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» Einzelhörspiel » 000) Experiment Zero
Cover - Experiment Zero

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Durchschnitts-Kurzwertung:

12,5 / 15

» Ein Mann ohne Gedächtnis, eine künstliche Intelligenz und ein Gebäudekomplex voller tödlicher Experimente, das ist der Stoff aus dem Alpträume gemacht sind! Willkommen im Erfahrungs- und Bildungspark, der X-Xes Cooperation! Es gibt nur eine Aufgabe: Überleben! Inspiriert von Echtzeit-Kinoblockbustern wie Cloverfield oder Blair Witch Project, sowie von Computer-Spielen wie Portal oder System Shock, setzt Experiment Zero eigene Akzente: Neben filmreifer Musik und aufwendiger Soundkulisse sorgt besonders die Echtzeitinszenierung für dichte Atmosphäre und lässt den Hörer tief in die Handlung eintauchen.
» Produktion: Falk T. Puschmann
» Regie: Falk T. Puschmann
» Buch/Script: Falk T. Puschmann

» VÖ: 2009-12-00
» eine Produktion von innovative fictionWebseite des Labels

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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Einzelhörspiel (000) Experiment ZeroFalk T. Puschmann ist schon etwas länger in der Hörspielszene unterwegs und hat sich mit seinen Gratis-Hörspielen bereits einen gewissen Namen gemacht. Nun aber startet er mit dem neuem Label "innovative fiction" richtig durch.

Probant 77. Ohne Erinnerung erwacht er in einem menschenleeren Raum. Eine Computerstimme begrüßt ihn im Erfahrungs- und Bildungspark und bittet ihn sich für das nun folgende Aufgabenprogramm bereit zu machen. Dass er sich tatsächlich freiwillig dafür beworben hat, kann er sich kaum mehr vorstellen. Was anfangs noch einigermaßen harmlos beginnt, soll sich schon bald zu einem Albtraum schlimmsten Ausmaßes entwickeln. Es geht ums nackte Überleben.

Wirklich innovative Stoffe machen auf dem Hörspielmarkt eher nicht den Hauptanteil aus. Dass man sich mit dem Labelnamen in dieser Hinsicht so eindeutig festlegt ist auf jeden Fall mutig, denn diese Erwartungen muss dann man natürlich auch erfüllen.

Ob die hier ausgestaltete Idee gänzlich neu ist vermag ich nicht zu beurteilen, der Rahmen in dem man sich bewegt ist es aber durchaus. Dabei ist das grundsätzliche Szenario ziemlich einfach aufgebaut, aber nichtsdestotrotz verdammt wirkungsvoll. Eine abgeschottete Anlage ohne Zugang zur Außenwelt, eingeteilt in unterschiedliche Level, die jeweils nur über voneinander abgeschotteten Aufzugsystem zu erreichen sind, das Fehlen jeglicher menschlicher Zivilisation - das raubt einem zwar viele Möglichkeiten, gibt einem aber auf der anderen Seite aber eine Vielzahl an neuen. Und diese baut man hier wahrlich sehr konsequent aus.
Beginnt die Handlung anfangs schon interessant, so ist sie doch noch ziemlich offen in viele Richtungen. Mit jedem Level steigert sich nicht nur der Schwierigkeitsgrad der Herausforderungen, sondern es gesellen sich bald auch weitere, anfangs nur schwer zu durchschauende Komponenten dazu. Die Spannung heizt sich somit nicht nur durch die Steigerung des Schwierigkeitgrads der Todesfallen an, sondern genauso durch die Ungewissheit über mögliche weitere Hintergründe und doppelte Böden in dem ganzen Spiel.
Auch wenn man die Auflösung ab einem gewissen Punkt erahnen kann, bleibt trotzdem eine erschreckende Faszination zurück. Das ganze wäre rein inhaltlich allenfalls noch durch einen weiteren Twist ganz zum Schluss zu toppen gewesen.

Über den Großteil des Hörspiels lauscht man eigentlich nur zwei Sprechern. Ist die Computerstimme Auroras (Karen Schulz-Vobach) anfangs noch eher anstrengend monoton, wandelt sich deren Rolle immer mehr hin zu einer bitterbösen Künstlichen Intelligenz. Der Dialog zwischen Aurora und Probant 77 (Tobias Diakow) bringt viel an unerwarteten Humor in die eigentlich eher düstere und fiese Thematik. Dies führt zwar hin und wieder mal dazu, dass manches etwas überzogen und zu locker erscheint (die Rede vom Kuchen als Belohnung sei hier exemplarisch genannt), vor allem im finalen Teil nimmt aber eher ein bestechender Sarkasmus die Oberhand, der dem ganzen schon deutlich besser zu Gesicht steht. Wobei bereits die Tatsache, dass die Experimente hier durchgehend als Herausforderungen und die Todesfallen als Motiviationshilfe bezeichnet werden, eine deutliche Richtung diesbezüglich weißt.

