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» Millenium-Trilogie » 000) Verblendung
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Durchschnitts-Kurzwertung:

11 / 15

» Was geschah mit Harriet Vanger? Während eines Familientreffens spurlos verschwunden, bleibt ihr Schicksal jahrzehntelang ungeklärt. Bis der Journalist Mikael Blomkvist und die Ermittlerin Lisbeth Salander recherchieren. Was sie zutage fördern, lässt alle Beteiligten wünschen, sie hätten sich nie mit diesem Fall beschäftigt.

An seinem 82. Geburtstag erhält der einflussreiche Industrielle Henrik Vanger per Post anonym ein Geschenk. Das Paket enthält eine gepresste Blüte hinter Glas, genau wie in den 43 Jahren zuvor. Vangers Lieblingsnichte Harriet hatte ihm 1958 zum ersten Mal dieses Geschenk gemacht, doch dann verschwand sie spurlos. Ihr Leichnam wurde nie gefunden.

In einer letzten Anstrengung beschließt Vanger herauszufinden, was dem geliebten Mädchen tatsächlich zustieß. Er engagiert den Journalisten Mikael Blomkvist, der, getarnt als Biograf, bald auf erste Spuren stößt. Unterstützt wird er von der jungen Ermittlerin Lisbeth Salander, einem virtuosen Computergenie mit messerscharfem Verstand. Je tiefer Blomkvist und Salander in der Vangerschen Familiengeschichte graben, desto grauenvoller sind ihre Enthüllungen.
» Buch/Script: Stieg Larsson
» Umfang (CDs): 3
» ISBN: 9783837103595

» VÖ: 2010-02-22
» eine Produktion von Random House AudioWebseite des Labels
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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Millenium-Trilogie (000) VerblendungEs ist noch nicht allzu lange her, dass die Verfilmung des Thrillers "Verblendung" in den Lichtspielhäusern aufgeführt wurde. Inzwischen ist bereits der zweite Teil der sogenannten Millenium-Trilogie dort angelaufen.

Ob sich Random House Audio deswegen oder bereits früher entschieden hat, die Hörspiel-Vertonung auf CD zu veröffentlichen, ist mir nicht bekannt. Spielt letztlich aber auch keine Rolle. Denn es ist so oder so erfreulich, dass man als Käufer nun die Möglichkeit hat, auf diese Variante zurückzugreifen.

Mikael Blomkvist gilt als einer der besten und unbestehlichsten Enthüllungsjournalisten Schwedens und arbeitet für die Zeitschrift Millenium. Im Moment allerdings sieht er sich einer Anklage wegen Rufmords und des Erhebens falscher Anschuldigungen in der Öffentlichkeit ausgesetzt und wird schließlich sogar verurteilt.
Noch während des laufenden Verfahrens erhält er einen Anruf von einem ihm unbekannten Mann, der ihn um Hilfe bittet. Mikael hört sich das eigenwillige Angebot, welches ihm Henrik Vanger unterbreitet, in Ruhe an. Und willigt schließlich nicht nur rein aus journalistischer Neugier ein, das Rätsel um die vor über vierzig Jahren verschwundene Henriette Vanger neu aufzurollen.
Dabei erhält er unerwartete Hilfe von einer jungen Hackerin namens Lisbet Salander.

Die Geschichte, welche Stieg Larson hier zu erzählen weiß, ist verdammt stark und hält sich auch mit unschönen Details nicht gerade zurück. Als jemand, der die Kinofilmfassung vor dem Hörspiel konsumiert hat, will ich an dieser Stelle nicht nur eine reine Betrachtung der Hörspielfassung vornehmen, sondern beide Umsetzungen ein wenig gegenüberstellen.

Mit Kenntnis der Geschichte fällt es einem hier trotz der hohen Personen- und Namensdichte in den ersten Minuten nicht schwer den Überblick zu behalten. Ich könnte mir aber vorstellen, dass sich ohne dieses Vorwissen doch gewisse Probleme ergeben könnten. Auch wenn die Stimmen der wichtigsten Figuren prägnant genug ausgefallen sind, um nicht verwechselt zu werden, bleibt noch immer die schnell geschilderte Abfolge von gleich mehreren Handlungssträngen mit ihren jeweils ganz eigenen Schwerpunkten. Hier hat die Vorgehensweise des Kinofilms eindeutig die Nase vorn. Obgleich man sich dort ebenfalls mit einem recht umfassenden und damit nicht ganz kurzweiligen Einstieg zurechtfinden muss, ist man zu späterer Zeit umso dankbarer für diesen von den Bildern (Fotos, etc.) gut unterstützten ersten Schritt hinein in eine verwinkelte Thriller-Geschichte.

Das Hörspiel greift wie der Film auf den stetigen Wechsel zwischen den anfangs nur sehr losen verknüpften Ereignissen rund um Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist zurück. Die einzelnen Szenenübergänge sind hier ziemlich abrupt ausgefallen, so dass man bei den schnellen Sprüngen schon ziemlich aufpassen muss. Allerdings ist dies auch ein geeignetes Mittel Spannung zu schüren und zu steigern.

Mag durch die Kenntnis des Lösung dieser Geschichte natürlich prinzipiell immer etwas an Spannung verloren gehen, so bleibt dennoch festzuhalten, dass die Spannungskurven und die Dynamik im Film deutlich überzeugender umgesetzt sind.
Die Inszenierung des Hörspiels ist mir leider zu sanft, kann zu wenig Akzente auch in Punkto Atmosphäre setzen - gerade dies ein Punkt, wo der Film seine Stärken voll ausspielt (Kamerafahrten über Fotos, begleitet von eindrucksvoller Musik, und ähnliches).
Hier vermag die Musik die Handlung zwar auch zu unterstützen, ist aber nicht von der gleichen Qualität und alles in allem zu unauffällig.
Letztlich ist die Inszenierung zwar gewiss solide ausgefallen, allerdings hatte ich mir mehr versprochen. Und es wäre gewiss auch innerhalb dieses Mediums deutlich mehr möglich gewesen.

