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» Dreamland Grusel » 010) Mit den Insekten kam das Grauen...

Cover - Mit den Insekten kam das Grauen...

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Durchschnitts-Kurzwertung:

- / 15

» Der Krimi-Autor Jerry Baker wird von seinem Verleger gebeten, einen Ausflug in den Horrorsektor zu machen, der zurzeit angesagt sei. Gerade zu diesem Zeitpunkt ist in der Tageszeitung von einem mysteriösen Vorfall zu lesen: Ein junger Mann sei Opfer einer Riesenspinne geworden. Jerry Baker sieht die Geschichte als eine Art Inspiration und beginnt mit der Recherche. Dabei entdeckt er eine abgelegene Einrichtung nahe der Sichtungsstelle der Spinne und landet schließlich im Labor des Wissenschaftlers Hugh Carel, der an verbotenen Transplantationen arbeitet. Er entführt Menschen und ersetzt deren Köpfe gegen riesige Fliegenschädel und schafft so neben Riesenspinnen auch Hybrid-Monster. Er schafft sich eine Armee von Monstern, mit denen er zuerst England und dann die ganze Welt beherrschen will. Für Jerry gilt es jetzt rechzeitig aus den Fängen des Wissenschaftlers zu entkommen, denn dieser möchte ihn zum Anführer seiner Armee machen und ihm Linda Caldwell, eine weitere unfreiwillig Gefangene, als Weibchen zur Seite stellen. Zusammen versuchen die beiden zu fliehen. Aus einem Gefängnis voller Monster, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint…
» Regie: Thomas Birker
» Musik: Tom Steinbrecher, Mario Cuneo, Andreas Max, Carsten Bohn
» Buch/Script: A. F. Morland
» Umfang (CDs): 1

» VÖ: 2010-10-29
» eine Produktion von DreamlandWebseite des Labels

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Kritik / Höreindruck von Daniel M.

Dreamland Grusel (010) Mit den Insekten kam das Grauen...Zunächst einmal darf man Dreamland wohl zum kleinen Jubiläum gratulieren - nicht alle Hörspiel-Reihen schaffen heutzutage noch die 10. Dieses wird von Thomas Birker und seinem Team standesgemäß mit einer 2CD-Folge gefeiert wird. Zwei Abenteuer in einer Folge, und beide drehen sich rund um die Kleinsten der Kleinen: Insekten.
Bisweilen vermögen ja die kleinsten noch immer den größten Grusel zu erzeugen - ob das hier auch gelingt?

Mit den Insekten kam das Grauen
Insektengrusel funktioniert für mich persönlich nur, wenn man es nicht mit vergrößerten Bestien zu tun bekommt, sondern wenn diese in Schaaren in Originalgröße kommen und über ihre Opfer herfallen. Hier versucht man das ganze aber erst gar nicht von einer ernsthaften Seite anzugehen. Und das ist angesichts der vorliegenden Geschichte auch der einzig gangbare Weg.

Riesenspinnen, gigantische Fliegenköpfe, Riesenmücken - das ist alles derart herrlich abgedreht und trashig, dass man es erst gar nicht ernst nehmen kann. Was einem hier rund um die menschenverachtenden Experimente des wahnsinnigen Doktor Carles an den Kopf geworfen wird, ist mehr als nur Trash. Das ganze ist recht actionreich und turbulent aufbereitet und unterstreicht dadurch nur den Ansatz, erst gar nicht großartig Gruselstimmung aufkommen lassen zu wollen. Wie gesagt: das hätte hier auch unmöglich funktioniert.

