Titel-Details

» Ordensschwester Amelie » 001) Spurlos verschwunden
Cover - Spurlos verschwunden
Durchschnitts-Kurzwertung:

- / 15

» Saintlieux-sur-mer ist ein malerischer Küstenort in der Bretagne. Unglücklicherweise hat Schwester Amélie nicht allzu viel Gelegenheit, diese Idylle zu genießen. Kaum im Kloster angekommen, stößt sie auch schon auf eine mysteriöse Begebenheit. Ein junger Rucksacktourist ist verschwunden, und es gibt Hinweise auf ein Verbrechen. Als der Gendarm des Ortes zunächst nichts unternehmen will, wird Amélie selbst aktiv. In dem heruntergekommenen Privatdetektiv Remy Bass findet sie ihren Verbündeten – leider einen äußerst widerwilligen Verbündeten…
» Regie: Dennis Rohling, Michael Eickhorst
» Musik: Dennis Rohling
» Buch/Script: Sebastian Weber
» Umfang (CDs): 1
» Dauer: 66 Minuten

» VÖ: 2010-06-25
» eine Produktion von HörplanetWebseite des Labels



» Weitere Informationen:

Schwester Amélie ist eine junge Nonne, die aus Paris in das verschlafene Küstennest Saintlieux in der Bretagne kommt, um dem dortigen Kloster beizutreten. Zum Leitwesen der Mutter Oberin ist Amélie eine sehr unkonventionelle Nonne, die vor allem mit ihrem feinen Gespür für kriminalistische Dinge gesegnet ist. Und so dauert es nicht lange, bis sie ihre Klosterpflichten vernachlässigt, um einen verschwundenen jungen Mann ausfindig zu machen. Gemeinsam mit einem mürrischen Privatschnüffler, den mehr als nur eine Midlife-Crisis schüttelt macht sie sich an die Ermittlungsarbeiten, sehr zum Ärger des Dorfgendarms, der kein Freund großer Aufregung in Saintlieux ist und am liebsten kleinen Dingen nachgeht, statt große Verbrechen zu bearbeiten.

Mit Sarah Riedel, Helmut Krauss, Sascha Rotermund, Harald Effenberg, Marianne Groß u.v.a.

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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Ordensschwester Amelie (001) Spurlos verschwundenDer Hörplanet schickt eine neue Krimi-Serie ins Rennen. Nach dem für Hörplanet-Verhältnisse großen Erfolg mit Lady Bedfort (keine andere Hörplanet-Serie hat es bisher auf so viele Folgen gebracht), war es eigentlich fast nur eine Frage der Zeit, bis man den Versuch wagen würde, ein zweites ähnlich gelagertes Standbein zu etablieren.

Die größte Frage, die wohl die meisten Hörer im Vorfeld bewegen dürfte, lautet: wie viel Lady Bedfort steckt in Ordensschwester Amélie?
Immerhin handelt es sich beim Autor dieser neuen Serie um niemand anderen als Sebastian Weber, der bereits einige Episoden für die Lady Bedfort-Reihe verfasst hat. Inwieweit ist es diesem also gelungen sich mit seinen Ideen von Lady Bedfort abzusetzen?

Als Amélie aus Paris in dem kleinen Küstenort an der Bretagne ankommt, herrscht scheinbar völlige Idylle vor. Doch ein verschwundener Rucksacktourist weckt schnell die Neugier der jungen Nonne. Nachdem der örtliche Gendarm die ganze Sache ziemlich unentschlossen angeht, fühlt sich Amélie sofort in der Pflicht, das ganze nicht einfach auf sich beruhen zu lassen. Bei den Nachforschungen steht ihr neben dem jungen, sympatischen Marc auch der etwas schrullige Privatdetektiv und ehemalige Polizist Remy Bass zur Seite.

