Titel-Details

» Horror-Haus » 001) Owls Creek
Cover - Owls Creek
Durchschnitts-Kurzwertung:

- / 15

» Es sollten für Patrick Gomez ein paar entspannte Tage auf dem Land werden. Doch das, was sich hinter der idyllischen Fassade des kleinen Dörfchens Owls Creek verbirgt, wirft Patrick schnell wieder in seinen Alltag als Hüter des Gesetzes zurück.
» Produktion: Sönke Strohkark
» Regie: Sönke Strohkark
» Musik: Ralf Pantel
» Buch/Script: Sönke Strohkark
» Umfang (CDs): 1
» Dauer: 72 Minuten

» VÖ: 2009-05-00
» eine Produktion von Fear4EarsWebseite des Labels
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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Horror-Haus (001) Owls CreekDer Hörspielmarkt scheint sich in Bezug auf neue Labels nach wie vor auszudehnen.
Fear4Ears nennt sich das Label, welches die neue Reihe "Horror-Haus" entworfen hat. Ein weiterer Eintrag in der Reihe von Hörspielen, die zwar Horror und Grusel auf der Verpackung stehen haben, aber nichts davon innerhalb des Hörspiels selbst aufbieten können? Oder aber doch ein unheimlicher Trip? Das Cover deutet eher letzteres an, allerdings kann man ein Hörspiel kaum anhand seines optischen Äußeren beurteilen.

Wie man Informationen auf der hauseigenen Webseite von fear4ears entnehmen kann, orientiert sich die Vorgehensweise bei der Gestaltung dieser Reihe an den "Dogma"-Regeln, die insbesondere von Lars von Trier mit Filmen wie "Dogville" geprägt wurde. Ob man damit eine neue Kunstform im Hörspielbereich schaffen kann?

Nach dem Hören würde ich eher sagen: nein. Denn das was man hier stilistisch zu Ohren bekommt, ist in dieser Form auch im Bereich Hörspiel keineswegs neu. Hörspiele ohne Erzähler erscheinen vielfach deutlich direkter als das Einbringen einer distanzierenden Komponente in Form von neutralen Berichtern. Dieses Gefühl bestätigt sich auch hier. Allerdings ist man darauf angewiesen in Szenen, bei denen Personen allein agieren auf Monologe zu setzen, wofür es schon eines guten Händchens bedarf, damit all das nicht gekünstelt wirkt. Dieses Händchen kann man Sönke Strohkark durchaus bescheinigen, denn auch wenn es ein paar Momente gibt, wo man sich der Problematik deutlich bewusst, ist dies bei der Vielzahl an solchen Monolog-Szenen vor allem in der ersten Hälfte kein Mangel.

Der Einstieg in "Owls Creek" ist in jedem Fall vielversprechend. Die recht realitätsnahe Darstellung mitsamt den unerklärlichen und anfangs leicht verwirrenden Ereignissen versteht es durchaus neugierig zu machen. Die geheimnisvolle Atmosphäre in dem verlassenen Nest fängt man ziemlich gut ein. Daran hat auch die Musik einen entscheidenden Anteil, welche genau diese Stimmung fortsetzt, die schon vom Cover aufgeworfen wird. Im weiteren Verlauf hätte man mit dieser zwar vielleicht noch etwas stärker spielen können, aber bereits so schafft man eine Akkustik, die dem unheimlichen Szenario gut zu Gesicht steht.

Bei der Geräuschkulisse fallen dagegen schon leichte Inhomogenitäten auf, doch sind diese nicht von solch großer Relevanz, dass sie den Hörgenuss maßgeblich schmälern würden. In Sachen Schockeffekte könnte man noch etwas aufdrehen, obgleich man die ersten übernatürlichen Momente schon ziemlich gut inszeniert hat. Nur verliert das in Wiederholung auf Dauer etwas an Wirkung.

Größtenteils unbekannte Sprecher enthüllt das Booklet. Na, wenn sich das bei einem neuen Label mal nicht tödlich auswirkt. Da mag die Geschichte noch so gut sein, wenn die Texte von lauter Amateuren vorgetragen werden, ist es mit dem Hörspaß nicht allzu weit her. Selbst wenn auch solche Hörspiele natürlich ihre Fangemeinde haben.
Gottseidank ist das eben geschilderte nicht in diesem Maße der Fall. Auch wenn hier nicht die Synchronelite aufmarschiert, so sind die dargebotenen Leistungen vor allem vor dem Hintergrund der Dogma-Prinzipien insgesamt absolut in Ordnung. Richtig überrascht war ich von den Darbietungen Sönke Strohkarks, der hier Produzent, Regisseur und Sprecher in Personalunion ist.

Dagegen ist die zweite große Rolle mit Ismail Cümer etwas arg gewöhnungsbedürftig ausgefallen. Vor allem aufgrund des Umfangs der Rolle hätte ich mir hier doch eine andere, rundere Besetzung gewünscht. Denn mit der Zeit geht einem nicht nur der gekünstelte Dialekt, sondern auch so manche Unsicherheit auf die Nerven.

Leider flacht dann auch der Spannungsbogen im zweiten Teil der Geschichte deutlich ab, nachdem mit dem Verschwinden von Culina und Betty ein erster großer Höhepunkt erreicht wurde. Während der langsame Aufbau mit seinen verschiedenen unerklärlichen Phänomenen noch in der Lage war die Spannung anzuheizen, ist die Suche nach den Antworten längst nicht mehr so packend. Zumal die Lösung am Ende dann auch eine Spur zu austauschbar ausfällt. Hat man so schon zigmal in irgendwelchen Horrorgeschichten, egal in welchen Medien, gehört. Leider.

Fazit: Wahrlich kein schlechter Erstling, allerdings reicht es längst nicht für eine Position in den Spitzenplätzen. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen ist es die Rolle von Ismail Cümer, die nicht nur sehr gewöhnungsbedürftig ausfällt, sondern mit der Zeit sogar einen leichten Nervfaktor besitzt, zum zweiten die Geschichte selbst, die nach einer interessanten ersten Hälfte immer mehr an Spannungspunkten einbüßt und schlussendlich mit einer ziemlich banalen Auflösung daherkommt. Solider Grusel mit einigen interessanten Ansätzen.

Note 3


3


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Sprecher

SprecherRolle
Jan Krogmann Miguel Ramirez
Julia Guggenberger Josephine Ramirez
Davia Dannenberg Betty Brighton
Sönke Strohkark Luke Brighton
Ismail Cümer Patrick "Patch" Gomez
Kaya Guggenberger Culina Ramirez
Christian Lorenzen Alfred McGoatley
Matthias Ziegann Carl Peterson
Ralf Pantel Sam Birdy
Jochen Guggenberger Ralph Panford
Maja Ehlers Sandra Bernett
Stephan Ziegann Hank Albright
Rolf Guggenberger Peter Williams
Jette Guggenberger Wind in Blockhütte


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