Die eher futuristisch aufgebaute Umgebung, welche gewisse Erinnerungen an die Anlagen der Umbrella Corporation in Resident Evil weckt, wird akkustisch überzeugend in Szene gesetzt. Neben den größtenteils metallischen Geräuschen, ist es insbesonders die eher unterschwellig eingesetzte bedrohlich-düstere Musik, welche die Spannung verstärkt anheizt.

Größere Schwachpunkte gibt es einzig beim Booklet. Der Innenteil ist leider sehr schwer lesbar (nahezu weiß auf weiß) und auch die Angaben zum Sprechercast sind hier sehr unkonkret gehalten (konkreter wird es im Abspann des Hörspiels). Da hätte man sich beispielsweise die Dopplung des Klappentextes im Inneren sparen können und diesen neu gewonnen Platz dem ausführlichen Sprechercast widmen können. Schade, so dürfte der Anreiz für die CD-Version allein aufgrund der optischen Anreize wohl eher gering sein.

Fazit: Das Hörspiel an sich sollte man sich aber auf keinen Fall entgehen lassen. Mit "Experiment Zero" ist Falk T. Puschmann und seinem Team ein großartiger Einstieg gelungen. Man packt mit "Experiment Zero" eine bitterböse, düstere Thematik an, die man konsequent zu einem starken Finale führt. In diese Richtung darf es gerne noch mehr geben.

Note 1-


4


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» Hörer-Meinungen (1)
Daniel Klages (www.hoerspiel-freunde.de) schrieb am 31.05.2010 15:06:50 Uhr
Bewertung: 13 / 15

Was mir gut gefallen hat:
Das Setting ist sehr gut. Level für Level muss sich der Ahnungslose Probant 77 nach oben kämpfen.a Dies fällt weniger geradlinig aus, als man sich denken könnte, denn Ausbruchversuche und Konfrontationen bieten reichlich Abwechslung. Dazu noch ein intelligentes Ende - sehr schön! Fans des PC-Spiels "System Shock 2" kommen voll auf Ihre Kosten, ist mit dem Namen der Waffenfirma im Hörspiel doch eine gute Anlehnung an den Klassiker gelungen. Die llgegenwärtige Bedrohung des Computer-Systems aus diesem Spiel verbunden mit den Sets und Inhalten der Filme "The Cube" oder "Eden Log" zusammen genommen und man ist sehr nah an der Geschichte von Experiment Zero (besonders letzterer bietet starke Vergleichsmomente).
Ebenso gut die Sprecher der beiden Hauptrollen, sehr gut! Untermalung und Unterlegung mit Musik? Ebenso sehr gut und besonders die musikalischen Einlagen möchte ich besonders hervorheben, denn hier wurde teils passgenau auf die Handlung gearbeitet ohne einfach nur Szenen voneinander abzugrenzen.

Was mir weniger gefallen hat:
Die Allmacht Auroras (Computer KI) gegen die Ohnmacht des Probanten 77 gipfelt teils in den immer gleichen Anfeindungen, teils in albernen Spitzen. Zu oft wiederholen sich Aussprüche wie "Du bist tot Blecheimer". Dadurch wird die durch starke Musiken und Sounds erzeugte Atmosphäre wieder getrübt. Gerade auch in puncto "Echtzeit-Hörspiel" hätte man vielleicht auch mit kleineren Pausen, in denen zB nur der Aufzug zu hören ist arbeiten können. Über die meiste Zeit wird geredet und in meinen Ohren wird dadruch die eigentlich herrschende Einsamkeit des Probanten wieder verringert. Dagegen muss man aber halten, das durch die hohe Dialogfrequenz kein Platz für Langeweile ist.

Unterm Strich für mich ein starker Einstieg, der mir als Genre-Fan sehr gut gefallen hat. Herausstechend die guten Aufnahmen in Kombination mit soundtechnischem Handwerk und starker Musik. Ein wenig mehr Witz und alles wäre sehr gut!
Durchschnittliche Userwertung: 13 | User-Top-Liste

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