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» Gruselkabinett » 043) Das Haus des Richters

Cover - Das Haus des Richters

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Durchschnitts-Kurzwertung:

14 / 15

» Der Student Malcolm Malcolmson möchte sich in der Abgeschiedenheit einer fremden Stadt in aller Ruhe auf die anstehenden Abschlussprüfungen vorbereiten. In Benchurch findet er ein geeignetes Mietobjekt, ein altes, gewaltiges Gebäude mit mächtigen Giebeln. Der Makler ist nur zu gerne bereit, es ihm zu vermieten, vor allem, um zu beweisen, dass das in schlechtem Ruf stehende Haus des Richters tatsächlich bewohnbar ist…
» Produktion: Stephan Bosenius, Marc Gruppe
» Regie: Stephan Bosenius, Marc Gruppe
» Buch/Script: Bram Stoker, Marc Gruppe
» Umfang (CDs): 1
» ISBN: 9783785742709

» VÖ: 2010-05-29
» eine Produktion von Titania MedienWebseite des Labels

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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Gruselkabinett (043) Das Haus des RichtersBram Stoker dürfte Grusel-Fans als Autor von Dracula zweifellos ein Begriff sein. Nachdem Titania eben dieses Werk bereits im Gruselkabinett auf hervorragende Weise vertont hatte, greift man sich nun eine nicht ganz so bekannte Vorlage desselben Autors heraus. Wenn das mal nicht nach einem weiteren echten Klassiker der Gruselliteratur aussieht...

Malcolm Malcomson sucht die Abgeschiedenheit. Der kleine Ort, in dem sich vor allem ältere Herrschaften aufhalten, scheint geradezu der richtige Platz zu sein, sich vorübergehend niederzulassen, um auf sein Mathematik-Examen in bester Konzentration zu lernen. Die erste Nacht verbringt er im örtlichen Gasthaus und macht sich am nächsten sogleich auf, eine eigene Unterkunft zu finden. Und die hat er in der Tat schnell aufgespürt. Ein altes, abgelegenes, leerstehendes Häuschen. Zu seiner Überraschung ist der Makler nicht einmal an einer Miete interessiert.

Spätestens dieser Umstand lässt in Zusammenhang mit den merkwürdigen Andeutungen, die der Makler von sich gibt, beim erfahrenen Hörer sofort sämtliche Alarmglocken schrillen. Aber seien wir ehrlich: genau darauf haben wir gewartet. Dass sich wieder einmal eine reine Seele trotz aller Warnungen ins Unglück stürzt.
Die Erzählung ist wahrhaftig nach einem sehr klassischen Muster aufgezogen, das heute natürlich entsprechend schnell durchschaut ist. Doch stört das den Genuss? Diese Frage kann wohl nur jeder für sich beantworten. Wer auf der Suche nach klassisch inszenierter Gruselkost ist, der kommt hier voll auf seine Kosten, wer dagegen eine Geschichte mit verwobenen Wendungen, unvorhersehbaren Entwicklungen und ähnliches erwartet, mag durch die zusätzlich recht schleichend und ruhig sich entwickelnde Szenerie möglicherweise nicht ganz so begeistert sein.

Die Titanen verstehen es wieder einmal hervorragend eben dieses schleichende Element atmosphärisch perfekt einzufangen. Sei es durch die drückende, bisweilen schon schwer lastende Musik im klassischen Gewand, das Krächzen der Krähen vor dem Haus, das Wuseln der Ratten in den Ecken, aufziehende Unwetter oder auch schlicht die zahlreichen Andeutungen in den Dialogen.

Beteuert Malcolm Malcolmson anfangs noch, dass ihn beim nüchternen Studium der Mathematik so schnell nichts aus der Ruhe bringen könnte, wird er durch den Aufenthalt der Ratten in dem alten Haus - einer im ganz besonderen - bald eines besseren belehrt. Der böse Blick bescherrt ihm unschöne Albträume und seine Konzentration beginnt beträchtlich zu leiden.

Etwas unschön sind für meinen Geschmack bei der vorliegenden Inszenierung einzig die Selbstgespräche des Protagonisten. Hier hätte ich einen Ich-Erzähler in Verbindung mit manch direkt ausgestossenen Worten als runder empfunden. Timmo Niesner zuzuhören, wie er auf Rattenjagd geht, macht zwar zweifellos Spaß, wenn ich mich aber an die ähnlich einsam gestalteten Szenen in "Die Spinne" erinnere, so haben sich letztere mit Simon Jäger als Ich-Erzähler doch noch stärker ins Gehör eingebrannt.