Die größte Gemeinsamkeit zwischen Lady Bedfort und Amélie Eclaire dürfte der Umstand sein, dass man es in beiden Fällen mit einer recht eigensinnigen und selbstbewussten Ermittlerin zu tun bekommt, die so schnell nicht locker lässt, wenn sie einmal eine Spur verfolgt.
Ansonsten aber verbindet die Charaktere in den beiden Reihen nicht besonders viel. Sebastian Weber ist es wirklich blendend gelungen, Figuren zu kreiieren, die sich schnell das Vertrauen des Hörers verdienen und dank recht markanter Züge auch gut im Gedächtnis verankert werden. Wenn das nicht optimale Voraussetzungen für den Start dieser jungen Reihe sind.

Ganz hervorragend hat mir Sarah Riedel in der Hauptrolle gefallen. Fast fühlte ich mich hier ein wenig an Kerstin Draeger in der Rolle der "Locke" erinnert. Sascha Rotermund an ihrer Seite macht eine mindestens ebenso überzeugende Figur. Die beiden sind einfach das perfekte Paar - nur, dass sie eben genau das eigentlich gar nicht werden sollen, wenn es nach der Ordensaufseherin geht. Viel Freude bereitet auch Helmut Krauss in der Rolle des harschen, aber dennoch herzlichen Privatdetektivs, den wir wohl nicht zum ersten und letzten Mal gehört haben dürften.

Mit diesen frischen Charakteren hebt sich diese Reihe am deutlichsten von Lady Bedfort ab, während man in Bezug auf viele andere stilistische Aspekte wie Szenenschnittmuster, Dialogführung, Aufbau und Verlauf des Falles recht deutliche Parallelen erkennen kann. Auch was den Einsatz und die Komposition der Musik anbelangt (so enden die zwischen den einzelnen Szenen eingesetzten Stücke meistens ziemlich abrupt) hört man sehr deutlich die Handschrift des Hörplaneten heraus.
Diese Parallelen mögen auch in der Grundstruktur eines Krimis begründet sein, man merkt aber dennoch, dass Sebastian Weber hier einfach eine gewisse Grundstruktur in den Knochen steckt, die man eben von Lady Bedfort her schon ziemlich gut kennt. Gestört hat mich dies aufgrund der vielen eigenständigen Ideen und der guten Restkomposition des Plots allerdings nicht.

Die Nähe zum Meer schlägt sich recht deutlich in den eingesetzten Geräuschen wieder. Auch die Musik passt sich den veränderteren klimatischen Bedingungen an. Eine schöne ruhige, angenehme Untermalung, die sich gut zum recht ruhig aufgezogenen Fall fügt.

Die Reihe kommt in sehr schlichter Optik daher, bei der weiß die alles beherrschende Farbe ist. Die abstrahierten Grafiken auf der Vorderseite mögen vielleicht nicht jedermanns Geschmack treffen, insgesamt halte ich diese optische Arbeit aber für die bisher eindeutig in sich stimmigste im Hörplanetprogramm.

Fazit: Auch wenn von den Grundstrukturen durchaus manches an Lady Bedfort erinnern mag, die eigenständige Atmosphäre, vor allem aber die frischen Charaktere sorgen dafür, dass man schon bald aufhört, irgendwelche Vergleiche anstellen zu wollen. Der Fall selbst ist sehr ruhig aufgezogen, überzeugt aber mit seinen durchdachten Hintergründen. Wenn es qualitativ ähnlich weitergeht, bin ich mir sicher, dass die Reihe bald genauso ihren festen Platz gefunden haben wird wie die gute Lady.

Note 2+


4


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Ja Nein



Sprecher

SprecherRolle
Sarah Riedel Amélie Eclaire
Helmut Krauss Remy Bass
Sascha Rotermund Marc Valet
Harald Effenberg Gendarm Hulot
Marianne Groß Mère Dorette
Christel Merian Brigitte Bonnet
Bodo Wolf Louis Gillard
Stefan Fredrich André Minerel
Tim Knauer Robert Soland
Tom Deininger Jean Trichet


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