Qualitativ bewegt sich die Geschichte auf dem Niveau eines schlechten C-Movies. So etwas lässt sich schwer objektiv bewerten. Manch einer mag daran seine helle Freude haben. Und es gäbe durchaus ein paar Aspekte, warum dem so sein sollte.
So ist vor allem David Nathan in der Hauptrolle und als Ich-Erzähler vor allem anfangs ein Genuss. Je weiter sich die Geschichte entwickelt, desto mehr wandelt sich seine Rolle und er wird hier von einer extremen Situation in die nächste gejagt. Und er leistet wirklich ganze Arbeit. Seine Schreie dringen durch Mark und Bein. Und dennoch: die Rolle, in der er steckt, macht es völlig unmöglich, das ganze entsprechend zu würdigen, weil man jedes Mal aufs neue versucht ist, angesichts des Absurden in einen Lachanfall auszubrechen. Nichtsdestotrotz: David Nathan sorgt ebenso wie Wolfgang Rüter als wahnsinniger Doktor dafür, dass dieser erste Teil des Hörspiel nicht völlig abstürzt.
Während ich das ganze anfangs unter Trash-Aspekten noch als einigerma0en unterhaltsam eingestuft hätte, gibt es irgendwann einfach keine Steigerungsmöglichkeit mehr und so bleibt ab der Hälfte irgendwann nur noch der Gedanke: möge das Grauen nur endlich enden.

Wenn Produzent Thomas Birker völlig panisch von Riesenspinnen verfolgt angerannt kommt, ist das schon sehr speziell. Und auch die beiden Polizisten sind ebenso wie Marc Andre Pippinger nicht in der Lage vorangenannten Sprechern qualitativ das Wasser zu reichen. Und das, obgleich diese die deutlich schwierigeren, um nicht zu sagen undankbareren Rollen bewältigen müssen.
Letztlich ist das aber auch schon nicht mehr entscheidend.

Die Musikuntermalung ist eine Mischung aus actionreichen und den bekannten Dreamland-Stücken. Wobei mir vor allem letztere nicht immer ganz passend erschienen sind.
Die Untermalung unterstreicht das - im wahrsten Sinne des Wortes - inhaltliche Grauen jedenfalls so gut wie es nur möglich ist.

Fazit: Trash pur!
Wer Horror-Trash mag, der gar nicht erst versucht, sich ernst zu nehmen, der darf hier auf jeden Fall mal reinhören. Wer damit jedoch gar nichts anfangen kann, sollte sich jedoch auch nicht vom Sprechercast blenden lassen. Ich will erst gar nicht versuchen das ganze objektiv zu bewerten, da das im vorliegenden Fall schlicht nicht funktionieren würde. Meine Reaktionen reichten von schmunzeln, über haltlose Lachanfälle bis hin zu fassungslosem Kopfschütteln. Wären da nicht David Nathan und Wolfgang Rüter, ich wäre versucht, das ganze als ... - egal, sehen wir uns abschließend noch kurz Teil 2 an:

Note 5+



Es geht weiter: das Blutgericht der Insekten ist angebrochen.

Der Trash-Faktor durch die Insekten-Mensch-Wesen bleibt bestehen. Allerdings geht es schon nicht mehr ganz so wild zu, wie noch im ersten Teil. Und so gestaltet sich das ganze auch deutlich angenehmer - jedenfalls steht man nicht nach jeder Szene direkt vor einem neuen Lachanfall.

Nachdem es anfangs so aussieht, als wären die Insekten unbesiegbar, ereilt immer mehr von ihnen eine merkwürdige Krankheit. Und nachdem zusätzlich auch noch Professor Zarkoff auf der Bildfläche erscheint, sieht es ganz so aus, als gäbe es doch Hoffnung für die Menschheit, dem Blutgericht der Insekten zu entkommen.

Es bleibt actionreich. Da sich in der Anfangszeit aber das Muster der Insektenüberfälle doch etwas arg ähnelt (die gleiche einsetzende Musik, das gleiche Erschrecken der Ankömmlinge, gefolgt von den Gedanken David Nathans als Jerry Baker), vermag da nur schwerlich Spannung aufzukommen. Zumal dem ganzen ohnehin noch der Trashfaktor im Weg steht. Dennoch: in dem Ganzen steckt zumindest ein Stück weit mehr an Unterhaltungswert als noch im ersten Teil. Und mit dem Auftauchen des Professors ergibt sich sogar die ein um die andere Wendung innerhalb der Erzählung.
Insgesamt ist die vorliegende Mischung allerdings dennoch zu schräg, als dass ich behaupten könnte, dass es mir inhaltlich tatsächlich zugesagt hätte. Der zweite Teil ist nichtsdestotrotz in vielerlei Hinsicht eine angenehme Steigerung gegenüber dem ersten.

