Titel-Details

» Planet Eden » 001) Teil 1
Cover - Teil 1
Durchschnitts-Kurzwertung:

8 / 15

» Nach über 4 Jahren im All kehrt das internationale Raumschiff "Kopernikus" von seiner Marsmission zurück. Die Besatzung unter Kommandant Kaurismäki hat ihren Auftrag glänzend erfüllt und freut sich auf die bevorstehende Ankunft. Doch schon bald merken die Astronauten, dass irgendetwas Seltsames während ihres langen Tiefschlafes passiert sein muss. Sie bekommen weder zur Erdbasis Kontakt noch zu der mächtigen Orbiterstation "Lunaris". Totenstille liegt über dem blauen Planeten und seinem künstlichen Trabanten. Man findet die Orbiterstation verlassen und eingefroren. Trudelnd im Absturzsog der Erdanziehung. Jeder Funkruf an die Erde verhallt weiterhin ohne Echo. Da entdeckt man eine Aufzeichnung. Eine Nachricht, die schon fast zwei Jahre alt ist...

» VÖ: 2007-07-00
» eine Produktion von Maritim ProduktionenWebseite des Labels
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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Planet Eden (001) Teil 1Nach vier Jahren kehrt die "Koperinikus" vom Mars zur Erde zurück. Den Auftrag hat man erfolgreich abgeschlossen. Auf dem Mars wurden Atmosphärenwandler installiert, welche die kahle Wüste in eine bewohnbare Landschaft verwandeln sollen, wird der Platz auf der Erde und die fossillen Energieträger doch immer knapper. Die Mannschaft freut sich bald wieder heimatlichen Boden unter den Füßen spüren zu können. Allerdings irgendetwas scheint nicht zu stimmen. Denn zahlreiche Funkrufe bleiben unbeantwortet, die große Raumstation "Lunaris" ist zu einer menschenfeindlichen Eiswüste verkommen und gänzlich verlassen. Ob die Tatsache, dass der blaue Planet gänzlich wolkenfrei ist etwas damit zu tun hat? Die Mannschaft ist auf sich allein gestellt...

Das Szenario einer aus dem All zurückkehrenden Raumschiffcrew, die auf eine vollständig veränderte Heimat trifft, ist nun sicherlich öfters schon mal aufgegriffen worden, bietet aber in den Details doch einiges an innovativen Ideen und ist zudem weitaus unverbrauchter als die x Vampire und Werwölfe im Gruselgenre. Ohne lange Einführungen findet man sich schnell in der eigentlichen Handlung wieder und erlebt zusammen mit der Besatzung der "Koperinikus" die quälende Ungewissheit, die mit dem Nichtbeantworten der Funksprüche und der leeren Orbiterstation verbunden sind. Was nur ist hier geschehen? Schrittweise offenbart sich die ganze Wahrheit und man lauscht gebannt, was es denn nun mit den Hintergründen auf sich hat. Das geschickte Spiel mit der Ungewissheit schafft eine ständig vorherrschende Spannung, so dass trotz der nicht gerade knappen Spielzeit für Langeweile kein Platz bleibt. Immer wieder gibt es entscheidende und interessante Wendungen. Inhaltlich sehr stark, was ich ehrlich gesagt so nicht erwartet hatte. Und auch wenn man am Ende weiß, was zu der jetzigen Situation geführt hat, so bleibt dennoch die Frage, wie es weitergehen wird. Dies bleibt dann allerdings der oder den Fortsetzungen vorbehalten. Den passenden Auftakt hat man inhaltlich allemal geschaffen.