Etwas überrascht war ich, erneut Hasso Zorn als Erzähler zu hören. Ob man bei Titania Medien gedenkt diesen nun zum dauerhaften Erzähler innerhalb des Gruselkabinetts werden zu lassen? Eine Idee wäre es ja. Wobei ich die Abwechslung beim Erzählstil und Einsatz des Erzählers fast als reizvoller empfinde. Hasso Zorn beweist jedenfalls einmal mehr, dass er sein Geld zweifellos wert ist, auch wenn er mir bei Titania in der letzten Zeit fast schon etwas überpräsent ist, so dass ich nicht böse wäre, wenn man in den nächsten Abenteuern auf andere Stimmen zurückgreift.

Ein Highlight innerhalb dieses Hörspiels bildet nebendem vor allem der Auftritt von Otto Mellies als Richter.

Fazit: Eine sehr klassische, damit aber auch sehr ruhig angelegte Stimmungsgeschichte, die dank Titania Mediens hervorragender Aufbereitung zweifellos Spaß macht.

Note 1-


4


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Ja Nein



Sprecher

SprecherRolle
Hasso Zorn Erzähler
Timmo Niesner Malcolm Malcolmson
Wilfried Herbst Mr. Carnford
Ursula Sieg Claire Witham
Christel Merian Maggie Dempster
Norbert Langer Dr. Thornhill
Otto Mellies Richter
Marcel Collé Packer
Robin Kahnmeyer Stationswärter


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» Hörer-Meinungen (1)
acquire (blog.hspweb.de/2010/05/gruselkabinett-nr-43-das-haus-des.html) schrieb am 29.05.2010 19:13:11 Uhr
Bewertung: 15 / 15

In Bram Strokers „Das Haus des Richters“ geht es um einen Studenten, der zur Prüfungsvorbereitung ein stilles Plätzchen sucht. Ihm wird das sogenannte "Haus des Richters" kostenfrei angeboten. Gerne greift er auf das Angebot zurück. Bald erfährt er, dass ein widerlicher Richter das Haus bewohnt hat und es dort nicht mich rechten Dingen zugeht. As Mathematikstudent glaubt Malcolm nicht an Geister. Doch bald muss er feststellen, dass die Ratten des Hauses sich merkwürdig intelligent verhalten und nur die Bibel ihnen Furcht einzuflößen vermag. Kurz darauf stellen sich furchtbare Albträume ein und alles nähert sich der finalen Katastrophe zu ...

Bei diesem Hörspiel wird wie bei den neuesten TKKG-Hörspielen die Rückblende als Mittel verwendet um bereits Gesagtes nicht nur dem Protagonisten, sondern auch dem Hörer in Erinnerung zu rufen.
Viel bessere Vertonung als von Maritim. Die Sprecher sagen mir mehr zu, alles ist viel atmosphärischer, was Größenteils an der großartigen Geräuschkulisse (und Musik) liegt.

Timmo Niesner, unsterblich geworden als Dorgan Fink in Gabriel Burns, ist großartig in der Rolle des Protagonisten! Er mimt den sympathischen Studenten hervorragend. Egal in welcher Situation er sich befindet - Niesner spricht stets auf den Punkt genau. Besonders eindrucksvoll klingt es, als ihm die Luft wegbleibt.
Ebenso wissen die anderen Sprecher zu gefallen. Mir gefällt es Ursula Sieg wieder einmal zu hören. Sie ist bekannt als Tante Fanny bei den Fünf Freunden oder Tims Mutter in TKKG.

Gleich zu Beginn erklingt angenehme Musik. Für das Gruselkabinett fast schon zu modern klingende Töne. Mir gefällt es - eine tolle Abwechslung. Im gleichen Stil geht es übrigens weiter. Sehr schöne Klavierelemente.
Die Geräuschkulisse überzeug restlos. Insbesondere die Ausgestaltung der Katastrophe hat mir gut gefallen.

Fazit
Ein rundum gelungenes Hörspiel, welches schöne Schauer produziert und von einem tollen Sprecher als Protagonisten getragen wird.
Durchschnittliche Userwertung: 15 | User-Top-Liste

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