Das liegt auch mit daran, dass David Nathan in der Rolle von Baker wieder ganze Arbeit leistet und dabei nicht gar so überzogen erscheint, wie es stellenweise in Teil eins der Fall war. Dass die Fliegenköpfe nichtsdestotrotz einfach eine gewisse Komik mit sich bringen, lässt sich allerdings nicht so ohne weiteres aus der Welt schaffen. Das bedeutet: ernst nehmen kann man das ganze weiterhin nur schwer.
Spaß macht auf jeden Fall auch Christian Rode in der Rolle von Professor Zarkoff. Im Vergleich dazu verblasst der Rest des Casts doch etwas.

Die Musik zieht teils nochmals ein Stück weit an und gewinnt an Härte, nur um dann wieder in die bekannten ruhigen Dreamland-Stammklänge zu verfallen. Letztere hätte ich persönlich noch etwas weiter zurückgenommen, um den actionreichen und treibenden Charakter noch prägnanter zu machen, die Mischung kann man aber dennoch durchwinken.

Fazit Teil 2: War Teil eins eine Trash-Granate pur, behält Teil zwei die Trash-Elemente im wesentliche zwar bei, nimmt sich bei deren Darstellung aber etwas zurück. Als Dreamland seinerzeit Insektenhorror zum Jubiläum angekündigt hat, hätte ich mit soetwas nicht gerechnet. Mir jedenfalls sagt diese Form von Trash-Geschichten nicht besonders zu. Auch wenn manch unterhaltsame Momente zu finden sind, die sich hier vor allem durch Sprecherbesetzungen ergeben.

Insofern bleibt nur abschließend zu sagen: entweder man mag sowas oder eben nicht.

Note 3-


Als Bonus gibt es schließlich noch etwa 12 Minuten Outtakes.


1


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Ja Nein



Sprecher

SprecherRolle
David Nathan Jerry Baker / Erzähler
Cathlen Gawlich Linda Caldwell
Wolfgang Rüter Dr. Hugh Carel
Raimund Junker Fliegenkopf Steve
Oliver Krull Fliegenkopf Peter
Helmut Winkelmann Gregg Villard
Thomas Birker Jossy Dean
Erik Albrodt Captain Steeby Trooger
Engelbert von Nordhausen Professor Kelly
Marion von Stengel Krankenschwester
Marc Andre Pippinger Jack
Marcus Görner Marco
Patrick Harzig Randy Miles
Hennes Bender Polizist 1
Daniel Antonowicz Polizist 2
Klaus-Dieter Klebsch 1. Kopf
Costa Meronianakis 2. Kopf
Katja Brügger 3. Kopf
Christian Rode Professor Zarkoff
Raphael Vogt Briefträger
Utz Richter Polizeiarzt
Joschi Hajek Fliegenkopf 1
Claudio Vorlauf Fliegenkopf 2
Matthias Brinck Fliegenkopf 3
Jörg Schuler Fliegenkopf 4
Torsten Sense Hauptkommissar Keller
Peter Lakenmacher Hauptkommissar Meyer
Fabian Soop Steffen Einert
Sonita Sodhi Annemarie Wobisch
Tom Steinbrecher Gunnar Wobisch
Katharina Gens Jasmin
Friedrich Schönfelder Marco
Frauke Hemmelmann Sylvia
Christopher Albrodt Alex
Anja Arncken Claudia
Steffen Seyffer Rainer
Alex Streb Polizist
Olaf Böttcher Insektenmensch
Matthias Brinck Insektenmensch


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