So stark dieses Hörspiel inhaltlich daherkommt, so schwach präsentiert es sich in Sachen Musik und Effekte. Man beschränkt sich diesbezüglich wirklich nur auf das allernötigste und selbst das klingt oftmals ziemlich dünn. Wenn man sich im Vergleich dazu Hörspiele wie die Perry-Rhodan-Serie von STIL ansieht, so liegen zwischen dem ganzen doch Welten. Natürlich ist dieses Hörspiel weniger ein Actionspektakel als es z.B. Perry Rhodan bisweilen ist, allerdings ändert das nur bedingt etwas daran, dass die Untermalung vor allem bei der Musik für meinen Geschmack zu mager und teilweise sogar eher unpassend ausfällt. Gerade bei einer Science-Fiction-Produktion erwarte ich mir da deutlich mehr.

Bei den Sprechern greift man auf die für Maritim in letzter Zeit recht bekannten Namen zurück. Das ist zum einem positiv, zum anderen aber auch nicht. Positiv deshalb, da die Leistungen durchaus stimmen. Da fällt einem das Zuhören nicht übermäßig schwer. Eher problematisch, weil man in letzter Zeit arg oft immer die exakt gleichen Sprecher ins Studio bittet und so ein wenig die Abwechslung fehlt.

Fazit: Ein überraschend starkes Hörspiel. So stark man sich aber inhaltlich präsentiert, so schwach geht es bei den Effekten und der Musik zu. Dadurch verspielt man sich dann auch einen Spitzenplatz und die Produktion fällt in die Kategorie gut. Obgleich die Spieldauer mit 80 Minuten nicht unbedingt kurz ausfällt, so kommt zu keiner Sekunde Langeweile auf. Dafür sorgt allein schon der Sachverhalt, dass man immer wieder mit neuen Überraschungen und Wendungen konfrontiert wird und unbedingt wissen möche, was denn nun eigentlich die Ursache der ganzen Katastrophe ist. Ich bin gespannt, ob man mit dem zweiten Teil inhaltlich an den vorliegenden ersten wird anknüpfen können. Bei der Untermalung sollte man auf jeden Fall nochmals deutlich nachlegen.

Note 2+


4


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» Hörer-Meinungen (1)
Daniel Klages (www.hoerspiel-freunde.de) schrieb am 15.02.2009 14:28:09 Uhr
Bewertung: 8 / 15

Soweit gefällt mir die Story-Idee. Die Grundvoraussetzung einer Crew, die genauso vor einer unerklärlichen Situation wie der Hörer steht ist eine gute Grundlage um Spannung aufzubauen und durch die Identifizierung mit den Charakteren Aufmerksamkeit zu erzielen.
Es geht auch anfangs in einem ordentlichen Tempo voran... muss es auch, denn die Raumstation droht in die Erd-Atmosphäre einzudringen, die Nahrung auf der "Kopernikus" hält nicht ewig und Entscheidungen müssen gefällt werden. Es ist spannend zu erfahren, was denn nun wirklich auf der Erde passiert ist und die Suche nach Überlebenden dürfte in kommenden Folgen interessant werden.

Da kommen bei mir leider schon die ersten Haken:
Bei Sci-Fi ist die Glaubwürdigkeit solcher Settings immer eine Geschichte für sich und die Gründe für eine wolkenlose Erde, die verlassene Raumstation usw schrammen bei mir haarscharf an "konstruiert-unglaubwürdig" vorbei. Zu oft stellt sich mir die Frage "warum haben die Menschen so gehandelt" und leider auch "warum handeln die Beteiligten jetzt so?" Denn nicht nur in der Begründung der vergangenen Ereignisse sehe ich logische Fehler, auch im Verhalten der Crewmitglieder in der Gegenwart der Geschichte.

