhörspiel » 000) Das foucaultsche Pendel
Cover - Das foucaultsche Pendel

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» In einer Bar trifft Casaubon die esoterischen Lektoren Belbo und Diotallevi. Gibt es heute noch Geheimbünde? Existiert ein großer Plan der Tempelritter zur Erringung der Weltherrschaft? Der Diskurs über die Weltgeschichte mündet in ein wahnwitziges Spiel zwischen Metaphysik und Wirklichkeit ...
» Produktion: Westdeutscher Rundfunk, Bayrischer Rundfunk 1990
» Regie: Otto Düben
» Buch/Script: Umberto Eco, Richard Hey
» eine Produktion von HörverlagWebseite des Labels
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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Einzelhörspiel (000) Das foucaultsche PendelWas zunächst als kuriose Idee beginnt, entwickelt sich bald zu einer hochgefährlichen Sache. Mittels eines Computers werden neue Wahrheiten über die Templer und recht schnell auch rund um andere Fakten in der Weltgeschichte gesponnen. Ein verlegerischer Gag, eine Parodie auf die Mystiker dieser Welt. Doch die (Un-)Wahrheit beginnt sich zu verselbstständigen und wird schließlich einem ihrer Begründung zum Verhängnis...

Ich bin mit recht hohen Erwartungen an dieses Hörspiel gegangen. Möglicherweise war das ein Fehler. Nach einer recht vielversprechenden Auftaktszene flacht der Spannungsbogen schnell ab. Das Spiel mit verschiedenen Handlungsebenen weckt zu Beginn zunächst einmal Neugier, sorgt aber zugleich für ein wenig Verwirrung und so gestaltet sich auch der Einstieg nicht ganz leicht. Bald wird der ruhige, eher melancholisch angehauchte Charakter deutlich, der an und für sich eine feine Sache wäre. Doch leider schwingt in dieser Melancholie auch eine große Portion Zähigkeit und Langeweile mit. Zu viele lange Monologe, zu wenig temporeich manche Szenen, zu gewollt künstlerisch an anderen Stellen. So kommt es, dass der Funke trotz einer grundsätzlich interessanten Thematik nie so recht überspringen will.
Insbesondere das Geschehen bis zur Mitte der 2. CD präsentiert zwar durchaus ein paar ganz informative Fakten und Theorien rund um die Templer, ist aber die meiste Zeit eher eine einschläfernde Angelegenheit. Das ändert sich dann spätestens mit der dritten CD, wo mit der Ausarbeitung des Plans die Sache ordentlich Schwung bekommt, der aber nach wie vor zu oft ausgebremst wird.
Das Hörspiel fällt so leider deutlich hinter die Erwartungen zurück. Auf der einen Seite gibt es zwar _richtig_ geniale Momente, auf der anderen Seite aber zum Teil auch nur große Langweile. Der künstlerische Touch, der hier unweigerlich mitschwingt, macht das ganze zu einem wenig eingängigem und vor allem sehr zähen Hörspiel. So gelingt es nicht die eigentliche Wirkung des Stoffes voll zu entfalten.

Wie sieht es denn bei dieser Radioproduktion mit den Sprechern aus?
Klar, die Sprecher sind durchaus keine Unbekannten und schlecht sind die Leistungen nun eigentlich nicht, allerdings hatte ich das Gefühl, dass in diesem Hörspiel so gut wie keine Emotionen vermittelt werden. Kalt und leer. Leblos. Mit Ausnahme von Matthias Haase (als Casaubon), der aber ebenfalls viel zu oft mit eher trägen und langen Monologen vorlieb nehmen muss.
Die minimal zeitverzögerten Wiederholungen von Erzählertexten als Stilmittel sind zudem weniger gelungen. Sie machen das Zuhören anstrengend, von einer gelungenen Wirkung beim Hörer kann aber leider keine Spur sein. Dies kann man eigentlich allgemein auf das gesamte Hörspiel übertragen. Es ist zwar sicherlich nachvollziehbar so eine Vertonung mit einem gewissen künstlerischen Anspruch anzugehen, wenn allerdings die Wirkung ausbleibt, dann muss man ganz klar sagen, dass man das Ziel verfehlt hat.

Stärke bleibt hier die minimalistische und zum Charakter des Hörspiels passende Untermalung, also Musik und Effekte. Es gibt eher disharmonische und nicht allzu warme Klänge zu hören.

Der Hörverlag präsentiert das drei CDs umfassende Hörspiel in einer edlen Aufmachung. In dem Schuber befindet sich ein informatives Inlay. Ganz klar eine der Stärken der Münchner.

Fazit: Ohne Frage: die Thematik ist verdammt faszinierend. Was ich allerdings nicht von diesem Hörspiel behaupten kann. Zu oft herrscht einfach nur Langweile vor. Und diese hat vor allem einen Grund: ellenlange Monologe, die es nur schwer schaffen einen bei dem nicht ganz einfachem Stoff beständig bei der Stange zu halten. Dies trifft gerade auf den ersten Teil zu, interessanter wird es dann ab der Mitte der Spieldauer, doch so richtig kann man das Ruder trotz der grundsätzlich fantastischen Atmosphäre nicht mehr herumreißen.

Note 3


3


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