Ungewöhnlich an dieser Geschichte ist vor allem das Abweichen von den typischen Strukturen, was den Aufbau hinsichtlich des Umfangs von Einleitung, Hauptteil und Schluss umfasst.

Der Sprechercast ist sowohl umfangreich als auch vielfältig ausgefallen. Den umfassendsten Textpart bekommt allerdings Erzähler Ulrich Matthes zugewiesen, der diese Rolle eher sanft anlegt. Bisweilen fast schon etwas zu ruhig und unbeteiligt für diese schonungslose Geschichte.

Fazit: Die Geschichte ist zweifellos stark - daran ändert das Medium der Umsetzung nichts. Der Film vermag das Hörspiel mit seiner zu biederen und zu wenig Akzente setzenden Inszenierung aber recht problemlos auszustechen.

Note 2-


3


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Sprecher

SprecherRolle
Joachim Kerzel Ansage
Ulrich Matthes Erzähler
Sylvester Groth Mikael Blomkvist
Anna Thalbach Lisbeth Salander
Jürgen Hentsch Henrik Vanger
Felix von Manteuffel Martin Vanger
Otto Mellies Gustav Morell
Thomas Kienast Reporter
Matthias Matschke Robert Lindberg
Friedhelm Ptok Dirch Frode
Peter Gavajda Dragan Armanskij
Vadim Glowna Nils Bjurman
Susanne Lothar Cecilia Vanger
Ingrid Andree Isabella Vanger
Jacqueline Macaulay Erika Berger
Wanda Colombina Pernilla Abrahamsson
Horst Mendroch Harald Vanger
Lena Stolze Anita Vanger
Corinna Kirchhoff Harriet Vanger
Gitte Reppin Journalistin
Marc Hosemann Trinity
Matthias Gall Tätowierer
Wolfgang Condrus Palmgren
Helga Lehner Mildred Berggren
Rita Engelmann Bodil Lindgren
Petra Redinger Mutter von Lisbeth
Sonja Deutsch Anna Nygren
Gregory B. Waldis Direktor Wagner
Christian Klischat Direktor Hasselmann
Michael Evers Richter
Sandrine Mittelstädt Empfangsdame
Peter Groeger Henning Forsman
Per-Johan Eliasson Teesalu Polizist
Florian Halm TV-Sprecher
Dirk Josef Müller Gericht 1
Gerald Paradies Gericht 2
Michael Iwannek Gericht 3
Matti Klemm Gericht 4
Maximilian Held Gericht 5
Fritz Hammer Staatsanwalt
Martin Brauer Gutachten


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» Hörer-Meinungen (1)
hoerspieltipps © (www.hoerspieltipps.net) schrieb am 08.03.2010 01:34:01 Uhr
Bewertung: 11 / 15

Mit "Verblendung" legt der WDR wieder einmal eine große Thrillerumsetzung vor. Die knapp dreistündige Produktion bietet den Raum, um den recht umfangreichen Roman angemessen wiederzugeben. Larsson erzählt eine packende Geschichte, bei der Schockelemente gut eingesetzt sind, um Spannung zu erzeugen. Dazu werden die Charaktere auch noch sauber in Gut und Böse getrennt. Trotz dieser eindeutigen Zuordenbarkeit sind die Figuren aber durchaus interessant, sie sorgen dafür, dass der Plot auch in schwächeren Momenten interessant bleibt.
Ungewöhnlich, aber wohl dem Trilogie-Gedanken geschuldet, ist der zweigeteilte Thrillerplot. Es beginnt und endet mit der Geschichte von Mikael Blomkvist, der bei journalistischen Recherchen gelinkt und anschließend daraufhin verurteilt wurde. Er bekommt eine vorübergehende Aufgabe, die Ermittlung im Hauptplot, er soll Licht ins Dunkel um das Verschwinden der Nichte des Industriellen Vanger bringen. Dieser Fall ist der deutlich interessantere, er endet aber recht früh in der ersten Hälfte des letzten Teils - Danach ist ein wenig die Luft aus der Geschichte. Obwohl man den Rest recht dicht zusammenfasst, lässt das Hörinteresse recht schnell stark nach.

Die Umsetzung ist durchweg gelungen. Walter Adler inszeniert den Thriller zwar eher ruhig und zurückhaltend und lässt ein wenig das typische skandinavische Flair außen vor. Dennoch gelingt es ihm, eine sehr sehr spannende Atmosphäre zu erzeugen. Viel Raum gönnt er dem Erzählerpart, der hier von Ulrich Matthes übernommen wird. Dieser legt diese Aufgabe eher nüchtern an. Die Sprecher der handelnden Figuren dürfen dafür deutlich mehr mitgehen. Im erstklassigen Ensemble stechen vor allem Anna Thalbach und Jürgen Hentsch hervor.


Ein guter und spannender Krimi, der allerdings nicht ganz die Erwartungen erfüllt. An ein paar Ecken ist die Geschichte zu glatt, vor allem das eher platte Ende trübt ein bisschen den Eindruck der ansonsten sehr guten Produktion.
Durchschnittliche Userwertung: 11 | User-Top-Liste

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