Zwei kurze Beispiele, die man nicht lesen sollte, wenn man nicht mehr als durch den Klappentext der CD verraten bekommen will:
Spoiler:
----->>>>>>Eines der Crewmitglieder seilt sich auf die Raumstation ab und lässt die übrige Mannschaft in dem Glauben zurück, das er keine Hoffnung mehr hat und die Erde, die Raumstation und sich selbst aufgibt... nur um 2 Tracks weiter wieder wie Phönix aus der Asche zurück im Geschehen zu sein. Anscheinend vorher unwissend, auf ein mal einen kompletten Plan in der Tasche, rettet er im Prinzip die ...ich glaube es waren 4,5 Millionen Brutto Register-Tonnen (*Stich* großes Grinsen ) -schwere "Lunaris" quasi im Alleingang.
Klar ist es für den Hörer überraschend, wenn auf ein mal besagtes Crewmitglied mit Plan A in der Tasche vor der Tür steht, aber macht das auch Sinn? Hätte man das nicht anders lösen können?<<<<<-----

Leider zieht sich das Beispiel weiter. Besagter Raumfahrer sollte doch nun nach den ganzen Vertiefungen in die Materie, die er sicher anstellen musste, um die Lunaris zu retten einiges an Detailwissen haben, ist aber später genauso verdutzt wie alle anderen, als plötzlich der RIESIGE Botanik-Komplex eine eigenständig funktionierende Energieversorgung hat. Verschlimmernd kommt hinzu, das kurz vorher noch die Energieversorgung eigenhändig durch die Crew wieder aufgebaut wurde... auch dabei konnte man wohl nichts über die autarken Gewächshäuser entdecken.


So entstehen Überraschungen, die eigentlich keine sein dürften. Wenn man logisch ein/zwei Schritte weiterdenkt als Autor. So entsteht bei mir der Eindruck eines "ungeschliffenen Roh...", naja, Diamant wäre wohl übertrieben Augenzwinkern
Es wurde einfach in meinen Augen nicht detailliert genug gearbeitet, es entsteht der Eindruck eines unfertigen Produkts, wie leider bei anderen Maritim-Produktionen auch. Vielleicht bin ich da auch etwas überpingelig und den ein oder anderen dürften solche Sachen nicht interessieren/ weiter stören. Aber wenn man schon so wie hier detaillierte Erklärungen für das Geschehene leifert, dann bitte auch mit Hand und Fuß.

Die Untermalung ist leider dürftig und richtiges Weltraumbasis-Feeling wollte bei mir leider nicht aufkommen, der Einsatz von Musik ist leider nicht bedeutend.

Bei den Sprechern gibt es mitunter Fehler in Aussprachen und insgesamt wird leider etwas ausdruckslos gearbeitet. Der Cast liest sich allerdings verdammt gut und überwiegend geht die Leistung auch in Ordnung. Aus diesen Hochkarätern hätte aber mehr rausgeholt werden müssen. Nebenbei bemerkt halte ich es für unglücklich 4/5 der Simpsons ins Studio zu holen und auch noch alle mit wichtigen Rollen zu versehen. Überhaupt möchte ich kurz an dieser Stelle davon abraten mehrere verschiedene Maritim-Hörspiele nebeneinander oder kurz nacheinander zu hören, die Besetzungen, vor allem auch in Hauptrollen sind oft leider viel zu gleich.

Ich glaube der "ungeschliffene Roh..."Diamant" trifft es ganz gut. Mehr Feinarbeit hätte es in fast allen Bereichen sein dürfen. Leider habe ich gestern im hörbücher Magazin die Werbung von Maritim mit dem sinngemäßen Slogan "Tolle Hörspiele zum kleinen Preis" entdeckt. Meine Hoffnung auf starke Besserung sind mehr als gering. Dazu bleibt bei mir die Ungewissheit, wie lange die Serie fortgesetzt wird und wie viele Folgen geplant sind, die Halbwertzeit bei Maritim war leider öfters schon sehr kurz und ich befürchte einfach, das die Serie zu keinem richtigen Schluss kommen wird.
Aufgrund des interessanten Story-Ansatzes, der Tatsache, das in einer Einstiegsfolge auch mal ausschweifender erzählt wird, und der guten Sprecher-Riege insgesamt für mich eine glatte "3".
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